Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Isaiah 1× ep/1005097
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135 Levitikus aufmerksam*). ,Da nämlich die Opfer die Befestigung des Gottesglaubens bezwecken“, so beißt cs dort, und dieser Zweck durch ändere Gebote besser erreicht werden kann, so war wohl für die alle Weit, die an Opfer gewöhnt war, ein solcher Kultus notwendig; er!büßte aber, nachdem er 80 ▼iele Jahrhunderte sistiert war, für imitier abgeschaffc bleiben und durch andere Institutionen ersetzt werden. Dies spräche gegen Schrift und Tradition. Die Propheten haben wiederholt die Widerberatelluog des Opferkultus prophezeit. Jesaja (56,7) sprach: Sk והביאותים הי קדש* ושפחתי ם נבית תפלתי עולוהיהש וזבחיהש לחנון על טזבחי. Jecbeskel schildert mit lebhaften Farben das Bild des zukünftigen Heiligtums und des zukünftigen Opferkultus. Unsere Weisen haben die Einrichtung getroffen, in allen Gebeten die Widerherstellung des Opferkultus zu erwähnen: והשב אה העבודה לדב- ביתך. והביאנו לציון דיך ביני" ושם נעשה לפניך את קיבגית חובותינו• Es wird demnach wohl trotz Herrn Dr. Jampel hei dem Urteil Ramban’s über jene Opfertheorie bleiben müssen: והגד הש דבי• יבא• ורפאו שבי נדול ’קושיא יבד על נקלה •עשו שלחן ד׳ מגואל שאיננו דק להוציא סלבן של ישעים יטפשי עולש והכתוב אופי בי הס לחם אשה לייח ניחוח*). Komisch beginnt aber Ihre Beurteilung des Opfers in dem Augenblick zu werden, wo Sie das Gebet gegen das Opfer aus• spielen, wo Sie behaupten, daß bei den heutigen Juden das Opfer nicht mehr einem ,Seelonbed&rfnis* entspräche, ,welches beim Gebet z. B. in so unendlich weitem Maße, so ungescbwächt wie bei den Alten, vorhanden ist*. Herr Dr., haben Sie wirklich, so wenig Auge für die Weit, die Sie umgibtP Wie, der Drang, ,unsere heiligen Kräfte mit Gottes Urkraft zu vereinigen“, würde heute noch in demselben Maße wie früher empfunden?• Ei, dann erklären Sie mir, bitte, die leeren Synagogen, insbesondere die leeren Orgelsynagogen mit ihren deutschen Gebeten. Wie, es wäre nicht an dem, daß in unserer Zeit in erschreckendem Maße die Sehnsucht nach dem Gebete abnimmt? Wollte Gott, Sie wären mit dieser Ihrer Behauptung ebensosehr im Hecht, wie Sie mit den meisten Behauptungen Ihres Buches im Unrecht sind Gesetzt aber auch, es wäre damit so bestellt, wie es iu Wahrheit nicht ist, wollen Sie denn alle Gesetze auf ,Seelenbedttrfnis* ’) Hoffmann, Levitikus S- 85. *) III 1,9 Rainban