Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 3 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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!)4 auf unserer Seit»•; ob aber Gott auch dann auf unserer Seift; steht, wenn wir *re^pn <|en Antisemitismus kämiifen, erscheint doch sehr fraglich: wer weih, oh nicht <Jott den Antisemitismus braucht, um die Ncoh>1׳cn zu ärirern't׳ . . . Pie l’njrnru werden ihren (ipjriiern nicht auf den Keim <.11*11(■׳׳. Auch in der lVnsions und Keliktenfraire nicht. l>ieU״f׳arn konnten ^r״he materielle Vorteile haben, wenn sie.in einen Watten- Stillstand mit der Neoln^ie einznwilti^reu sich entschliehen konnten. I>ettn die 1uu׳arisr|10 Neolope ist reich und die utnrarisclie Orthodoxie ist nnn. I.ctz-tere brauchte nur ein wenitf umzulernen, sich ein weniir von ihrer Vergangenheit lo^zulösen, dann wäre wohl auch sje so weit mol so'reif, um das .fndrnt״1*1 111״ rinft (1״Pt־־'”"^ _— fram yii ,hrgrelfeii. Pie Pentsrheu. sind bessere (ieschäftslcule als <ti(* l'u1:arn Im wirklichen und bildlichen Sinne, her eine Sinn ist von dem anderen nicht, zu trennen. Km!׳uter (ieschälts• mann ist leicht ׳!encij:t, Kategorien des kaufmännischen Penkens auch in die religiöse Sphäre hineiiizutra^en. Sombart hat ein dickes Huch über den Kinlliil! der jüdischen Kelipon auf das jüdische Wirtschaftsleben geschrieben. Man kujmte ebenso ein Huch über den Kinthill des jüdischen Wirtschaftslebens auf die jüdische Heliirion schreibon. Vielleicht würde dieses zweite Huch noch dicker ausfallen als das erste. Per Verfasser könnte aber nur ein Peutscher sein, ln l'npini hat sich das jüdisch-politisch(; pcnkoi der 1 »rthodoxie um wirtschaftlichen Krwapintfon ziemlich frei pdmlten. Pas kann vielleicht ein Kehler sein, ist aber sicherlieh auch ein Vorzug. Warum sollte man nivht auch in der Politik בטיזץ haben müssen;׳ In der relip״M*n Sphäre , bleibt ein Tatendrang, der sich aut Kosten der l'rinzipientreue auslebt, verweltlich, auch dann, wenn er mehr erreicht, als die deutsche Orthodoxie ~ erreichte. Ich möchte die Ungarn nicht über Gebühr in den Hi heben. Sie I1al*en auch Fehler. Piese Fehler liefen aber nicht auf der (irenzschenh* von l’nnzipientreue und Tatendurst. Manpd an l’rinzipientreue hat bisher den l’nparn niemand voreew orfen; eher sucht man sie des Gepmteils we^en in Verruf zu hrinp-ti. Schon das bisher Vor^ehrachte zeijrt, wie ähnlich die Hemmunden sind, die l'npirii und Peulsche innerlich zu überwinden 5