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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 6 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
6 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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Doch ist eine solche Cm Wandlung nicht der Willkür des Kinzelnen überlassen. Eine Ausnahme bildet der erwähnte Kall in Schewuos, wo eine Snttixän lerunu im Vortrage als zulässig erscheint, weil das behandelt•• Schriftwort eine Verwünschung ausdruckt. l'nd nun können wir zu den in Kede stehenden Kommentaren selbst .übergehen. Kaschi erklärt, das Wort bedeute die l'mwandlung einer Kedensart א־ י:נא־ r:rs. in ehrender oder schmähender Ab• sicht. In Hezutr aut das Inrest gebot kann eine solche formelle l'mWandlung in zweierlei Weise geschehen. Erstens, wenn der ד:;ד sich so helfen will, daß er i!1 der Erklärung behauptet, ,רא דדש ־נ־ ־:־.־נ׳ —?, dn> '*chriftwort spreche nicht von wirklicher (ieschlcchtsMlnde, d h.: nicht di•■ Klutscliande selbst von אש,־. א;־י oder דש:: ז:־ muß jemand erst hetrangen haben, um sich der l'bertretung dieses Verbotes schuldig zu milchen, sondern auch wer die ,Schunde* seines Vaters und seiner Mutter ütlentlich preisgibt, begeht eine Sun le. Das Schriftwort hätte für קיץ gebraucht• l)er ד::־ macht es in seiner Interpretation umgekehrt und nicht ״hu•• Absicht wählt der ד:נ־ dieses doppelsinnige Wort. Es hedeutet geschlechtliche Klöße und auch Sctm1.de im vulgären Sinne. ־:* ־’א׳, in I.ev, :'0, 17 übersetzt Tau׳um: קינא “•א,, es ist eine Schandtat und ebendaselbst V. 18 א,־״ דק•— *־ע־—.׳, übersetzt Tannim wieder: ק־־נא;־־־ ihre Hliiße hat er afhfgcdcckt. Im Talmud findet dieser Ausdruck wiederholt Anwendung für geschlechtliche Schande, z. It. (tillin 57b ׳ד:־*~ד";י:. sie wurden gelängen für «las 11aus der l iizuelit |)as ist — naeh Kasehi — eine Art von In zweiter Hinsicht — meint Kasehi — kann der ד:;־ auch durch eine I'iiiwtmdlmnr 1t!.| Ml Hl *■• n.tx fnrnntll ilohmi..*! ierelldc in der Ausdrucksweise mildern. Hierfür zitiert Kasehi Keispicle aus Sifrc. ln der Mechilta zu Exod. 15, 7 sind dieso Sulhxande• rungeu ausführlicher behandelt. In Wirklichkeit ist jedoch eine derartige l'mwandlung in welcher Form immer unstatthaft, außer wenn du* Schrift wort selbst -;־ ־:־.׳sagt Kn-clii mit einer nicht mißzuvt rst! licndcn Klarheit—: diese l'mwandlung sanktioniert hat. In der Tosifta zur Stelle wird auch klar kodifiziert: - ־־•־ אי; ד:;־; א״־.• ־־־כיד, •־־:־: אין ד::■; א•־.־: Wenn das Schrift w ort in der Einzahl geschrieben, darf man nicht die Form der Mehrzahl gebra1*׳hcn und ebenso umgekehrt.

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