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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 4 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
4 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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prinzipiellen Frage de« Ausmaßes der c*s:n אסונת, d. b. der in der Anschauung der alten Weisen gegebenen Bindung unserer Anschauung. Wohlverstanden, auch die folgenden Ausführungen sollen veder eine systemstische Darstellung, noch eine Kritik der Kabbalah geben; wir beabsichtigen vielmehr lediglich darzustellen, wie die religiösen Autoritäten im Laufe des Jahrhunderts darüber gedacht und gesprochen haben. Erblickt man nnn in רינת ח:ד*ס»» Maßstab für die Kontinuität der Tradition, so ergibt sich für einen Teil der Orthodoxie eine Kirhtlinie für die Stellungnahme zur Kabbalah. Wenn unsere Vorarbeit gelingen würde, so müßte jeder wenigstens darüber Klarheit gewonnen haben, wie weit seine Anschauung von der älterer Oeneratiouen abweicht. Es ist Sache des Einzelnem, ob er das םלקר: אתבוגן außer Kraft setzen will. K. heißt wörtlich Tradition, doch erschöpft dieses Wort nicht den Inhalt der unter K. verstandenen Wissenschaft, sondern hezeichnet den Weg derselben als eine l'cberlieferung von Mund zu Mund, beansprucht für diese Wissenschaft älteste göttliche Pro• venienz und erkennt ihr dieselbe Kraft zu wie jeder durch Kenntim: selbst geborene Wissenschaft erscheint K. als eine Erklärung zur Bibel und zwar als eine esoterische, d h. als eine solche, welche für ,das Verstände* unmittelbare Belehrung durch einen Weisen vorauasetzt. (Daher rührt es, dali sämtliche literarischen Nieder• schlüge der' K. ah fast unlösbarem Dunkel leiden, der sekundären Erklärung weitesten Spielraum lassen und zu Mißdeutungen Anlaß boten.) K. gehört in das Oebiet der Wissenschaft vom Lebersinnlichen, von dem, was sich mit unseren Sinnen nicht wahruehmen, an den aus den Sinneswahrnehmungen genommenen Erfahrungen nicht messen läßt. Nach einem Worte Philo’s kann man sie auch als die müudliehe Tradition des Monotheismus!*‘zeichnen, eine Deßuition, welche dem hebräischen Worte K. adäquat ist. Auch wobl als Mystizismus schlechthin ist die K. angesprochen worden, und zwar mit demjenigen verständnisvollen Achselzucken, welche der rationalistischen Periode eigen ist; darüber wird noch zu reden sein, ebenso von dem Versuch K. als Theoaophie zu charak־ terisieren. Diese Auseinandersetzungen gehören in eine systema• tiache Darstellung der \\

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