Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 2 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
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«Imse original«! jüdische Kultur als Kulturiletizil empfunden wurden wird. Damit alter ist die ganze Aufgabe der Agudah eine rein religiöse geworden mxl die Agudah bedt-utet einen Versuch, diese Aufgabe in den Kurmen zu lösen, welche die modernen *'■«'bilde der menschlichen Vergesellschaftung weisen. liier alter setzt!las l'roblem ein, wenn man vergisst zu untersuchen, ob nun auch wirklich «liest- Probleme der originalen jinlischeii Kultur — wir nennen diese das Religio isgesetz — adä«]üat sind. Hier liegt dnr Schwierigkeit des Organisations* Statuts. 7.wei (!edankenreihen vor allen Dingen sind es, welche in diesem Zusammenhang bekämpft wt-rden müssen;, di«! eine hat das Schlagwort: Dt-mitkratit-, die andere: Trennung von geistlicher uml vu-ltlicht-r Macht. Wir wissen nun allerdings nicht, <th in irgend einet ־Versammlung"'"diese‘AVofFeTiF irnverhuTlter Klarheit zum Bewusstsein gebracht wurden. Ks gehört zum \Ves«!n «ler Di-mokratie, dass entweder di« M«*nschen sich selbst tiesetze gelten (absolute DemitkratieJ 1»der dass die .Menscheu Vertreter wählen, welche nun ihrerseits für die Menscln-n bindende Normen schallen trepräsi-ntative Demokrati«!). Ist das nun im Rahmen «lt‘s Religionsgesetzes für eine jüdische Organisation möglich'׳ da, unter einer Bedingung, wenn sämtliche Repräsentanten neben «h-m zweifelfreien religiös-gebundenen Wolleu auch das lückenlos«‘ religiös«‘ Wissen besitzen und in «ler jeweiligen Normgcbung lediglich «lie Anwendung d«-s Religionsgesetzes f«!st- »teilen, gleichfalls in der Rimlung der subjektiven Meinung, welche im ״Diu“ geg«dten ist. dhiss «lies alter keine Spur «•ines demokratischen Klementes an sich trägt, Ie11cht<!t «!in. Man möge• doch nicht verges-en, «lass all «las religiöse Unheil, all die Spaltungen ui «ler ursprünglichsten Organisatiitnsfitrm, in der <iemeinde, ledig• lieh und aussehlii-sslich der Intiltration durch «len einer «triginalun jüdischen Kultur freuulen «lemokratisclu-n «Irundgeilanken zu vt!r• danken ist, man niog«‘ ferner ni«־ht vergessen, «lass auch nur ein ־Spielen mit dii-sem. Oedanken — möge es propagandistisch noch, so wirksam sein, ein Krsehüttern «lesjenigen!»«‘deutet, was jüdisch(!( Kultur als Basis jetlt-r Vergesellschaftung kennt, der Autorität. Wer aber ist Träger «lieser Autorität!׳ Niemals die Masso. Nun hat man im t »rgauisationsstatut der Agudah «las l'roblem also zu lösen versucht., «)fass man «len Rabbi!«errat schuf, «I. h. di»