Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
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Mischna -Sammlungen^ aus der Zeit der Soferim*). Von Oberrabbiner Dr. M. Lemer. In seinem אנ־ת תימן Trostschreiben an die^Rtden von Jemen, welche unter Androhung der Todesstrafe zur Annahme des Islams gezwungen werden sollten, spricht Maimonides von drei Feinden, von Amalekitern, welche mit dem Schwerte .der Gewalt, von Griechen, welche mit der Macht philosophischer Ueberredung, von Mohammedanern, welche durch listige Nachahmung des Judentums die jüdische Religion zu vernichten suchten. Die angebliob-neue Offenbarung verhält sich zum Judentum, wie das Bild eines Menscheh zu einem lebenden Menschen seihst. Denn, wären auch die äußeren Gesichtszüge des Menschen in der Statue von Marmor oder Metall noejr' 80 sprechend äEnlirh dargestellt, muß ihnen dennoch die llifuptsnchc fehlen, das innere Leben, das ihnen keine Menschepnand verleihen kann. So fehlt auch allen Nachahmungen des Judentums das Lehen, Mer Geist des Judentums! Die heidnischen Götter, sagen unsere Midrasch• lehrer werden deshalb ״ אלהים אח־יםandercGötter" genannt,;.טד* ,cS אחרים בכל מם weil sie mit jedem Fortschritt der Kult.ur eine andere Gestalt annehmen. Mit dem (Entwicklungsgang der Zivilisation entwickeln sich die Ideale der Völker, die :;sie in ihrer Götterverehrung sich ausprägen, und nähern sie sich immer mehr der reinen Gotteserkenntnis. Aber Du Israel ״ **א ידיד לך אלהים אה*ים,על םני der Du am Sinai על סני von Angesicht zu An• gesicht der göttlichen Offenbarung gegenUhergestandcn. Du darfst nicht den Fels der Wahrheit, zu dem andere Völker sich flüchten, in den Strom der jeweiligen Zeitansichten tauchen, und die Wahrheit der Ueberliefernng, welcher wir das herrlichste verdanken, das wir besitzen, nach dem Geiste wandelbarer Zeitanschauung!ungestaltet I)itr Uobcrhefung hat sich nicht efsl im Laufe der Zeit zu eirier mündlichen Lehre herausgebildet, sondern die schriftliehe Lehre setzt die mündliche als Kommentar voraus Die mündliche Lehre war vielfach weit Alter, als die ■schriftlich fixierte Tradition. *) Diese Abhandlung .ist ein Kapitel aus dem gröberen hebrJIschen Werke: ־»er m, d^s sich Im Druck befindet. _