Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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184 Kritische Streifzüge. 11. ״In der . . . Mischna Megilla 25a heißt es . .: תפכגה בע-ות ״ .פשזתקין אותיWer in dem Abschnitt über die Anyoth, d. h. die geschlechtlichen Vergehen, eine Veränderung des Wortlautes vor• nimmt, den heißt man schweigen“. Nach Raschi ist damit ge• meint, wenn jemand die Worte ע־יות אפך, עמת אביך uneigentlich oder bildlich erklärt: ״Du sollst die Schande deines Vaters, deiner Mutter nicht enthüllen und der Öffentlichkeit preisgeben!“ Er fälscht dadurch den Sinn des Thorawortes, das sieb auf den ge• schlechtlichen Umgang bezieht. Für Kaschis Erklärung spricht klar und deutlich die dortige Talmudstelle: תנא רב יוסף קלון אביו ״ :קלון אפוRab Josef lehrte: (er sagt) Schande seines Vaters, Schaude seiner Mutter“. Obgleich uun diese Stelle keine andere Erklärung zuläßt, so sehen wir dennoch, daß Maimuni in seinem Mis^hiiakommentar einen anderen Weg geht. Erjuigt, die Mischna spricht von dem Thoravorleser, der, statt אביך und אפך, das pronominalsuffix der dritten Person gebraucht und אביו und אפו sagt. Dem soll man Schweigen gebieten, denn er fälscht den Text der Thora . . . Maimuni hat diese Erklärung von seinen I«ehrern, denn auch R. t’hananel . . . erklärt es ebenfalls so. Von diesem hat sie auch Aruch s. v. j: entnommen . . . Dennoch aber bleibt es auffallend, wieso Maimuni und R. Chananel diese Mischna, ohne auf die נפיא Rücksicht zu nehmeu, erklären können. Or Wortlaut der Gemara kann doch nicht anders, als im Sinne von Haschi verstanden werden. . . .“ (a. a. (). S. 204 ff.) Dem Versuche des Verfassers, die Erklärung des Kambam mit einer anderen Ix*sart in der Gemara zu (*«»gründen, erlauben wir uns einen anderen Versuch anzufügen, den wir nur als Versuch vorzulragen wagen, mit allem Vorbehalt, mit dem eine Hy• jmthesc aufzustellen ist. Wir halten es nicht für ausgeschlossen, daß in einer off«‘nbar bisher nicht beachteten Wortnuance im Aruch der Schlüssel zum Verständnis der vom Verfusser mit R«*cht als sehr auffallend bezeichneten Schwierigkeit liegtm dürfte. Die betreffende Stelle im Aruch lautet: ואפו *•;k ז״ת?'ce דיקי־א *e ד-פכר בע־־יות פ־אתקין איתי לא תנלי. . . .