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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 4 (1914) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
4 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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143 wertvolles-Zugestindnis von Ihrer Seite, wenn nur Ihr ■weiter Artikel Dicht wäre. Dort stellen sie aber Dr. Kohn einige Fragen, die Sie auch dem ,rechten Mann“ stellen müßten. ,Wer soll", so wollen Sie dort wissen, ״Aber die Hechtgläubigkeit entscheidenP Die Bekenntnisscbriften? Also der Talmud? Ohne Frage ist der ‘־'Talmud maßgebend. Aber die Weisen des Talmud haben euch (Ihnen wäre damit kein Befallen geschehen?) nicht den Gefallen getan, ihrem Werk die Form einer systematischen Tabelle su geben, aus der jeder, der lesen kann, Dogma und Din ohne weiteres ablesen kann! Also das kodifizierte Heligionsgesetz z. B. Maimonides?“ An den hält sich nach Ihnen kein Kabhiner, der für seine Tätigkeit Gehalt nimmt, gebunden. Aber der Schulchan Aruch? Ew. Ehrwürden lehnen auch den ab und dekretieren, daß ״das rechtgläubige Dogma und seine Konsequenzen ohne eine kompotente Instanz nicht eruierbar sei“. An diese Instanz aber richten Sie die Frage, ob sie selber rechtgläubig sei. Sie setzen damit diese in die Lage Münchhausens, der sich an seinem eigenen Schopfe aus dem Sumpfe ziehen sollte. Was rechtgläubig ist, kann nur durch eine recht gläubige Instanz entschieden werden. Ob diese Instanz selbst rechtgläubig ist, kann man nur entscheiden, wenn man weiß, was rechtgläubig ist. ]•וחי- דך. Was meinen Ew. Ehrwürden, daß der ״rechte Mann" Ihnen erwidern würde? Er würde als guter Jehudi mit einer Frage antworten, mit einer nachdenklichen Frage: ,,Sollte es — sollte es vielleicht doch nur eine — ßierrede gewesen sein?“ סיף יב־ vielleicht einigen wir uns doch dahin, daß wir uns an den Schluß Ihres Artikels halten? Sie dürfen das ״ja“ mit gutem Gewissen aussprecben. Denn es ist nicht an dem, daß Dr. Kohn und seine Kollegen einen von den אחיוניס uicht anerkannten יביס:* aus der Vergessenheit horvor* geholt, um damit ihre schwarze Gesinnung zu drapieren. Um nur einen Großen aus der jüngsten Vergangenheit, Ihren eigenen (50• währsmann zu zitieren, bitte ich Sie die Gesammelten Schriften S. K. llirscbs, Ud. V, S. 304 nachzuschlagen. Dort werden Sie zu Ihrem Erstaunen folgende Worte lesen: ״Das Judentum ist für dessen Angehörige keine erst durch freien Willensakt zu übernehmende oder zu übertragende Modifikation, sie ist vielmehr eine mit der Geburt vom Scb&pfer erteilte Bestimmung und Verptlichtuug, der man sich auch durch kein späteres Tun oder Hassen . irgendwie

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