Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 3 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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01 Kritik sich zu einem eigenen Werk ausgeslalten kam«, es genügt, wenn sie <lie Wiye zeigt, wie «lie l'robleme im wirklieli indisch«•!) M’lirifttum erfüllt wnr«len. So ist «lie Kritik entweder eine Wider• h-gung oder ein Kommentar. Wenn es uns gelingt, die Kritik in ansprechender Form und auf vornehme W eise der Objektivität zu ^ehen, dann wollen wir bis zur Wiederherstellung <l«r alten Kiu• lichtung «1er .רס:ד־ «lern אד־״ ohne Kurksirht auf' Wcklainc dienen, l’-iiser eeterum renseo lautet. Di«• .־•::C" wäre das Kinzige, was in «1er Orthodoxie als Kritik gelten sollte. l>r. Kohl«, Ansbach. Zur Charakteristik der ungarischen Orthodoxie. 1. Die ״ungarische Forderung־ in der Agudas Jisroel-Sacho hat das ״ " sehe ITogrnmm* unserer ungarischen Gesinnungs• genossen in weiten Kreisen der Orthodoxie zu einem Oepenstande lehhalter Krörterungen gemacht. Schon in Kattowitz trat ein iihel vermerkter Gegensatz zwischen deutscher uinl ungarischer Art zutage. Dieser G«‘gcnsutz hat mittlerweile von seiner Scharfe richts verloren, ja es bestellt «lie Gefahr, «lall er sich, falls «jte ״ungarische Forderung“ nicht bald angenommen winl, auf 1111• _ absehbare Zeit noch vertiefen und befestigen werde. Die. Kolben .einer solchen KntWicklung wären unberechenbar. Kine Kluft würile sich auftun, die bisher solange stell ihrer weile Kreise nicht bewußt waren — ignoriert, zumindest diskret verhüllt weiden konnte. Dio Möglichkeit einer solchen Kr,tWicklung mul) unseres Krachtens verhütet werden. Kiu dauernder Zwiespalt kann aber nur dann vermieden wertlen, wenn Deutsch«‘ und Ungarn sich gegenseitig zu verstehen suchen. Nicht begeifern wollen wir die Ungarn, wir wollen sie begreifen Ks ist schwer, das Wesen des Kmzelnen, schwerer, «Im Wesen einer ganzen Gemeinschaft zu begreifen; zumal das Wesen der _ hen Gemeinschaft eines fremden Landes. Die Tatsache, daß die ungarische Orthodoxie sich zur selben Thora bekennt wie diu deutsche, schiebt die Möglichkeit gegenseitiger schwerer r 4 4