Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 4 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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untir Mitwirfcssg von Rabl hirauaiigabt n untir Mitwirfcaeg von Rabbinar Or. Salaman Bn hirauagigaban uaa Rabbinar Or. P. Jüdische Mone דרש טיב לעכו ex® Haft 4. 9 Jahrgang I. Das Verhältnis der Orthodoxie zur Kabbalah. Zu denjeuiiren Gebieten, auf welchen die Orthodoxie dea XIX. Jahrhunderts eine g'Undliche Abkehr von der Anschauung ihrer Ahnen vollzogen hat oder vielmehr vollziehen zu mltssen glaubte, gehört du8 Verhältnis zur Kabbalah. Es wurde bestritten, daß dieselbe ein integrierender Teil der Anschauung des Judentums ״ist. ‘Man trat meistens dabei in eine Diskussion der Materie selbst gar nicht ein, sondern begnügte sich sehr oft mit der Behauptung, daß der ganze in der Kabbalah niedergelegte _ •^pedankenkomplex eiu dem Judentum vou auswärts aufgepfropfter -Zweig ist. Je mehr man sich bemühte, dem Rationalismus im Bereich des Religiösen Kaum zu geben, je mehr man versuchte, noch *lind trotz Kant die Logik als das einzige Kriterium desselben anzunehmen, desto unheimlicher wurden die in den für die religiöse Praxis maßgebenden Normen enthaltenen Spuren der Kabbalah, und die literarische Kritik, welche an einem (Juellenbuche dieser Anschauung, an dem Sohar, einsetzte, gab Anlaß zu wilden Orgien, in denen auch sonst wohlgebildete Kreise der Orthodoxie mit einem gewissen Applomb von endlich erreichter souveräner Bildungs• böhe graziös sich zu bewegen versuchten. Ein christlicher Mystiker des Mittelalters hätte dies eine entgottete Welt genannt. Nun haben die Kämpfe des jüngsten Jahrzehnts ernste Menschen gezwungen, die Berechtigung dieses Verfahrens zu untersuchen. Für u^iuist« auch diese Krage nur ein Ausschnitt aus der großen