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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 5 (1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
5 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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102 <ir*־if**u wir aufs t!eratewohl einen Vers heraus.!1er so recht geojgiiet ist uns dir Verklärangsfähipkeit und die Verklärung alles Irtlisrhen im Lichte eines demütig frommen Sinnes zu zeigen. Ks heilit I, 15 Siehe schön hist 4111 meine Freundin, schön in deinen Augen, die den Tanhen gleichen, (iewill ein schlichtes Wort, in dem unjinlisches 1 Senken Fm hesten Fall idyllischen Attsk lang - ei nev freundlichen Schilferspieles erhliekt. Anders, ganz anders betrachten dieses Wert jene Männer, welche zitternd vor der Pforte des Allerheiligsten standen. Sie unterhielten sich einmal über diesen Vers und fragten einander, was soll dieser Vergleich mit dem Auge der Taube. Welche Mahnung ist in ihm geborgen, welches Loh in ihm gekündet, welche Hotlnung in ihm beschlossen'i Drauf sagte der eine: Ich meine, der Schwerpunkt ist auf das Auge zu legen und es erinnert an סנד־־־ן an die oberste Stelle des Lehren» und der Kntscheidiing; wie die Augen es sind, welche dem ganzen Körper die Pfade weisen und den Weg in die Welt ebnen, so ist Sunhedrin das Auge Israels und TsraePgelit die Wege, die ihnen Sanhedrin weist. Drauf sagte der zweite: Haid ihr schon einmal gesehen, wie die Taube willig den Hals hinstreckt, wenn sie dem Tode entgegengeht ץ Ich glaube, daran dachte König Salonion. Drauf sagte der dritte: Mit welch froher Freude mag sich wohl das Auge Noahs dankbar auf das Auge derTaube gerichtet haben, die mit sinkendem Abend das Platt des Helbuumcs. das erste Zeichen des Lebens Vom Urabe einer Welt dauernd entgegenbrachte■׳ Ich glaube die Krinneriiug dieser Stunde spiegelt sich wieder inj Hilde des Liedes der Lieder. Alle W orte unserer Weisen müssen Kw igkeitswert besitzen, obwohl auch die so anspruchslose I nierhaltung uns etwas zu sagen hat '1 Lin 1 iedauke zieht sich bald mit machtvoller Mut Faltung, bald getrabt und verdunkelt durch die (iesehiehte des jüdischen Volkes \on der stunde an. in welcher ein ganzes Volk daran glauben gehrnt hatte, dali Moses der Diener tiottes war: wir neunen diesen tiedaukeii ■ I •11 ׳ A 11t orit at 'gedankfii. nicht die erzwungene Knechtschaft f. igi-r Sklaven, sondern die selbstgewählt•• I ntefordnnng freier Menschen, welche im brausenden Jubel •!•■ן• Ktlo'Uiig •las Lied sangen, .welches Moses ihnen anstimmte. .Tfilitt.iiisJiide sind seitdem hingegangen. Ks gibt kaum

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