Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
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k ־י _ — 18 — ו weder man in ult austreten, oder man darf nicht austreten; eia drittes gibt es nicht im Hereich der Wahrheit. Her Begründung dieses so formulierten Satzes gelten die folgenden Darstellungen. Zum besseren Verständnis seien einige unbestrittene Sätze voran sgesoliirlcL I) Die_Zugehürrgkeit zum Judentum ist nicht au die Zugehörigkoit an eine kommunal umgrenzte GemeindtTgeknüpft. Dies leuchtet ohne weiteres ein, wenn man sich vorstellt, dal) ein Jude allein etwa auf einer Insel im stillen Ozean wolmt und sich dort die Befriedigung der zum alltäglichen Leben in Beziehung stehenden religiösen Bedürfnisse seitist schafft. Kr ist vollwertiger Jude. Hingegen gibt es eine Weihe religiöser!*dichten, dereu ürMlungamr-im Wahmeif-einrr-Onnriiide (Z1 hiHerw achscne münnliehe Personen) möglich ist.. _ :$) Auch im Heligionsgesetz ist der Begriff Gemeinde kommunal umgrenzt, es gibt keine religionsgesetzlich ’gegebene Organisationsform, welche über diesen Begriff hinausgeht; es gibt aber auch keine religionsgesetzliche Vorschrift, welche die Schaffung eines Oberbegriffs׳ in organisatorischer Form verbietet. 4) \ 11**11 Konfessionen ist der Orundgedanke gemeinsam, daß die Gemeinde l Kirchengemeinde) euie Gemeinschaft, ein Ausdruck des gemeinscipftliehen Bekenntnisses ist. Ks ist undenkbar, daß ein Bekennerdes Islam .Mitglied einer protestantischen Kirchengemeinde ist Ks ist ebenso undenkbar, dal) eine innerhalb einer Konfession geschaffene höhere Organisationsform, z. B. das protestantische Konsistorium, in die inuerkirchlichen Verhältnisse einer anderen Konfession eingreift. | D’er Staat erkennt allenthalben die Scheidung der Konfessionen an, wie sie ihr von der betreffenden Kirchengesellschaft dargeboten wir^l. ->rnch diesen Voraussetzungen möge die Austrittsfrage vom 4ad*gtoson-״p44»ndtt0nkte aus betrachtet worden. luter Zugrundelegung des'* Weligionsgesetzes ergehen sich hierbei" folgende Hauptsätze: יי , Solange eine Gemeinde. in der ich wohne, eine jüdische ist, so lange müb ich in ihr verbleiben. Kim* < ieineinde heilir solange jmiiseh, als von. Gemeinde wegen nichts geschieht, was die Bekennlnisgeim insehaft zwischen ihr und mir aufhebt. Dies könnte