Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 4 (1914) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
4 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 35)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/4900572-5964853-5964877--0177-4900740
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

I - 159 - Gottvertrauen besitzen, um für die Erfüllung heiliger Pflichten diese Schwierigkeiten mit in den Kauf ׳zu nehmen, wer darf es ihnen wehren? Wir sind fest überzeugt, läßt sich eine Srhulform linden, welche Thorakenner und religiös unangetastete Juden groPzieht, die Orthodoxie in Palästina würde das sicher begrüßen Aber wir sollten uns hüten, für unser Geld ein Opfer an ('her- Zeugung zu verlangen. Ks hat schon Zeiten gegeben, in denen man den Zugang zinlen Quellen allgemeiner Bildung von dem Vorhandensein eines ausreichenden Maßes von Thorawissen ab* hängig machte. Das war iiu ״finsteren“ Mittelalter. Allein es hat sieh gezeigt, daß trotzdem die ■Tudenhcit hinter ihrer Zeit nicht zurückstand. Der Sprachenstreit hat gezeigt, daß dies•‘ Anschauung noch heute in Palästina ihre Vertretung findet. Dieselbe hat einen un• endlich schweren Standpunkt. Denn wenn schon wir in Westeuropa oft geneigt sind, von jeder Seite das Beste zu nehmen, und oft mit innerlich fremden Kreisen k00|H׳rieren, welche Größe gehört erst dort dazu, niemals den klaren Blick zu verlieren. Wahrlich das wäre so recht eine Zeit, das alte Gebet zu verstehen: רש* סעדך! י r׳־:v •דקדרק Literarisches. Mezlz*. I•( »io religiös geboten!1 Wirkt sie heilend oder schädlich!1 Von l)r Kmanucl Kusenbaum in Pari». Verlag Sänger ft Friedberg, Frankfurt n. M , )<*18. Frei» Mk. 1 »>. Eine wertvolle Schrift, die besonders denjenigen Mubelitn zur l/ektare and — Beherzigung empfohlen ■ei, die nus l'ukenntni» in der Mrtiza etwa• Nebensächliche« sehen und daher leicht geneigt sind, aie lai zu behandeln, wenn nicht gnr vollend! heiaeile zu schieben. Uer al« Arzt und Ttltnndkeaner gleich ausgezeichnete Verfasser gelangte zn folgenden Iteeultaien: I. ״Fine sogenannte anonyme Lehre mrc crc deren Tradition bia aaf da* Zeitalter uaaerea grossen Lehrer« Mose» zurfickzulObren ist, befiehlt unmittelbar nach der Keachneidnng die Meiiza 1a machen Diese Lehre ist eine festgesetzte Anordnung .י־נד םקו•»־ an der zu rütteln absolut *erboten, wenn Qberhnapt die Ueberiieferungklehre קברה nicht geleugnet wird. II. Die Mcziz» ist, eben dieser Miscbnn uach, obligatorisch Sie ist auch ■eit Jahrtaueenden von der gesamten JuJenheit al» Pflicht anerkannt und geübt worden. Derjenige ßeachaeider, der gewagt hätte, dieselbe zu vernachlässigen, selbst ia der vollen aufrichtigen Meinung, da»■ sie überflüssig sei, wäre von der jOdiscben Autorität al» beschneidet auagestoaaen. III. 11 Papa ist der Meinung, dass man dem Kinde mit der Meziaa nach der Heactai-idnng eine frische Wunde hiazulugl, was am Sabbat za tna biblisch verboten wäre, wenn nicht der grosse Vorteil, hierdurch die dem Kinde drohende Lebensgefahr nbzalenken, den Nachteil der OeselsesObcrlrelaag und der neuen Verletzung ttherwiege. IV. Nach den Ergebnisses der aeueitea mediziDwiaseaachaftlichen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.