Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 1 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
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di•• Vorstfllmuron dt*s autonomen I) 1■!1 k n s zergliedert und zerstört, so gründlich und Scharf ist auch die Kritik, w eiche dns Judentum an den Wünselien einer selbstherrlichen Km ן• f i 1! d 1411 g iild. Der besonderen Art des jüdischen Denkens reiht sich die besonder»■ Xrt'des jüdischen K 111 |1 f i n d e n s an. Wer den (iugensatz verkennt, in welchen! die Welt des jüdischen. Kiddens zu dc,11 <;»•spinsten eines sjeli selbst bestimmenden Seelenlebens steht, übersieht damit zugleich den e r z i c 11 e r i s c h e n Z w e c k des .Judentums: den Seclenzustand des Menschen zu bereichern, aber auch zu bericht igen, seine Kmplindungswelt zu schmucken, alier auch zu verbessern, sein Hegehren zu erfüllen, aber auch zu hekiilüpfe.11. Dass mehr wie jede andere Wjdigion — die es alle meisterhaft verstehen, vorhandene seelische Kagen als gegeben hiiizuiiehniei) und sie für ihre Zwecke auszubeuten - das Judentum den Zweck seelischer Kontrastwirkungen verfolgt, ist eine Wahrheit, die zu allerletzt von einer Keligjniispsvclmlogie des Judentums überschaut werden durfte. Nur bei einer steten Verg»*L׳on.wariigu1 g dieser Koni rast mit ur der jüdischen Ifeligioll wäre eine Keligioii'psychologie divs ,ludelltums vor der (iefahr geschützt, die ’seelischen tipimllagrn der jüdischen •Keligion■ luTt fremden Malistaheii zu werten^,W elcher l'nfug wird hier getrieben! Vom Tragen am Suhhuth war bereits die Kode llleibeii wir Ihm diesem ttnspiole. Was ist der( ■rigid, dass zahlreiche Jude^i am Sabbath einen Schi\n über die Strasse tragen•׳ Ktwa llinauseiitwickluiig des Judentums über •len ־־־c'K ׳:'ייצאה Kim* Theologie, die ■las behaupten mochte, wurde von der Psychologie weidlich verspottet und verhöhnt. Mit gutem (iruud. Denn psychologisch lasst sich keine Kntw ickhiiigsstuf■• des ,ludentums •hüikeii, auf d<■r das Verbot des Tragens am Sabhutdi als Ausdruck einer wirklich vorliandeueii setdisehen Lage hatte aii'gespro! heu. w erden können.' l't es h e n t ■• lächerlich, da> Tragen 11m Sabbath zu verbieten, dann w ar «es schon damals |;i< Imm lieh, als dieses Verbot gegeben wurde. Mag auch der llegllll ih r Arbeit, insofern eil sich in lebendigen Aus/Irinkslornn 11 daist• llt, in ybn Prozess dvr w 11׳tschaliTichen' Knt w icklung liineingestelll seiii der llegllll der lilllie Ist, wie alles Nogat l\e, .erhaben über Jede Kill -* wicklung. Die. Kruge, wie man arbeiten, aber nicht, war mau tallen soll, kann histoiischeii Wandlungen unterwoifen ym.