Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 3 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ks wird einmal *•im• dankbare Aufgabe eines späteren Kiterar- In^torik«*rs **•in, festzustellen, wann ei^rt*ntlieh *•i!1 '!■«1il derOrtho- *loxit• uufgehnrt hat, von *lirscr Hinrichtung <iehraurh zu inuehen. Zeitlich fallt *׳> mit *h r Kntwieklung *Irr Neuorthodnxie zusatnnn׳n, mit |f1u*r /»• it, in welcher sich «ler Individualismus ItiMitiiht*׳, *las <ifliiet ih r Autorität imi^lietist **in; zu umschreiben. Wir glauben, •Iah *•s im Osten aiu li hont*• noch kritmr wagen würde, auf *•ine ."־::ד souverän zu verzichten. I'ns war*• in den jüngsten fünfzig .laliriii \i*־l erspart gchlichen, wenn man allseitig sieh hätte entschlii'Lien kuimeii, der Kestimmnng von Ferrara irgendwie licclinung zu tragi-m So lang•• *la> nicht ih r Fall sein wird, muli die moderno Form der Kritik di•• Aufgabe der י־־נדד ubernehmeii. Sie tut es ■wigern. *h*m1 vor!tlh ll I tingen'Tfehlt ihr 1111• Autorität, mit welcher die ־:::־ umkleidet war. lüsto ängstlicher וווuIA sie sich bemühen, ileli I’rinz1|1ien derselben zu folgen. * l»a ist nun in den jüngsten .lahren eine merkwürdige Krsrheiniing zu Tag*• getreten, welche geeignet ist ein** namenlose Verwirrung her׳vnrzurufeii Man hat Murher empfohlen trotz religio>-I1ede11kl1ch*׳r \11r1eruug*׳n, wenn nur einzelnes tiutes sich darin fand l'unut war *•in*• Aufgabe der Kritik verkannt, dieselbe hatte unser*•' Kruchtens, wenn anders sie ein*• Krfulliing einer religiösen l’tlicht sein will, nur zweierlei Möglichkeiten. Kntweder sie wi-i't *■in lhich zurück, wenn es mit der Pb* rliefernng in \\ nleiSpruch 'teilt, sei.es in seiner Tendenz, oder in e1n*T «•inzigen seiner Aii'fiihriingeu.!״ler sie kann konstatieren, dali das kritisiert»! Werk den Anforderungen und Anschauungen des Meligionsgesctzes entspricht Sn• kann aber niemals erklären, dah sie einzelne Ale wfiehangen mit in den Kaiif nehmen will, aus Kurksiclij auf vieles des (inten, was **inMurhsöffsTTntliält. Wir wissen genau, dah wir mit dieser Anschauung ziemlich isoliert dnstehen, allein jedenfnils sollen im!;ahmen dieser Zeitschrift nie solche Kritiken erscheinen, welche 'ich nicht zu der oben erwähnten Alternative bekennen. Neben der selbstverständlichen Aufgabe ihre Anschauung zu l>egründen, einer Aufgabe, welch*• mau der Heligion und dem Autor schuldig, ist.-soll aber du• Kritik auch noch sich bemühen, diejenigen Probleme, welche in dem zu kritisierenden Huche behandelt sind, zu erörtern. Ks ist klar, dah nur in Ausnahmefällen ilie