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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 6 (1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
6 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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Zur Mischna Megilla 25 a. .איתי j*prr= דצננל, בעריית ,Wer in dem Abschnitt über die Arajoth, eine Veränderung des Wortlautes vomimmt, den heißt man schweigen*. Durch die Erklärung in Nummer 4 dieser Hefte, daß es sich beim ,ם:גד um evcnt. vorzunehmende Textkorrekturen handelt, sind m. E. die Schwierigkeiten weder nach der Auffassung Kaschis noch nach der des Kambam beseitigt. Auch die Betonung der Pointe nS;r statt יגלה im Wortlaute des Aruch ist nicht ausreichend, um die scheiubaren Widersprüche zu beseitigen. Eine zuverlässig richtige Klarstellung gewiunen wir aber, wenn wir auch den zweiten Teil der Mischna zum Gegenstand einer kritischen Betrachtung machen. Diese lautet: ,Wer das Schriftwort: (Lev. 1H, 21) ,und von deiner Nachkommenschaft sollst Du Nichts bingeben, es dem Moloch durchzufäbren*, über• setzt: .Von Deiner Nachkommenschaft sollst Du nicht geben, um schwanger zu machen eine Aramaerin*, .״ איתי גנזיסדpnrs, den bringt man zum Schweigen durch starken Verweis*. In diesem Falle sind Haschi und Kambam einig, daß es sieb um eine Umgestaltung oder Eliminierung einer gesetzlichen Bestimmung handelt. Das Schriftwort spricht deutlich vom Götzendienst Moloch. Nun ist es!loch nach Kaschi auf den ersten Augenblick auffallend: 1. Wenn der ״::r im ersten Teil der Mischna in seinem Vortrage ernstlich behauptet:;דג* ד;*ד g*s5 לא?*יד, daß daa Scbriftwort vom geschlechtlichen Umgang (Blutschande) gar nicht apricht, so wäre das doch nicht minder eine ganz jtositive Eliminierung des eigentlichen Verbotes, welches nach der Tradition expressis verbis auf אניי rra oder כיסנב ז:־ sich bezieht. Wenn dem aber so wäre, warum wird dem כ:;ד ganz einfach Schweigen geltoten, während für den zweiten Fall auch .גדסד hinzukommt? 2. Kaschi erklärt den Ausdruck '**:*:. und fuhrt aus Sifre Beweise an, die sich auf Umwandlung der Suffixe beziehen. Diese Beweise sind doch vielmehr geeignet, die Auffassung des Kambam zu erhärten. *

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