Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 5 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 38)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4900572-5964853-5964879--0217-4900779- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
10s Parallele in!lit* Schuhe schiebt. Will ja diese Parallele sachlich und gedanklich nichts anderes besaiten, als dass der Austritts• gedanke — im Gegensatz zu Hirschs Theorie — wohl zur Trennung der Gemeinden, nicht aber zur Zerreissung des Judent יתזוו führt. Auf das gleiche läuft aber auch die Kleinsche Aust ritt st heorie hinaus.-—- Wenn aber schliesslich Herr I)r. Klein auch von der dritten Behauptung, .als ob ״die bayerische Orthodoxie Richtlinien• geneonden Kiiseher-Briefe anssteHtni-wrolleT*—sagt, sie stelle die — Wahrheit auf den Kopf, dann brauche ich ihn nur zu bitten, all das. was ich hier bezüglich der ersten Behauptung sagte, einmal ruhig und gründlich durchzudenken un<S sich dann zu fragen: wer hier die Wahrheit auf deii Kopf stellt, er oder ich! Möge sieh doch Herr I)r. Klein erinnern, was er in der von ihm verfassten Denkschrift des orthodoxen Vereins auf S. l.'i sagt: .Hin freies Spiel der Kräfte innerhalb der jüdischen Religion können auch wir nicht anerkennen. Khen darum müssen wir von jeder Gemeinde verlangen, dass!sie als solche, als Trägerin des religiösen Gemeinschaftslebens an einem» Orte sich zum überlieferten Glauben eben durch die Sorge für rituelle Institut i <> 0 011 bekenne. 11 eine i n de 11, die dies nicht tun, können wir als israelitische Kul t.11s ge mei nd eu nicht a n e r k e 11 11 0 11־ Schon im Jahre 1!11 י, als d •r Ausschuss des orthodoxen ־Vmdmrtlber diese Denkschrift, beriet, protestierte Herr D r. R r e u e r A s c h a f f a n b u r g g e g e. n diesen Passus der Denkschrift, worin der Austnttsge lankc mit Auscliauiingen der (i׳״neindeorthodo\ie vermengt wird. Gewiss wird in der gleichen Denkschrift konstatiert, dass ein sehr beträchtlicher Teil der gesetzestreuen .lii'lenheit schon in der blossen Zugehörigkeit zu einer Reforingemein le eine Gewissensbedrüokung erblicke; und auch in seinem Artikel beruft sich Herr Dr. Klein auf diese Stelle seiuer Denkschrift. Allein mit der Konstatierung dieser Tatsache ist ja no.*h keineswegs gesagt, dass auch die bayerische Orthodoxie zu diesem .sehr b ,träclillichen Teil der geset'zestreuen .111 lenheit* gehört. Die oben zitierte Stelle auf S. 1:1 besagt ja ausdrücklich,!lass in Bayern auch Rieht- 1 1 11 i 0 n gemeinden nN ן n d i < c h 0 anerkannt werden sollen,