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Die jüdische Frau · 1926-07-15 · 9/10 (15.7.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
9/10 (15.7.1926)
Date
1926-07-15
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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liehen Natur veru eclisclt. Dauermarsche bei Wind und Wetter. Kampieren im Freien zu -eder jalires- 7cit. unzureichende F.rnühruni; wahrend des Marsches sind Auswüchse, die nicht scharf iLenux bekämpft werden können! Natürlich sollen und müssen unsere Kinder wundetu. aber in kleinen (truppen c'leiclialtricer. möglichst gleich kräftiger Kinder unter l.eitum; eines erwachsenen, seiner Verantwortuiu: bewuüteii Menschen. Nützlich und empfehlenswert sind auch häufige Freiübungen. die im li.ideaiizin;. möglichst bei offenem Fenster, ausgeführt w erden sollten und bei denen tief und gleichniäbii; zu atmen ist. Nach dem Turnen ist sofort warme Kleiduni; auzuIcKen. Ich hoffe, dali diese wenigen Anregungen manchen Müttern ein Fingerzeig sein werden. Man kann ja nur anregen, denn der Mensch ist nicht zu schematisieren, und eine beobachtende Mutter wird selbst herausfindpn. was ihrem Kinde zusagt und schädigende Dinge vermeiden. Die Hauptsache ist: Keine Prinzipienrgiterei. sondern sorgfältiges Versenken in die Figenart eines jeden! AbraQams Gebet Ihc '»ladt der Sunden und der bleichen l.llstc sei ausgctilgl. verloscht im Lchenshuch. Ich MIdage ihrer Prauen wedle llruste t nd ihren >choß mit meinem schwersten Piuch. „Und waren zehn zu finden nur der Keinen. Zehn Seelen nur. niemals getrübt von Schuld. So laß ob Allen Heine (inadc scheinen Und gieße aus Erbarmen und (icduld!" — Uh schleudte meine lilit/c. meine heuer Aul ihre 1 tadlet llammeiigier'gen 1 nd Pressend Verderben auf die Ungeheuer. I».is purpurdunklcr als ihr lllut cutlohl. „Zehn Seelen, die dem Ew gen treu geblieben. Smd stärker als der Sünden schwerste Last, Sie werden Dich mit tausend Sinnen lieben. Weil Hu den Sünder nicht zertreten hast!“ Von ii'uiiticrsuttcn l ästern fahl entehr! I rsterhend zucke sie in meinem harten <krieht, vor meinem blanken kuehtseh»crt. Her Prcvlcr wie der (iute ist Hein Sohn. Hu kannst vernichten und Hu kannst vollenden. Und Hein Verzeihen sei der lugend Lohn!“ I nd Abraham m brünstigen ticheleit Ist /wischen s<>doin‘s Ndimjcli und tinttes lirinim In Irommer Andacht gläubig hingetreten Hut. hemes Knechtes Mehcnsunrt vertumni!" „Prhchc sie. wie fiel sie auch gefallen. W eil doch in zehn von ihnen Hu noch hist. Und Heine l iebe. Vater, über Affen. Kunde, daß Jeder Hein auf ewig ist!" I.s mochten Itinl/ig der licrcchten wohnen 'n dieser Stadt der brennenden Hegtet, so »otle sie Allmächtiger verschonen. Aus niemer Seele lirund ruf ich /u Ihr!" L’nd iioii vernahm der Kindesseele Helen Und sprach: . Und wären ihrer zehn nur dort. Ihc nie den Pfad der Sunde noch betreten. Ich will vergeben. Sohn, nach I»einem Wort!" Martha Hellmuth. Die Diskussion. Wie denken die jüdischen Hausfrauen über die Einstellung jüdischer Hausangestellter? rt n t * n r 11 n Wir dir indischen Hausfrauen über die Umstellung jüdischer Hausangestellten denken Hur über belehrt mit einem IliKk leider' ein lteMn.li bei den nüi/icllcn Arhcltsnuch. «eisen Wühlend, in den ullgcmcincti Arbeitsnachweisen. wie / 11 dein icl/t städtisch gewordenen in der Jugctstruße. ttol/ aller bei im benden hiwerbslosigkeit aut ulten änderet: Wirtschaftsgebieten sieb uni tede einirelendc Hausangestellte nnmri niu.il ein I »Ut/eiid