Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 3 (1914) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
3 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
90% known words query
IRI
…/4900572-5964853-5964876--0116-4900680
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1*ictr* בד’). Biese llaiiptmomente, die selbstverständlich auch alle Forderungen des böbcren Hechts involvieren, «eiten nach der lüdiüchen Ueberlieferung als göttliche Gebote*, die den eileuchtetsteu Geistern der Urzeit offenbart wurden und die das biblische Gesetz später mit teilweise״ Modifikationen übernonimen hat. Wie beweitet tun l»r. Ja111|1el, der Verteidiger der Tradition, diese seine eigenen Data!׳ Nun, er behauptet, dall die oben־ erwähnten ״altheidiiiscben Bräuche*, unter denen er die Hesrlmeidüng, die Unterscheidung zwischen reinen und unreinen Tieren anfzählt, am Judentuui -*«--keiner—Heit auf ein•4 Uroffenbarung zurückgeführl worden sind. Und von den bei ihm in Anfuhruugs- Zeichen gesetzten ״noachidisclien Geboten* meint er, dall die ״Grotten und Weisen der Vorzeit vermittelst des durch ihre Vornun ft sich, offenbarten göttlichen Geistes soziale Bestimmungen zu treffen verstanden, die von der biblischem Gesetzgebung anerkannt worden sind* oder mit anderen Worten, daß ״in der unverdorbenen Urzeit der göttliche Funke vermittelst der reinen Vermftift alle Menschengeister durchleuchtet hat * Uainit w ir aber über den scheinbaren Widerspruch zw ischen seiner Leugnung der U roffeubarung und seiner Bemerkung von dem durch die Vernunft sich offenbarenden göttlichen (!eiste nicht stutzig werden, damit wir ja nicht in Versuchung geraten, vermittelst einer .haarspallenden Sopliistik* seine letzten Worte doch noch im Sinne einer Offenbarung zu deuten, schreibt er an einer anderen Stelle: ״Hin Abraham wollte*) die edle Idee* des absoluten Gehorsams gegen Gott mit dem Kiudesopfer verbinden, bis ein höhere» AUT* leuchten seines Geistes3) ihm die Ueberzeugung brachte, dall das Bekunden jener gottgefälligen Gewinnung ^keines Mecschenblutes bedarf.* Als ״haarspaltcnde Sopliistik* wird nun freilich diese ulexandrinisch anmiiteiide Interpretation von niemandem angeseheu '1 Eigentlich ist dieser Wortlaut dem *.:rs zu -־ s;־t :•:•e .~:יד entnommen *) Und ei war nach diesen Begebenheiten, da versuchte Gott Abraham — . und er sprach: Simm deinen Sohn . und bringe ihn als Ganzopfer j I 22 t-2 4 ') Da rief ihm der Engel des Ewigen vom Himmel her zu lege nicht Hand an den Knaben Daselbst Satz 11

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.