Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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160 Eorschungen i»t K. I’apa’s Behauptung eine merkwürdige Wahrheit. Infolge de• negatiTeo 1 iruc.kcsi^rarerchjrm, entstanden durch du Saugen, werden lautende too Haargefässen zerrinen, weshalb ein inteativerer Blntfluas ah• der Wände •tattflodet. , V Schon vor Jahrtausenden watete man, dass jede Wunde, ob klein oder groae, ohne irgendwelehe KalzOodang oder Kiternng in verhältnismässig lmr«ef '/.eii auf natürlichem Weite heilen mm. wenn nicht äussarc KinflUne sie Terhindern, oder gar noch ausser den genannten Störungen Terschieden andere gefährliche Krankheiten, seihst mit letalem Aasgange verursachen sollten. 1■ neuester /eit haben gründliche Wundstudien dies nicht nur bestätigt, soudern auch feetgentellt, dass diese schädlichen Kiuflassc nichts anderes sind, als Produkte verschiedener Mikroorganismen, welche Oberall in der die Wunde na-' gehenden Luft vorhanden siud, woraus sie auf die Wundfläch» gelangen, oder —durch *r-gtn■ täs'lf, weht■» ™■t ■11t Wunde in Berührung kommen, in deren Bänder eingetragen werden, wo sie einen günstigen Nährboden־'zur weiteren Entwicklung finden. Diese Produkte wirken dann im Körper als trifte. VI. ־ Hat jemand im gesunden Gewebe eine Wunde za machen, was bei Operationen und speziell hei der Beschneiiung der Fall ist, und will er, dass die Wunde gut und schnell, ohne irgendwelche Störung heile, was natürlich fast immer der Fall ist, so muss er, da die sogenannte antiseptische Methode hei Erwachsenen meistenteils nachteilig ist, hei Kindern im zarten Alter immer rrbldlirh wirkt, die •septische Methode anwenden, d. h. er muss trachten, dass die Wunde nirht vergiftet werde (■ ohne, sepsis Fäulnis). Mit anderen Worten, dass die in der umgebenden Luft befindlichen und an d«־n Gegenständen, Inslrumenten anhaftenden giftig wirkenden Mikroorganismen nicht aut die Wunde kämen. VII. Um diese■ za erreichte, muss man speziell bei der Beachneilnng die peinlichste Keinlichkeit beachten Das Kind vor der Operation baden, oder wenigstens die .Stelle und Umgehung der Bescbneidang mit wenigstens 20 Minnten lang gekochtem hcissein Wasser und Beitu waschen Ebenso muss sich der ttperatcur Hände und Nagel gründlich reinigen Dasselbe gilt auch für Geräte und Instrunienle. Verbandstoffe immer sterilisiert anwenden. VIII Indem ■her die atmosphärische Luft Milliarden nnd Milliarden von den giftproduzierendcn Mikroorganismen enthält, diese vollständig zu vernichten aber en.e Bache der absoluten Uuoiöglicbkeit ist, so wird immer und immer zu befurchten sein, dass von denselben schon während der tlperation in die Wunde gedruugen »md־üm! wird man sie am besten und schnellsten mit der Meziza eliminieren, indem das intensiv auslsufciide Blnt sie von innen nach aussen auswasrhtr־—-*- l.\. Eine etwa dem Kinde heriditär anhaftende Krankheit kann der Möbel mit dem Auasaugen indem er noch vor!er etwas Kotweiu in deu Mund nimmt — nicht aberncbiurn, weil die gesunde Mund- und Darmschleimhaut tierische Gifte nicht absorbiert. \. Der Iteschueider kann auch dem Kinde mit dem Aassaugen keine Krankheit nbertrageu, da durch die Mcziaa etwa alle iu die Wunde gekommenen Fremdstoffe von innen nach aussen gehen, so können solche zur gleichen Zeit unmöglich auch von aussen nach innen emdringen Ich bezeug(; hiermit feierlichst, dass mir in den letzten tausend Fällen von Hescbneiduogcn mit Ausnahme von vielleicht zehn Mal eine kleine An• Schwellung der Wunde — niemals eine irgendwelche Störung in der Heilung vorgekutnuirii ist, obzwar ich darunter mehrere Kinder von über einem Jahre alt hatte. Diese Anschwellung aber scbiieb ich immer der vielleicht za festen Einschnürung der Wunde zu, da cs absolut unmöglich ist, den Verband genau so anzupassen, dass er weder zu lose noch zu fest sei. lehrigen* ist diese Au- Schwellung imimr nach ciuigcu Stunden nach Abnahme des Verbandes znruckgegangen“ י ( Srltluss des redaktionellen Teiles um IG. März UM 1.