Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 6 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Krst dann. wenn der Abfall von >k־r Thora aus dem Privatlehen der Kiu/elmm in •ii** י icmeindestuhe liiuüln-rGreift, erst dann, wenn die ](«׳form auch den t iermdndeorgan i sin u s, auch die (iemeinde- Verfassung infiziert. ist es mit der Kinlieit und dem Frieden der <iemeinde vorbei — und es.hijdet sich mit innerer Notwendigkeil ein vierter (iemeindeiypus heraus: die Itelipionstresell sc hilft. Hevor wir nun weiterleiten zur Hetrachtum; des treuenseititreu Verhältnisses zwischen Hi.chtlinien-tiemeinde uml Kelitrions- Gesellschaft, müssen wir ziinächst einem Mißverständnis vorheujren, das wir soeben bei der Charakteristik des dritten liemeindetyptts “bereits kurz gestreift haben, einem Mißverständnis, das in weiten Kreisen ejntreni.'tet ist und eine riehtitre lteurteilumr jüdischer (Jemeindeverhältnisse sehr zu beeinträchtigen (*tiej/t. Man!•!!♦*«rt nämlich sehr mit (!!recht!len Charakter .einer (Iemeinde allzu einseitiir uaeh dem Charakter ihre;• einzelnen Mitglieder zu beurteilen. Schuld an diesem verkehrten I'rteil ist, so paradox es klintrt. niemand anders als der vierte tiemeindetypus: die Kelitrions- Gesellschaft. I'ie licliirionsirescllschaft ist eine ProtestGcmeindc: sie protestiert sidion mitMrr hlolien Tatsache ihrer Kxistenz gcgcii die Prinzipien des'3Altfalls. An diesem Proteste werden aber in der IJeirel nur Solche teiln«׳,Innen, die auch in ihrer privaten Lebensfuhrmur!len Vorschriften der Tlmra zu entsprechen suchen Ks licirt nun auf (!rund dieser Tatsache sehr nahe, den lieirritl' einer jüdischen 1 •י meinde so zu definieren, daß mau s!nrt: eine t iemeinde ist dann eine wahrhaft jüdische (iemeinde, wenn alle ihre Mit- Glieder fromme .luden sind, halt eine solche hetinition nicht riehtiG ist. leuchtet doch wohl ohne‘׳weiteres ein, wenn mau bedenkt, daß eine (iemeinde. die aus lauter :•צ”יק bestellt, noch niemals existiert hat und, solamre es schwache, zweifelnd«‘, irrende Menschen Gibt, wohl auch niemals existieren wird Hilten wir uns durum, die (iemeinde mit ihren einzelnen Mitgliedern zu verwechseln! tiewiß, die Zukunft einer (iemeinde, ihre Le be n s fäll i g ke i t —: die ist in erster Linie abhaiiGiG von dem reliGiösen Verhalten jedes einzelnen ihrer MitGlieder. Kim•;indische דךריד hat nur dann eine Zukunft, nur daun ist sie 111 Wahrheit leheuskrüftiG und lehensfaliiG. wenn סי• es versteht, den PorderunGcii des .Judentums auch in den llaust rii d! r! iu/dnen Familien («eltuiiG zu verschallen. So Gewiß alri auch *las Schicksal «11 er 1 iemeinde auf dem