Hausfrauen mit liebevollem Zureden und klugun Anprciscn der Vorzüge gerade ihres Haushalts biinuheii und eile jüdischen trauen darunter es sieh immer lu»ch gctullen I essen müssen. daß solch helU umworbene Perle ihr eile schnippische Präge vntlcgt . Sie sind wohl |tisiiss.li ' Zu Juden »lebe ish nicht." sit/cn /u gleichet /eil jüdische trauen und Mädchen /u l'ul/euden int Arbeitsn.ie.he»ris der ludissheti I leine nide lue lur lue Stunde um »uude ob sich ule hl doeh endlieh eine HanccieNung irgendwelcher Art linden liehe t's g.,l> eiiimul ein ulte' Vorurteil ob es )c «uhr gewesen ist. wriü leb nie hl ..ludi'ehc Ptuucn wollen niehl uibei'len Heute ledenlutls ist es nisht »uhr. Alle diese I ruueti und Mädchen »ollen arbeiten’ Mil Hilflosigkeit und V 11 /«eillinie im Herren suehen sic I ug tur lue nach einem t nlci kommen irgendwelcher Art. übernehmen ullc Arbeiten die rttun von ihnen 'erlangt und Im einen «eit »erinneren l ohn uls ihre christhshen Kolleginnen denn sie »isscn. »u klein der tur sie in Metracht kommende Kreis von H»us hultunirn ist t nd die Not Innerhulb der indischen Müsse ist ttoh Ins »eit in den Iriihcf »ohlhubend gewesenen Mittrlsturid hinein Wie viele dummer können sieh denn heule ubc i/***Trff' noch den I uvus einer HuusuiiKcstclItcn leisten ' IheMnVjSten hüben längst gelernt ihre Hausarbeit selber »u vrrnUnen und die her anwachscndin lochtet. die heute ohnehin »eh»er in einem beruhlten Ileiul Unterkommen, rur Mitui beit her unturiehen l'nd angesichts solcher Zeit Verhältnisse sollten jüdische Huuslruuen überhaupt noch schwanken, ob sie ihren notleidenden Schwestern Arbeit geben sollen? Ich mochte wohl wissen uh cs irgendeine christliche Pamilie geben wird, die nicht c-mport die Zumutung ubwciscn wurde, eine indische Angestellte ins Haus zu nehmen. In guten Zeiten immerhin! icde christliche Angestellte, die es in eurem hause gut gehabt, die unständige und gerechte Henkungsurt Ihrer jüdischen Herrschuft schätzen gelernt hat sie trugt zu ihrem bescheidenen Teil zur Tilgung des allgemeinen Vorurteils und Hasses gegen uns bei. Heute aber, »o es vor allem gilt, weite Kreise des Judentums vor dem Zugrundegchen und vor der Verzweiflung zu bewahren, da kommt cs garnicht darauf an. ob etwa ein christliches Mädchen flinker und sauberer schcüert und putzt (wak auch' sicher nur von Pall zu Pall entschieden werden kann) oder In Zeiten sich häufender Arbeit weniger leicht ermüdet: heute haben alle diese kleinen egoistischen Hcdcnken zurückzustehen vor der großen gebieterischen Notlage der Zelt, die uns sugi .Hier sind unsere jüdischen Schwestern, die Arbeit suchen und denen> niemand hilft, wenn wir selbst, wir indischen Pfauen cs nicht tun!" Tekla Skorra. Ish selbst hafte bislang keine indische Stutze, doch habe ish s.-it fahren Orlrgenhett. solche im Hause von Verwandten und bekannten zu beobachten und erlaube mir nun ein Urteil V nn Ausnahmen abgesehen, weiß die jüdische Hausangestellte nicht die Ihstanz und det; Respekt zu wahren, der bei nichtjudischcn Angestellten selbstverständlich Ist. Ihes ist. glaube ich. der Kernpunkt, weshalb man In jüdischen .Kreisen vicllash vom Pngugcmcnt jüdischer Hausangestellter absiebt obgleich man lieber eine Jüdin um sich hätte. Ihc indische Hausangestellte muß lernen, sich untertuordnen dann kann mc gewiß sein, daß sie nirgends besser aulgehoben isi als in der Jüdischen Pamilic Prau H. C. 10 JttdbctM FraiMd. werbt Hir ..Die jüdbehe Free“!

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