Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 2 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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Zusammenfassung ■Irr relativen Thoragrössen der Diaspora zu einer Körperschaft, weicht*.— ja hier türmen sieh tlie Fragezeichen. Wir s|tn1ehen nicht von tlen teehnischen Schwierigkeiten, denn man erwidert uns. im Zeitalter ilcs Telephons gibt es keine Kntfctnmingc». Wir sprechen auch nicht tlavtm. dass tler liabbinerrat hätte in Funktion treten müssen, ehe man irgend eine Lebensausserung tler Agudali hätte •zulassen ilurfen: wozu vmn Vergatigeucn reilt‘11 ץ Sondern wir fragen. wozu die Trennung in zwei heterogene Verwaltungsorgane. Kennt man tlenn in der Orthodoxie nicht mehr tlie t'irundfnrdcrung für jede jüdische Organisation, *lass auch tlie Kxekutive nur und ausschliesslich aus Kennern der Thora bestehen soll:׳ Mau vergleiche-hitte ('huschen hainischpat Schluss von Kap^ XA\VIIjinit alhm l*arallel>tellen Wml demliabbinerrat das cingcrüumt. was ihm in Analogie des Keligions- ״esetzes oingcrüumt wcnlen müsste, von 1|em IMegierteukoiigress abwärts bis zur t htsgruppe tlie ausschliessliche Verlieret um: jedes Antrags, das Vetorecht gegen jetlen Beschluss des Kongresses, tlas stetige Eingreifen in die Exekutive, die stetige Kehcrwaehung der Verwendung aller (ielder,!lie ausschliessliche l’rufung aller Mandate, ja soirar die liest immun״■ aber!lie Mitgliedschaft zur Agudali in jedem einzelnen!•'alle, ja. wie ist denn dann noch **ine .Zweiteilung von Verwaltung und — Senat möglich ץ Wie ist ferner Vorsorge zu tretten,!lass nicht auch der I!abbinerr11t in die Sphäre derjenigen Autoritäten eingreift, die religiousgesetzlich ihm gegenüber selbständig bleiben müssen, d. h. dt*r rabliinisehen Autorität der einzelnen 1 iemeinde*׳ Man täusche sich nicht, schon heute ist 'es nicht mehr eine 1־'abel, dass gutnicincndo Menschen glauben, in diesem liabbinerrat endlich di•* so heiss ersehnte Oherinstauz erblicken zu dürfen._NodLjeineM lb*4enken möchten wir Kaum geben und zwar sub specie aeti rnitat 1s. Der Kabliin^rrat müsste in seiner Zusammensetzung ganz unabhängig sein vom' Kongress oder vom Komitee, damit die Kreise der Üelativitüt der Thoragrdssen nicht, zu weit gezogen'werden. Kr müsste das liecht■ der Dooptation hatten und das liecht der Zurück• Weisung etwaiger, von anderen Stellen vorgeschlagenen Mitglieder. Ks wäre also an dem, dass der llabbinerrat. wenn ־anders er ein ,׳rnster Kaktor in der Agudali sein soll, tatsächlich die Agudah bilden würde, lau ihn zu schaffen, musste eigentlich als Kelter-