Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/4900572-5964853-5964877--0164-4900727- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
146 der Tbora •in Prinzip darstellt. Nach welchen Gesichtspunkte» will man da einig• derselben besonder» her vot heben f- Freilich brachte mir der :ו der Gemeinde Ungvar aus den Worten eines alten Gebetes von *־־ב *ביום — zitiert im .rSr — den Beweis, dass die von Maimonides angegebene Zahl ,dreizehn* auf einer weitzurttckreicbenden Ueberlieferung beruhe. Indessen kann ich keineswegs glauben, dass die ״künftige Erlösung“ mit zu den Grundlagen gehöre, deren Entfernung den Sturz ded ganzen Baues nach sieb ziehen mflsste חיו. Denn wenn unsere S&nden — Gott behüte — unsere ewige Verbannung berbeif&hren wtrdea, —wie dies ja nach den Worten R. Akibas bei den zehn Stimmen der Fall ist, so hätten wir doch gewiss nicht das Hecht, das Gottesjoch von uns abzuschütteln oder auch nur einen I-Punkt an den Worten unserer Weisen zu ändern; denn nicht, um Land zu erben, dienen wir Gott. Demgemäss ist die ״künftige Erlösung“ kein Grundstein, auf dem man einen Bau errichten könnte. Aber nachdem einmal der Glaube an die Wahrheit der Thora und die Propheten ein solcher Grundstein ist, und in jenen Schriften unsere einstige Wiederherstellung verheissen wird, (בם׳ נצנים ובם האזינו דיש י־דבין והייני. םזדי ברבי־• נביאים:) daruift ist derjenige, der diese Geuloh verneint, *בעיק T:. Den Spruch Kaw Htllel's, der in Sanhedrin!19 a sagt, dass für Israel kein Messias komme, erklärt schon Kaschi mit Hecht dahin, dass der Herr seihst Israel erlösen werde — nicht durch seinen Boten Und diese Erklärung ist zwingend. Denn wäre dem nicht so, so hätte ״ב יונף nicht den Satz von dem demütig auf einein Esel'erscheinenden Messias einwenden dürfen, da sich jener Ausspruch auf Nehemias deuten lässt (vgl. ־*r ררבין סוף ם־ וי־שי־ים, sondern er hätte als Gegenbeweis die Worte Sacharjah'8 anführen können: ״ln jener Erlösungsstunde werdeu sich lebendige Wasser von Jerusalem aus ergiessen“ (vgl. אביע סוף זב־יה“). Zweifellos glaubte also auch Kaw Ilillel an eine Geuloh, wenn auch nicht nn einen königlichen Messias. Trotzdem entschied die llalachah gegen ihn. Und wenn heute jemand behauptet, dass wir keinen Messias zu erwarten hätten und er bringt als Stütze die Meinung von Kaw Hillel, so leugnet er damit die Wahrheit der Thora., Hat doch diese geboten, nach der Mehrzahl zu entscheiden, und diese hat Haw Hillel abgelehnt. 80 hatte