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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 2 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
2 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 49)
Language
German
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mfihungen nach fast dreijähriger ArlK*it noch nicht gelungen ist, diese Forderungen im Statut klar dnrzustellen. ist ein /eicht» dafür, wie ernst es der Orthodoxio um die l.ösunp <Icr Problems zu tan ist. Man hätte ja — und vielfach ist din Anschauung vertreten — von der Oiösse des Oednnken• begeistert. zunächst arbeiten, w irken, sammeln, ״leisten“ jmd 711 sich m 11 der Ciesaintbeit das Vertrauen hegen können, sie werde la-i jeweiliger Aktualität des Problrnis schon ftir jeden Acgct blick das liiehtigo fimlen. Warum nur widerstrebt uns, den ..Nörglern“, die ewig .negieren', dieser Weg? Hehen wir zur Wiege zurück. Ursprünglich — *״ kurz ist das Hedächtnis hoffentlich nicht — lag in derselben eigentlich ein so/inles l'iolilein. Mim batte es mit Recht als eineii unliaft* baren Zustand empfunden, dass bei •:rossen, weltumspannenden Hilfsaktionen man sich stets der Vermittlung solcher Organisationen bedienen musste, welche eben jcnoR Orundproblcin bereits gelost batten, allerdings in negativem Sinne. Diesen! l'ebelstnnde sollto abgcholfcn werden. Ks ist möglich — die Ocwisshcil möchten wir nicht behaupten — dass hei Iteschränknng auf dieses Moment die Apuda viel rascher ihr Ziel erreicht hätte, viel leichter sich ihr Statut und ihre Organisation geschaffen hätte. Ks ist mtissig', über das, was hätte sein können, viel Worte zu verlieren, es. ist ■nmöglich, heute sich auf den ursprünglich geplanten engeren Kreis der Aufgaben zurückzuziehen. Nun knm aber urplötzlich zu diesem im Kerne sozialen Problem ein Kulturproblem. Der spätere (!eschichtsschreilar dea XX. Jahrhunderts wird es sicher als ein Symptom liezoiehnon, dass fast alle im Scholle des Judentums geborenen Organisationen an tltesem ־Kulturproblem scheiterten, jedonfatts von den Hahnen, die ihnen ursprünglich vorschwebten, bedeutend abzuweichen sich genötigt sahen. Ein Kulturproblem in der Orthodoxie? Jawohl, so wenig glaubhaft es aurh klingt. Man sieht im Westen da• Wissen, im Osten das religiöse Wollen sich täglich mindern und hofft, dass eine Synthese lieide l'ehel zu heilen berufen sein wird. Man föirhtet, das• die iin Osten noci» heimische originale jüdix ho Kultur dem Ansturm der Jugend nicht •tandhalten wird, man kofft, das• im Westen das Niob «kennen, du Nichteindringen in

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