Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 9/10 (15.7.1926)
- Date
- 1926-07-15
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Bücher und Zeitschriften. „Fe*t»chrlH aaUlHcb der P«t«r dn 2Siihrla«i Be*t»he»» öm HHhvtrtln der DmIkImi Jade«.** Pin Lebenswerk lieft vor uns. dessen Ausübung nicht schöner und edler sein konnte ah. das des „Hillsvercins der Deutschen Juden". Hatten sich doch zu seiner Gründung. im Jahre I9W. Minner an die Spitze dieser Organisation gestellt, die in uneigennütziger Weise ihren Glaubensgenossen. uiigeachtet ihrer Nationalität, helfend zur Seite standen und auch den außerdcutschcn Organisationen den Impuls gaben, sich an dem Liebcswcrk gemeinsam mit ihnen zu bclitigcn. Die Pestschrift enthält lesenswerte Beiträge von Dr. James Simon. Dr. Paul Nathan. Oberstudienrat a. D. Prot l>r. Mont/ Schäler. Dr. Bernhard Kahn. Direktor des American Joint Distribution Committee. Dr. Mark W'ischnit/er. Generalsekretär des Hilfsvereins, die unter anderen^die Auswanderer- . fursorge. das Schutwertrdes Hilfsvereins der Deutschen Juden und vieles mehr behandeln, und in schlichten Worten darlegen. daß den jüdischen Glaubensgenossen nie genug geholfen werden kann. So können wir an dieser Stelle nur den Wunsch aussprechen, daß auch im zweiten Vierteltahrhundcrt des Bestehens dieser Organisation, unbeschadet des Wandels der Zeiten, diese mit unveränderter Kraft allen bedrängten Glaubensgenossen in- und außerhalb Deutschlands weiterhin zu helfen in der Lage sein möge. ..Neue Fraueakleiduag und Frauenkultur.*' Zeitschrilt iur persönliche künstlerische Kleidung. Körperkultur und Kunsthandwerk. Verlag G. Braun (i. m. h. H.. Karlsruhe. Das uns vorliegende Maiheft zeigt in seinem Inhalt, dem bildlichen wie dem textlichen, wertvolle Anregungen über die einfache und elegante Kleidung der Frau und des Kindes, und betont die persönliche Note, deren Ausprägung Frauen und Mütter bei ihrer und der Kinder Kleidung beachten mögen. Wir finden fernerhin in verschiedenen Ausführungen neuartige Dlaudrucksehürzen. Klöppeldecken, geklöppelte 1 aschentuchcskcn. Kinderhäubchen mit Kloppcimotisen. und anderes mehr. Die stilistisch über dem Ilur-hs-hmtl stehenden Beitrag« von Frank Thless ..Die Wandlung des deutschen Frauentvpus." Dr. Pdith Hin/c Die Frau im akademischen Beruf“. Vera Velden „In Frwartung". Gantncr Neue deutsche Spitzen". Malis Mut/el .Blaudrucke' kunstlerdrucke' Handdiuckel-—König—„Das Fechten für Itarnen' dienen dazu den Charakter des Heftes wlrkungssofl zu unterstreichen. Fs ist daher zu empfehlen, die dem Hefte belgelcgtc Be stellkarte ausgclullt an den oben angeführten \erlag zu sen den. da anzunehmen Ist. daß sich die kommenden Hefte windig dem hier sorliegendcn anreihen werden. Ilse li o d I a e n d e r Fi» BUdai» der Gattin AJbrechi l)»rer« au dt» Jahr* liH _ auf der l mschlagscit.c der neuen Nummer vor, »Fra» a»d Ge geamart“. Zeitschrift für die gesamten f rauenluteressen Verlag Heinr. Fisler. Hamburg .1 gibt die besondere künstlerische Note. Der Inhalt bringt etliche Reminiszenzen. ein Gedenken an George Sand zu Ihrem Ni I odestage. eine t'nnnerung an Karl Mariä'von Weber zu seinem I<»i übrigen Iodestag Dann wendet steh das Heft wiederum der Gegenwart zu, mit einem reich illustrierten Artikel ober die tlartenbauaussteflung in Dresden, mit einer Besprechung der Hamburger Gastspiele der Flisabeth Bergner mit Anregungen für die Herstellung von einfachen Halknntisclidccken und mit einer amüsanten Plauderei über die. .die beim Kochen erröten'' Die Nutnmei enthalt noch außer dem kntnan. den katsein der gr.rphologi schert FcKc. dem Briefkasten lind den Notizen aus dem f rau etlichen die Ankündigung, daß I rau und tiegenwart den Origillälrnnian „Das Schicksal der Sonja Kowalewskv zum F.rstabdruck erworben hat. »DokHMMdle der Friede»»beweL»»g mn Dr jur Botho Laser st ein Das ln der vorigen Nummer dieser Zeitschrift von Dr. jur kichard Silberglcit besprochene erste Heft „Das Judentum Ist der Friede'. Verlag