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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 6 (1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
6 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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religiösen Verhalten jedes einzelnen ihrer Mitglieder beruht, so gewill tragt die Gemeinde die Merkmale ihres Wesens in sieh selbst. Das künftige Schicksal einer <ienieindc hängt von ihren Mitgliedern ah, jeiloeh ihr Charakter, ihr Wesen in der (legen* wart w ird lediglich durch das I'r i וו z i ן• bestimmt, Jlas in den (irundlagen, im Aufbau, mit einem Worte in der Verfassung der Gemeinde zum Ausdruck kommt. [Reil. Bemerkung: Wir he* haken uns vor, über dieses Verhältnis (Individuum und Gemeinde) eine gesonderte Darstellung zu geben, ebenso über die Konse1)uenzen des Austrittsgedankens als Doppidkonfessionalisierung des .luden* lums]. Kur unser Thema ergibt sich daraus folgendes: Kinn Rieht* liniengemeinde hört nicht auf, eine unjüdische Gemeinde zu sein seihst dann, wenn sich unter ihren Mitgliedern eine Anzahl צ־יק־ם befinden; und eine Religionsgesellschaft hört nicht auf, eine jüdische Gemeinde zu sein selbst daun. Wenn sich unter ihren Mitgliedern eine Anzahl e'ytT’C hetinden. Der < harakter einer Gemeinde uiuli eben, w ie gesagt, lediglich nach dem 1 ’ rin zip beurteilt werden, «las in ihrer Verfassung zum Ausdruck kommt. Wie sich die Einzelnen zum Judentum stillen, diese Krage scheidet bei der Reurteilung des We s e 11 s einer jüdischen (ienieindc vollkommen aus. Haben wir uns einmal diesen Unterschied zwischen Gemeinde und Gemeindcmitgliedorii gründlich klar gemacht, dann werden wir nicht mehr im Zweifel sein darüber, wie sich Religionslosen* Schaft und Richtrniiengemeinde zueinander zu verhalten haben. Gleichwohl rollen wir die Krage auf: War es nötig, die tiefe Kluft zu scharten, wie sie zwischen Religionsgesellschaft und Richtliniengemeinde bestellt׳־ Hätte man die Einheit der Gemeinde nicht doch unter allen Umständen irgendwie aufrecht erhalten sollen}׳ Diese Krage leitet zum l'roblem des Austritts über. Wer über die Bedeutung des Austritts sprechen will, darf an seine Aufgabe nicht herantreten, ohne sich vorher die Schwierig* keiten dieser Aufgabe klar gemacht zu haben. Zunächst gilt es einmal, mit einer Reihe von Vorurteilen aufzuräumen, die seit Jahr und Tag eine sachliche Auseinandersetzung erschweren, oft sogar verhindern. _ Was in erster Linie die Behandlung unseres Themas er• schw«*rt, das ist ich möchte sagen — ein Grundubel der m«־nseh•

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