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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 5 (1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
5 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 37)
Language
German
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Man kann "also in Bayern auf der einen Seite den Austritt erstreiten und auf der anderen Seite Proportionalwahlen als dem Prinzip der Orthodoxie entsprechend erachten. Nun wurde aber schon in der vorigen Nummer des .Israelit* in einem Artikel ״Der Proporz“ treffend nachgewiesen, dali der Austrittsgedanke keinen grimmigeren Feind habe als Proportional wählen, deren Grundgedanke gleichbedeutend sei mit dem Prinzip der Anerkennungder Nenlogie als einer gleichberechtigten Richtung innerhalb des Judentums. Gleichwohl ist die bayerische Austrittstheorie elastisch genug, um auch von Pioporzsrhwärmern anerkannt zu werden. Man hat es eben trefflich verstanden, dem Austrittsgedanken seine Schärfe zu nehmen und ihn in eine Plattform zu verwandeln, auf welcher Freunde und Gegner des Austritts sich brüderlich die Hand reichen können, um gemeinsam die Austrittsmüglichkeit zu erstreben. l>as hindert aber nicht, in Fettdruck zu verkünden: die gesamte bayerische Orthodoxie (also auch die für Proportional w ähle n sch w ärmendei negiert die Anerkennung der Neologie und lasst sich im Kcvisionskumpfe o von diesem Gesichtspunkt leiten! Nun die zweite Behauptung, wonach .die theologische Seite* die iileicbung Orthndox-Lihcral-Scphardim-Aschkcuasim* auzuerkennen bereit wäre.־ Von dieser Behauptung saut Herr Dr. Klein, sie stelle die Wahrhe it au f den Kopf. Ich bitte nun jeden vernünftigen Leser, in dem Rechtsgutachten von Prof.. Hyroff S Ui f. nachzupriifen, ob daselbst nicht die erwähnte .Gleichung‘ .einet dem gesetzeslreuen Verein nahestehenden theologischen Seite־ (als die sich gelegentlich der Nürnberger Versammlung Herr l»r. Klein bekanntei ausdrücklich mit'wörllieber Zitierung in den Mund gelegt wird. Warum wird, wenn sich der gesetzestreue Verein zu dieser Parallele n 1 c h t ,bekennt, das Gutachten in diesem Punkte nicht öffentlich desavouier( f Was übrigens dem Verein wenig nutzen wurde. Ilenn diese Parallel•! mag geschmacklos sein, gedanklich entspricht, sie der Klcinijchen Austrittstheorie durchaus. Ilenn wer sich als Vemns|Kd1t1ker damit begnügt den Bichtlinien 11 he r a I i sni u s zu bekämpfen, ohne den Austrittsgedanken in der ganzen. Scharfe seiner gemeinde• politischen Konse<!uenzen sich hinausleben zu lassen, der hat kein Recht, aufgeregt zu sein, wenn man ihm 1ene geschmacklose

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