Zehl Koch, ist zum Preise von I RW. erhältlich Das Programm der im Februar 1925 begründeten tiayfa-Bay Development Co. Am J. Juli 1925 wurde sie von der palästinensischen Regierung als eingetragene Gesellschaft nach palästinensischem Recht bestätigt. Die. Gesellschaft hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein Siedlungsunteruchmen zu schaffen, das durch Größe des Umfanges, Rationalität der angewandten Methoden. Wichtigkeit des zu erschließenden Geländes. Intensität der Besiedlung und Höhe der zu gewinnenden Wertstcigerung einen besonderen Platz in der Geschichte der jüdischen Kolonisation Palästinas einnehmen wird. Die Arbeit der Gesellschaft ist der Besiedlung des zwischen Haifa und Akko am Ufer des Mittelländischen Meeres gelegenen Landes gewidmet. Hier erstreckt sich, in unmittelbarer Nähe der schon heute wichtigen, aber für die wirtschaftliche Zukunft Palästinas und des ganzen vorderen Orients besonders bedeutungsvollen Stadt Haifa, ein umfangreiches Gelände, das bisher wüst und leer geblieben ist. Denn der Boden enthält einige Sümpfe und ist daher malariaverseucht. Die schädlichen Wirkungen dieses Zustandes erstrecken sich bis in die Stadt Haifa hinein. An einer Stelle, die von der Natur dazu bestimmt erscheint, einer Füße von Menschen eine wirtschaftlich befriedigende Pxistenz und die Genugtuung produktiver Arbeit zu gewähren, ist heute nur ein Zeichen trauriger Nachlässigkeit und wirtschaftlicher Unentschlossenheit anzutreffen. Die Haifa Bay Idevelopment Co. hat den größten und wichtigsten Teil dieses Gelindes im Ausmaße von AStnai IHinam durch Kushan vom I.L August 1925 erworben. An den Grenzen des Gebietes sind Arrondierungskäufe im Ausmaße von AtMNt Dunam abgeschlossen, weitere Arrondierungskaule im Ausmaße von K -Mlnun Dunam stehen bevor. Ferner wird die Gesellschaft für das am Ufer des Meeres gelegene der Regierung gehörende Dunengelände, welches ungefähr I2n>«> Dunam beträgt, eine Frbpacht-Conzcssmn erhalten. Das gesamte. von der Gesellschaft zu erschließende <««lande umlaßt also etwa 70 (MIO Ihinam. __ Die Grundlage für jede rationeile Bearbeitung eines so umfangreichen, vielfältigen und mit technischen Problemen aller Art durchsetzten Bodcnproiektcs Ist eine genaue Aufnahme des Geländes. Die Gesellschaft hat daher als erstes die Vermessungsarbeiten in Angriff genommen und diese bereits durchgeführt. Außer dem Boden der Gesellschaft selbst sind auch angrenzendef lachen, insgesamt I2iiiasi Dunam Io. pographisch aufgcnommeli worden Du- Karten liegen fertig vor. Die Dualität und die Frgebnisse der Arbeit haben außerordentlichen Beifall hei allen bachv ersiandigen gefunden Die Sanierungsarbeiten werden nach den bisherigen Berechnungen einen Betrag von etwa kaiiaai Pfund >lerlmg ausmachen. Am |9. Marz ist mit der /uschuttung der I eiche am rechten Ufer der Kishnn-Miindting begonnen worden Im Zusammenhang mit den topographischen Aufnahmen sind d-e Wassermengen der einzelnen Flußlaule und Duellen untersucht worden. Allem die kurduniguelle liefert ca. Paar s-ekuuden-l.lter Wasser, eine Menge die genügt um das gesamte ui Betracht kommende landwirtschaftliche Gelände ausgiebig mit Wasser zu versorgen. Die Bearbeitung der Pläne Iur die verschiedenen s,edlungs/oncn. welche Ivpen von städtischem Industriegrlande bis zu intensiv landwirtschaftlich bearbeitetem Boden umfassen werden, liegt in den Händen bewahrter Fachleute Agronomische Sachverständige sind mit der Prüfung dir liodetigualitat beschäftigt Zur Zeit sind I nlersuchungcii über die F.lgnung des lartdwtr.tschädlichen Bodens tut iiraiigmbau im Gange. F.s kann gesagt werden, daß es bisher gelungen ist. das Programm der F.rschließungsarbeitiii nicht nur cinruhwltcu sondern schneller als ursprünglich beabsichtigt dufchzutuhren Das berechtigt zu den besten fr w artungeu tut die weitere FntWicklung des großzügigen t nternchmens Das nädOste Qeft der Zeitschrift „Die /UdiscOe Frau“ erscheint Anfang August Jüdische Frauen, werbt für „Die Jüdische Fra«**! 7