Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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144 1 «otziehen kann. Auch mit der Taufe scheidet nach dem Begriff de« Judentums der Oetaufte nicht aus der Judenheit. xenr אע־ס הוא Smr־ ist unbestrittener Grundsatz des jüdischen Religion■• Gesetzes: ״er hat gesündigt, aber er bleibt dennoch Jude“ und selbst die getauften Kinder einer getauften ’ Mutter bleiben nach jüdischem Grundsätze Juden.1) Hin anderes ist es jedoch mit der jüdischen Gemeinde, mit קהל ישראל. Dem Judentum, der Judenbeit geboren alle an, die durch Geburt (oder bei Proselyten durch freie t'bernahine) die Bestimmung und Verpflichtung haben, das göttliche Keligionsgasetz zu erfüllen. Die jüdische Gemeinde jedoch bilden nur alle die, die sich zu dieser Bestimmung und Verpflicbtung bekennen; denn die jüdische Gemeinde ist der Kreis von Juden, die sich zu dieser Bestimmung und Verpflichtung bekennen, in Vereinigung ihrer geistigen und materiellen Mittel die Erfüllung der göttlichen Gesetze in ihrer Mitte zu verwirklichen. Freilich hat jeder Jude die Verpflichtung, der jüdischen Gemeinde anzugehören; allein wenn er die Grundsätze verleugnet, deren Bekenntnis die Grundbedingung des jüdischen Gemeinwesens bilden, so tritt er mit solcher I^ugnung von selbst aus dem Verbände dieses Gemeinwesens. Kr hat sich seihst ausgeschlossen“. Wüßte ich nicht, daß den llerreu um Dr. Kolm zur Stunde, da sie ihre Darstellung abfaßlen, diese Stelle unbekannt war, wüßte ich nicht, wie sicher. Kohn freute — als ich ihn dieser Tage darauf aufmerksam machte — mit Hirsch in dieser Frage einig zu gehen, 80 hätte ich gesagt, die Herren haben sich bei ihrer Erklirung Hirsch zum Muster genommen. — _Wodurch wird nun ׳die Glaubensgemeinschaft aufgehoben?- Durch Leugnung eines der 13 von Maimonides aufgestellten Glaubensartikel, lassen Sie Dr. Kohn behaupten. Aus welcher Stelle des Artikels Sie diese Angabe schöpfen, weiß ich nicht. סשב־א werden Sie sagen; denn wer einen Schriftsteller oder einen 1l Diese Worte Hirsch'■ dürften Sie vielleicht auch veranlassen, Ihre Ausführungen über das ־״' י-יייr• m-r t';« einer nochmaligen Revision zu unterziehen Sollten Ew Chrwürden aber auch dann noch bei Ihrer Meinung bleiben, oder sollten Sie aus irgend welchen Gründen an einer methodetogiichen Behandlung dieser Frage verhindert sein, so bin ich gern bereit nachzuweisen, inwiefern R. Hirsch und Dr. Kohn im Recht und Sie im Unrecht sind.