Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 5 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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•!inen t'iedankeii, aus dem heraus sich nicht irgend •׳in Zeitalter die Berechtigung zur Auflehnung gegen die \»n..rit=it ^״h <p hättr- Bald war es die Betonung der Individualität, das SichauslelM׳n- Wollen der eigenen Persönlichkeit, lialtl in!len Niederuntren des Lebens hülilicho Begeiferungen der Träger <ler Autorität, bald Hunger und hurst und bald-Zweifel an det göttli! lien Berufung des Führers. Aber initiier wieder war das alte Krbteil da, immer wieder fand das Auge Israels den frohen tilanz freudiger Dankbarkeit und hemut im Aufblick zu seinen Führern und immer wieder und das ist das JFj[r1.n:n׳tig•■,das wir nieht Vüiyi^w•- wollen, war sich jeder .lüde klar bewidit, daü deii Autoritäten eine wahrlich nicht leichte Aufgabe überantwortet war. Wohl in keiner Zeit war der Ansturm gegenüber, religiöser Autorität so mächtig wie in unseren 'lagen, wohl in keiner Zeit so stark das Verlangen selbst religiöser Kreise, dastiebiet der im Prinzip anerkannten Autorität möglichst eng zu umfriedigen, ha ־ komuTl nun der Sederabeud mit der eigenartigen Vorschrift, dali vor allen hingen am Sedertisch gefragt werden muli. Ks fragt das Kind die Fitem, oder wenn das frohe Kimlerläcbeln am Sedertische fehlt, so frage die tiattin, oder wenn jemand einsam auch an diesem Abend ist, so frage er sich selbst. In dieser Frage|>tlicht, welche nnkniijdt an die Krlösung,,weiche als herrlichste Frühlingsbliite den (iedankeii der Autorität zeitigte, liegt eijie gewaltige Frage an uns selbst, ob wohl die Kunst des still bescheidenen Fragens noch besteht, liegt aber auch eim• gewaltige •Mahnung an die Fühler jeglicher Zeit, ok.ilno \n<׳on wcjtaiiswhaiiond demharrenden, fragenden Volke die richtige liahneu zu jenem Ziele weisen, das in seiner Vollendung die Pforten des Allerheiligsteii ol'srlllietlt im hrnil'elldelll Akkord!' 1l!׳s Liedes der Lieder. .Lange, lauge Jahre waren seit der Frlösung aus Aegypten \erstrichi'ii. aber man hat sie ni!׳ht ungenutzt \!1'1 n 11h! n lassen, hi!• heiligst»• Führung. welche tiott in die (irduuug der M!׳n'! hen gesetzt hat. \'ater 111)11 .Mutter hatten!las Ihld dei w mul!■tbar**n Mund!• ׳täglich in!las Herz des fragenden Kindes geprägt.' ha kam jene Stunde, in der scheinbar di!• t iesrhiehte der Juden zu, ihr! in Anfang wieder zui'iickkehri!■ und jüdisch!׳ Kinder w|< < mA Abraham v«n-Nimrod־mit ihrem Leben Zeugnis für!11!■ Wahrheit ihrer I eberzeugllllg äblegten. Seitdem hallen S|!■11 |ene s| ■ ן■ ,.j..זן-