Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 3 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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113 dal> (1er Käufer deshalb nicht sofort bezahlt, weil es an dem betreffenden Orte üblich ist, erst nach Eintreffen der iletzger• rcehuuug zu bezahlen. Allein der Verdacht, von dem Chiilin 44b die Hede ist. der Verdacht, für einen best ec hlidieu c :r gehalten zu werden, der לקולא entscheidet, um dafür vom Metzger mit!,reisermäliigung belohnt zu werden: warum sollte dieser Verdacht באתיא דמבע־ Wegfällen ץ Dieser Verdacht fällt ja nur daun fort, wenn die im Laden la-hndlichen Mitkäufer mit eigenen Anteil wahrn, daü der c:n für sein Fleisch densellieu l'reis bezahlt w ie jeder andere, l'm d ie sein Verdacht vorzubeugen, mul! das •leid überall, einerlei ob •א־.־א ד״״בע: oder תב?ד bezahlt werdeu.~ I lattr fcmnnmiliernoeh das folgende überaus wichtige und wesentliche .Moment, welches die Auflassung K asc h i s auch dann rechtfertigen wurde, auch wenn der Ausspruch von נ* nicht die im drnutfolgemlen Satze des א:״ liegende Kuischränkung erführe. Worum handelt es sich denn in . dieser Talmudstellc •׳ Herr Dr. Khrentreu hat es zu Heginn seines Aufsatzes sehr riehtic dargelcgt: ,,.10111a Htia erijrtcrt der Talmud, was alles unter ״,,.Sn zrn zu begreifen sei. Ks kommt auf diKj’eisonlichkcit an, heitil es dort. Kin in den Augefi seiner Zeitgenossen hochstehender und verehrter Mann kann sich durch das geringfügigste Vergehen dieser schweren Sunde schuldig machen. Solche Männer müssen mit besonderer (iew issenhaftigkeit über ihre Schritte wachen, .um nicht Anstoli zu errege!!. So sagte Hab von sich: ן א;א*::". Ks ist also von der besonderen• <iewissenhaftigkeit die Hed^, die von Iiochstohendcu'-Mäiuicrn an den Tug zu legen ist, um דלדל ה*טש zu vermeiden. W as bei gxubzMt-MiHtncrn zu z¥" ז7ל'ל~ fuhren kann, das tuilij deshalb noch nicht, wenn es von gewöhn• liehen Menschen geübt wird, er." ליל." erzeugen. (iewohnliche Mehschen brauchen sich vor sublimeren Möglichkeiten des הלול ה**ש weniger in Acht zu nehmen, als grobe, und zwar aus dem einfachen (!runde, weil die otletitliche Meinung über das Verhalten grober Männer viel strenger zu (ierichte sitzt als über das Verhalten gewöhnlicher Mensclteii und ־weil, je lunigcr die Persönlichkeit grober Menschen mit der Idee, die sie \erkor|aru, verwachsen ist, desto unfehlbarer jeder schwarze Fleck, der auf dem 1 harakterbilde ihrer Persönlichkeit auftaucht, seinen Schatten auch auf die Sache, die sie vertreten, wirft. 1