Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Die Frage der Doppelkonfession ' unter den Juden. r Iri imserer jabitanmsfrötTTmZm vertrau man einer Rrinncruntfsfrier; MM2 waren es 40 ,lalire seit dem Tajre, an dem zum ersten Male in einem Massentfutachten (300 Rabbiner) der Austritt aus einer jüdischen Gemeinde als relitfionsjresetzlich normiertes Gebot verkündet wurde1). Vier .Jahre später fand dieser Gedanke durch־ einen Beschluss des jireussischen Parlament!(1'gesetzgeberischen Ausdruck (28. Juli 1870). Im folgenden Jahre schrieb Samson Raphael Hirsch,*) dj»l) der Austritt aus der Synnjrotrentfemeiude die Anbahnung einer vollkommenen Scheidung sei. In diesem Satz liegt die Anerkennung einer Knt wicklungsmüglichkeit des Gedanken• komplexes, den man unter dem Begriff ״Austritt“ zusammenzufassen pflegt. Tatsächlich gelangte die Austrittsfrage in diesen 40 Jahren niemals zur Rulie und es dürfte angesichts dieses Tatbestandes nicht überflüssig sein, sie abermals zur Diskussion zu stellen. Man kanif dies tun von staiitskrrrhenrechtlichen Krwägungen aus; dann würde das Problem lauten: Wie mul) das stuatskirchenrechtliehe Verhältnis gestaltet werden, um den religionsgeset/.liehen (innerkirchlichen) Normen adäijuat zu bleiben — oder man kann, richtiger gesagt, man mul) vorher die Austi ittsfrage vom Stand• punkt des Religionsgesetzes nach Kntstehuug und Konsequenzen feststellen. Niemals aber darf man diese Frage zu einem unehrliehen politischen Spiel missbrauchen; das wäre ein unwürdiges, msittliches Beginnen. Wir formulieren diese Alternative so: Knt• ־־ ') V'ut. Rabbinitche Gutachten von Salomon Spitzer, Wien. 1892 bei Herzteld 81 Bauer י- ’) Vergl Ge» Schriften IV, 324