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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 1 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
1 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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lUcsenaufgabe gestellt. Zunächst gälte cs für ihn, einen Wust von Irrtiunern und Vorurteilen aus׳■ dein Weg zu raumen. Nur «iic zwei schädlichsten wollen wir herausgreifen, sie betreffen die u e 11 e mal den /. weck der jüdischen Hcligion. - (Quelle tler jinlischen Hcligion ist (iott. l>as .ludentuiu ist eine übersinnliche, göttliche titlcnbnrung. |»u» jüdische Hcligion tritt an^lieMenschenseele heran, alter nicht aus ihr heraus. 1 •o.nn es ist ja gar nicht ■ahzusehen, in welcher Verfassung, in welcher Lage die Menschenseele sich hätte hetinjlen müssen, .um ■ein derartiges tiehilde wie das Judentum ans sich seihst heraus zu erzeugen:, und seihst wenn־jemals ein timliger Kopf käme, uih nachzuweisen. das mul das sied ■tje seelischen Lagen, welche die־ 'Entstehung!1er ״Zeremonialgesetze“ erklären, so mul so war die Menschenseele bcschatfen, als sie!las Schaatnesverbot, den Speichel* wWf iles Fhalizagesctzes u. s. w. gebar — was wäre damit gewonnen‘:' Nichts! Jenem jindjgtjn Kopf wäre das ,Judentum zwischen den Fingern zergangen! I>enn das, was er 1,1ns auf seinem l'rasentierteile!' reichte, wäre alles nur kein Judentum mehr! hariiher kommen wir doch nicht hinaus,!lass der' Kronzeuge des Judentums, nämlich das Judentum selber, die Tatsache seiner göttlichen Abkunft nicht äufgeb’en kann, ohne si\h selber preiszugehen! langt darum Jemand bei seiner Forschungsreise durch alle Hezirke des Juden( ums ־"zum Hesultat, dass dieses tiehilde irdischen Fr- Sprungs.■ ist, dann wird durch dieses liesultat lediglich die l nfähigkeit des Forschers erwiesen, das Judentum zu untersuchen, ohne es zu vernichten. Es verhält sich damit w ie - mit ✓jeder anderen'• organischen, auf eineiig jenseitigen Frsprung zuruckweisenden Frscheinung. Fm zu wissen, was Leben ist, mussten wir einmal gestorben sein. Es wäre aber ein ebenso nutzloses wie törichtes Heginnen, das Leben erforschen zu wollen, indem-man sich ein .Messer durch die Kehle■ stosst. I •us .ludeutijm auf eine fassliche, natürliche Formel zu bringen, indem man es seiner < iottliehkeit beraubt: ist das weniger nutzlos, weniger töricht"r Aus dieser jenseitigen Abkunft, der jüdischen Kcligiou ergilbe sich für die Forschuiigsiuethode einer Hcligionspsvchuhgie des Judentums die grundlegende Forderung: nicht die seelischen Vorbedingungen des Judentums zu ■erforschen — bei einer l!eligion, die nicht au» der Seele heraus-, vielmehr an die Seele'

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