Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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148 0 Bekenntnismissige!;enginiDg der memöantiifhofi Erlösung, ■nwmder Auferstehung der Toten. ebenda, 3, 6. g) Bekenntni8m ässige Leagnnng and Uebertretnng dee Sabbat• gebotet. Maimonides, Hilcboth Schabboa SO, 15. Die excomunicatio bezieht sich insbesondere aaf die schon früher genannten Gemeinschaftsrechte, za deren siebtem (Anspruch aaf jüdisch-konfessionellen Friedhof) Dr. Kohn dort bei seiner Quellenangabe (Joreh Dea 345 and 362,4, 5) binxufügt: ,jedoch nur nach genauer Uotersuchungder individuellen Lagerung de» Falles*. EmpTeBUT Ew. Ehrwürden zudem noch die Lektüre dessen, was Dr. Kohn in seinen Artikeln die er 1911 im 2. Jahrgang des Jüd. Blattes über ,Die Frage der Einäscherung* punkto Friedhof bemerkt. Sie werden dort ersehen, dass Sie mit Ihren ,Chiduschim* zu diesem Gemeinschaftsrechte Dr. Kohn nichts Neues zu bieten haben und werden sich dann ▼ielleicbt ernstlich fragen, warum die bayrischen Rabbiner dieses* Recht so formuliert haben. S. Ist die Iieugnung grundlegender Lehren bei einem Teile urserer heutigen Juden gegeben P Darauf haben vor nicht gar zu langer Zeit etwa 120 Rabbiner Deutschlands geantwortet: ,Die Richtlinien stehen in einem unüberbrückbaren Gegensatz zum Lebrinbalte der jüdischen Religion.* Der orthodoxe Rabbiner• verband hat sogar ausdrücklich binzugefügt: ,Ein Zusammen• wirken des überlieferten und des liberalen Judentums in religiösen Dingen ist nicht denkbar, weil die Behauptung einer ,religiösen Einheit* den Tatsachen nicht entspricht.* Gewiss, Ew. Ehrwürden Namen habe ich unter den dort aufgezählten (8. Israelit 28. Nov. 1912) nicht gefunden, und ich will Ihnen gerne gestehen, es liegt ״Methodologie* in Ihrem Schweigen und in Ihrem Reden. Doch kein Schweigen und kein Witzeln wird diesen Sprach ungeschehen machen, oder die Frage, die I)r. Kohn mit seinem Artikel gestellt hat. Was nun? übertäuben können. Oder.wäre mit den Erklärungen gegen die Richtlinien die ganze Aktion erschöpft und sollte nun, als wäre nichts geschehen, weitergewurstell werden? Ich erinnere mich mit fröhlichem I.achen an den Ausspruch eines der Führer der Neologen: ,Schreiben mögt Ihr gegen uns so viel Ihr wollt. Warum sollten wir Euch dieses Divertissement nicht gönnen?