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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 4 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
4 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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138 Im Aruch steht nicht, wie bei R. Chananel, .לא ינלד, sondern .לא ו/נלד. r Vielleicht dürfte auf Grund dieser Wortnuance im Aruch folgende Auffassung der Wahrheit nicht ganz ferne stehen. Sämtliche Kommentatoren der Misclinali haben die Erklärung der Gemara rezipiert. Der Unterschied besteht blos in folgendem: Während Kaschi sich darauf beschränkt, die irrige Textinterpretation darzulegen, von welcher der סכנה כעריות ausgeht, um irrige Textk-oFFek turen vorzunehmen, beschränken sich die anderen Kommentatoren dnrauf, uns das letztere zu verraten und überlassen es uns, daraus das erstere zu entnehmen. Kaschi hat es nur mit der irrigen Text i n ter pre ta ti0n des סכנה נע־יות zu tun: •בנסיא סש־ש שדו* ש ם־שת ע״ית בניגו• רבי; und wenn Kaschi am Schluli Beispiele anfuhrt, in welchen Lesarten im Uibeltext geändert werden, so kann damit Kaschi sehr wohl die Möglichkeit angedeutet haben, dati ein מכנה בע־־יות, der sich herausni turnt, den Bibeltext willkürlich zu interpretieren, auch vor dem weiteren Schritte nicht zurückschrecken wird, den Bibeltext willkürlich zu korrigieren. Warum Kaschi es für überflüssig hält, die falschen Textkorrekturen namhaft zu machen, die sich aus der falschen Textinterpretation ergeben können, erklärt sich aus dem Umstande, daü Kaschis Erklärung lediglich die Auffassung der Gemara wiedergibt, die es ebenfalls nur mit der falschen Text i n t e r p r e t a t i 0 n des סכנה בעייות zu tun hat. - - - Anders verfahren die anderen Kommentatoren: Aruch, Kambam usw. Sie setzen Kaschis Worte, die in dem Ausspruch des rev נ* in der Gemara implizite gegeben sind, voraus, und beschränken sich darauf, die willkürlichen Korrekturen zu entwickeln, die sich aus jener falschen Textinterpretation ergeben können ~ Worin besteht diese willkürliche Interpretation? Der דנגה בע-ית meint, die Thora rede nicht von den Geschlechtsbczichungen des Kindes zu den Eltern, sondern sie verbiete dem Kinde,1 die Schande von Vater und Mutter der ()Öffentlichkeit preiszugeben. W urde er den Sinn des Textes so nehmen, wie er wirklich ist, dann käme er wohl niemals auf den Kiufall, im Texte irgendwelche Korrekturen vorzunehmen, weil er sich

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