Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 2 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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53 Werk seihe Person verschwände. Sie melde( sich immer wieder 7.11m Wort. Ks gibt Stellen in seinen Schriften, die nur e r und niemand anders schreiben konnte. (lerade diese Stellen, die uns die t'mrisse seiuer Persönlich• keit verraten, haben ihm eine kleine, aber treue Uefolgschaft ermöglich(. Kin Parteigründer und Parteiführer war er nicht. Mit 11er suggestiven Methode eines t'hassidimrabbi lockte erwähl• verwandte Naturen in seinen Kreis. Kin t'hassidimrabbi braucht nur 1‘in mal seine Hand auf die Schulter eines Kmpfänglichen zu leiren. um ihn fiir immer an seine Person zu fesseln. .Man muss Hirsch als Kind gelesen haben: dann w ird mau ihn nie vergessen. Daun versteht man. warum er den («edanken* *- weit, von sich wieä: in der Mibel stehe ein Wort, wonach böse -Mensehen Her* von ■IngentP!tu. und warum es .lillrneTs lunglinge und .Fungfrauen waren, denen er die ersten heissen Klammen seines Wortes weihte. I'nd mau verstellt auch, warum der Kreis derer, die ihm folgen, nur langsam, sclineckenhaft lang• *am sich erweitert. Denn gerade das. was ihm die einen gewinnt, entfremdet ilnn die Andern. Die geistige und seelische Stimmung unserer /-eit ist Hirsch nicht günstig. Alles wird heute mit sorgfältiger Abscheidung der Kompetenzen in sein engbegrenztes Kayon verwiesen: die Wissenschaft, die Poesie, die .Musik, die Politik, die Keligion. Wird irgendwo ein ausserordentlicher Mensch geboren, dann muss er sich für irgend ein ״Karli“ entscheiden. Darin darf er dann glänzen. Sträubt er sich dagegen. Hattert er frei davon, ehe man ihm die Klügel stutzte, wagt er es, eine Wissenschüft vorzutragen, die voll Poesie und Musik, eine Politik zu vi!treten, die von Keligion durchtränkt und gesättigt ist, tiii'd l is't er die heissen Klammen seiner ■lugendjuhre noch in sein n1׳- ■fes Mannes- und <ireisenalter hinubcrschlageii : dann wird es nur wenige geben, die hinter der scheinbaren Willkür ein he* stinniles System"vermuten. Die meisten werden mit künstlichem IVinrwerk verwechseln, was in Wahrheit das natürliche Licht ׳ines vom Himmel zur Krde gefallenen Sternes!st. Nur kiud- 11׳ In• N.itureii sind \«r dieser Verwechslung geschlitzt Klier sind ^s|, geneigt. Kunst mit Natur zu verwechseln, als umgekehrt. Kindlich׳• Naturep sind aber heutzutage rat