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Die jüdische Frau · 1926-05-15 · 7/8 (15.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
7/8 (15.5.1926)
Date
1926-05-15
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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mcIi über dich« Worte und wurde die Krau des Boas. Nun brauchte kut nicht mehr Achren zu lesen. Kind: Und Naemi? Mutter: Auch jetzt verlieh kut die altC-Muttcr nicht. 'Sic nahm Naemi zu sich und pflegte sie. u le ein gutes Kind seine Mutter pflegt. Kind: Jetzt wciB ich. Mutter, warum du mir heute am Schau unt die Uesichte von kut erzählt hast. Mutter: Warum, mein Kind? Kind: Weil kut das getan hat. was (jott den Kindern am Schau unt zugerufen hat: ..Khre deinen Vater und deine Mutter!’* (Au» .hin Huch (ur unsere Mutier" von S. Müller, Heidelberg. Phllo-Verlag. Hcrlin SW 6K. LindenstraUc 13. Preis in Halbleinen 6.50 M.. in (jaitzlcinen 7.50 M i Mutier. Nun hast du deine Maud auf mich getan. Auf meinem Haupte fühl’ ich sie erheben. Und dcutv Augeu idtcken sanft mich an. Als wären u jeder sie erwacht zum Lehen. Ich spure deine weihe Tutenhand So seltsam zart in nächtlichen (jedanken. Und hell erschimmert an der dunklen Wund 1 »ein bleiches Bild durch Blumenranken. \'uu meinen Lippen zuckt ein leiser Schrei, — <> Mutter, wie viel Jahre uns schon trennen. Ich hatte dir so viel, so mancherlei In banger Stunde heimlich zu bekennen. Wenn in mein Herz der abgrundtiefe Schmerz Mit Pfeilen bohrt, wenn alle Brücken brechen. I >ann liab’ ich nur den Wunsch, mein wundes Herz Vor deiner Liebe leise auszusprechen. Doch bist du dann so endlos weit entfernt. Und alle Wege sind in Nacht vergangen. So hab’ ich denn im Zeitenlauf gelernt. Mit mir allein zum Ziele zu gelangen. Nun kamst du wieder still zu mir herein. Und deine Augen leuchteten voll Segen. Und wie ein göttlich-milder Lieferschein Strahlte dein Antlitz mir entgegen. Gesegnete Frau. Sie geht den steilen Weg mit zarten Küüeu Und tragt nur Seligkeit in den (jedanken. Durch ihre Seele-schwebt ein tiefes Danken Und jede Blume uill sie freundlich grüUcn. Wie in Verklärung ihre Augen schimmern, — Als hört’ sie leis’ ein wunderbares Singen Aus dunkelblauer Himmelsferne dringen. Wenn droben ungezählte Sterne flimmern. Sie geht den steilen Welt mit gutem Herzen Und schüttet alle Liehe auf das Lehen. Das vom (ichcimnis wundertief umfangen: Und leise lächelt sie in allen Schmerzen, — Dem Opfer ist sie willig hingegeben Und tiefster Sehnsucht voll ist ihr Verlangen. Von Kr. C i n g i a. Die Diskussion. Wie denken die Jüdischen Hausfrauen über die Einstellung Jüdischer Hausangestellter? A n t w orten Aul Ihre juv.lt nur juUctst wichtig erscheinende frage kann kh beruhten, dali klt »eil Jjhrcn nur indische HausjiiKe»tellte beschäftige und bei ihnen aul nicht mehr oder roobere fehlet eeMoUcn bin. wir bei meinen früheren anderseUubteen INenslbolen. Sowieso btele Ich meinen Hausange- «leltien Verne Arbeit jn die kh nicht ebenfalls selbst jusluhren vtuidr wenn kh ohne Hille mein Hjus versehen muhte Eur mein lie>* uütseiit ist es aber angenehm. djH diese Mjdchen in indischem Haushalt Ihre Arbeit verrichten Können, wodurch sie viel eher unserer (daubensgemeiuschjlt erhalten bleiben Ale wahr Kann kh wohl auch die Hehauptung aulstellcit dal! cm indisches Mädchen Kaum In einem andersgläubigen Hause Anstellung linden wurdK Als», verehrte Leserinnen, machen Sic luhig einmal den versuch ' trau Amalie Stern. Iterlm Sun mochte kh aut Ihre frage der indischen Hausaugceicllicn sagen. daB kh es einfach tur eine moralische Ptlkhl tedei indischen Hausbau halte, heute, wo Arbeitslosigkeit dem V er Kommen der Jugend tur und lor öttnel. indisches Haus pcisonal tu heschAltigc«. Mcinlkhe HedenKen müssen tu- 10 ruckircten. wenn c» gilt, den lungen (ilaubensschwcstcrn loten Hoden zur ehrlichen Existenz zu geben. frau Agathe Jakob, Stettin. Es Ist gut. dall diese frage der indischen llicnstbotcn einmal In einem iddlschcn fraucublatt angeschnitten wird, und dail diese Erörterung gerade In die Zeit der allgemeinen l.chensnbtc lallt. Ocnau so wichtig tihtnlich. wie die Eorderung an die Haustrauen, indische» Personal zu beschäftigen. Ist die Eordcrun# an die weibliche indische lugend. »Ich nicht tu schade zur Hausarbeit zu halten. Leider stöBl man oll aul einen ganz unberechtigten Ihlnkcl. der die Hausarbeit unlerschilzl. Ich kenne indische junge Mädchen, speziell an» kaufmännischen Hernien, die es weit von »Ich weisen. Hausangesiclltc zu werden. Warum? Sie möchten, wie sie sagen. Ihre Hände zart erhallen und ihre .Ercihcil“ nicht oplcrn. Sic überzeugen «ich aber nicht erst, otz ihre Erclhclt In einem Privathaushall nicht mehr geachtet und Ihr ganzer Mensch nicht mehr geschützt und geschätzt wird, vorausgesetzt natürlich. daB sic ehrlich und brauchbar sind. - Leider linden viele eist den Weg ..Ins Haus", wenn derselbe schon versperrt Ist. durch die die vorherige Lebensweise die sonst jeder Arbeit abhold war Erau IH. E. Hernsteln. Hcrlin. jAdbcfca Kraam. wartM ttr JNt tttdbcfct Praa“!

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