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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 5 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
5 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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und Frauen segnen lassen) wird Moed Kolon 16b in seiner Wirkung direkt auf einen Bihelvers Samuel II. 25.3 (־צדיק ייאיז c*pSt) zurückgeführt.Man erkennt leicht, daß dieser Gedankengang des Talmud die Grenzinarke zwischen Theorie und Praxis bezeichnet und versieht die überragende Autorität der wirklichen Zaddikim innerhalb solcher Kreise, denen dieser Gedanke F.jpan. tum des religiösen Innenlebens und verpflichtender Faktor der Weltanschauung ist. Hie sagen, der Satz .אד נד־ נז־ד וצדיק טנשרד oder in noch präziserer Form צדיק נד־ י«* דקי־ש ist in Anlehnung un das Psalmenwort יצין י־א” יעשד eine dem Judentum un- Bndteln *♦‘flmndenccAnschauung.-— . - , Geheu wir im Talmud noch einen Schritt weiter. Eines der auch von der Wissenschaft noch ui gelösten Proldeme ist der Einfluß des Willens des einen auf den anderen. I)as Wort Suggestion, das man dafür geprägt hat, gibt Lur die Tatsache zu, tut aber nichts zu ihrer Erklärung. In! talmudischen Schrifttum, immer im engsten Anschluss an die Bibel, finden wir für diese Einwirkung einige Steilen, die im Zusammenhang mit dem bereits Gesagte» Erwähnung tinden sollen. Als Erklärung des Ereignisses, welches Könige II H,‘2J-25 erzählt wird (die Zerreißung eines Teiles der Jugend, welche Elisa verspottet hatte) stellt der Talmud Sota 4<ib den Satz auf. ..... .״ ..... •K ■; *״ .;י■ ״קיAllüberall, wohin die Weisen |stralendj_ ihre Augen richten, entsteht entweder To«l oder Armut“. 1 •erselbe Gedanke findet sich als Bcweisinoinpnt in einer halnrhtschen Herstellung Nedaiiiii 7b, ferner als Erklärung der Begleitumstände, eines B11nr1111ssprucl.es Moed Koton 17b, mit eil,er Krzahluig endlich < hagiga Tb. Wir nehmen davon Abstand, aidere Erzählungen, welche un Talmud voikonniien und als Beweis für diesen Satz gelte» können, hur anzufühlen. Nur dei Gtdaike selbst *oll eiorleit werden. Er heißt also: In die Hände der W eisen ist die Macht gelegt, durch ihr• n Blick bestirninend in das Geschick andeier eil zugreilcn, insofern, als dieser Blick Ausdruck ihres W 1IUns ist. Interessant ist, daß ein IlidiaMhwuit das Verfahieii von Moses gegen den mizrischeii Zw1ng\dgt auf dieselbe Methode zurückliihrt. Auch die Erklärung

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