Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 2 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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4«׳ Drüben וווו Osten sind sie dichter gesaut. Ks ist daher keineswegs ausgeschlossen, dass einmal aus dem < >sten jemand kommen wird, um uns /וו verraten, was der Westen in Hirsch hesass. Setzt ja das Verständnis seines Wesens das Vorhandensein einer!Trossen Portion natürlichen Judentums voraus. Nur die Wenigsten ahnen, wie frei von jeder assimilatorischen Neigung. von nt scher Verkiinstelung des Altjüdischen er war. Das Wesentliche an ihm klar herauszustellen, dazu bedürfte es wohl zunächst einer!renauen Kenntnis der tirenzlinien zwischen י •st und West: einer Kenntnis, zu der man drüben leichter gelangen kann als he! uns. weil es dem Osten leichter fällt den Westen, als dem Westcn, den Osten zu verstehen. Wer alter kamt der Vorsehung Karten schauen־? ~Vie|1eiehf besteht, die Mission Jlirsehs gerade darin, der gute (ieist des deutschon Judentums zu sein. Vielleicht sind wir es nur, zu denen er Spruch. Vielleicht hat sein Pröphetenwort sich nur zu gt ' n, bis es im eigenen Lande gilt. Denn bis alle <ircnzpfühle ,von tler Knie schwinden, das kann noch langt* dauern. Ks wäre aller ein Verhängnis für uns, auch nur einen Augenblick ohne die starke Hand eines kundigen Kührcrs zu sein. Als tlie Seinen, tlie seiner Wesensart am nächsten stehen, begehen wir alljährlich seinen Jahrzeifstag. Dieser 27. Teheth jahrt sich in diesem Jahre zuni 25. Mal. Dieser (irubhügcl ist schon ein י" ' rt alt: und er. dessen (iebeine er deckt, ist noch so jung wie am Tage, da er zum ersten Male nach der Feiler griff. Diese Keiler hat uns das Hiltl seiner Persönlichkeit für immer festgehalten. Ihr danken wir cs, wenn er nicht ganz im Schatten tler Oeschichte versank, wenn die in Zukunft Kommenden ihm so natu sein werden, wie die in tler (!egenwart Lebenden, wie tlie in tler Vergangenheit Ocwescnen. Ja, vielleicht wird er den Kommenden noch näher sein als den Lebenden und t;ewcsene.n. Noch klingt den Lebenden sein .Name wie eine schrille Fanfare ins Ohr. Vielleicht wird in tler Zukunft sein Name ein Symbol des Friedens und!ler Liebe sein. % 5 8 04886328