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Die jüdische Frau · 1926-05-15 · 7/8 (15.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
7/8 (15.5.1926)
Date
1926-05-15
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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d.ts k.tiiii, iniilt ich /u\<tr die Well dnrcltwandern und ..Ile*. vvo v iui ich reden will, mit ^i^eueii Aliud »elien '* — r-^ -- Nim war er um seine*» leinen sclum^so erfüllt, u.ili er »ml die Freundin uar nicht mehr Acht hatte. Wlnuv Kann man die Wcifm/Voncinandcr losen?“ .. la. sie sind nur iiieiuandcruc,schoben." _ ..I as ist ent." ■iiieiuleTet-fieiiujIie fmli]icb> „Ich Weiß, d» Iraest >|>'I /llr I rinm rw'iil ni| '«tii|i V ^tieTkonnlest du dich mehl mit einem Weif heunuuen und die anderen mir ucbc.nV I »aiui wurde ich eieich meine Weise machen uutvr Freunden nicht wahr da darf man schon so etw .1% erbitten?" M.itn.iti.ili war 1*1.il! ec wurden. Sie nestelte an nein Wmii und /nu die Weifen vom Finuer. lauen cin/iuvn lieh sie stecken. ..Itist du deshnlh herueki mimen?“ „la. freilich." antwortete er. vor l reüde nun uauz verwandelt, und kullte ihr /um I »ank den i»'i»ufinuer. d.> wo bisher die Weifen cestccht hatten. ..Nun mul: ich aber eilen." saute er uhermutiu. ^.d.imit ich dar» Ifcrnbmtvverdcmncht versiitmie." .M.ttn.itj.ili bat ihn nicht, /u bleiben, und so verschwand er bald darauf /wischen den I .innen. Nun war es wieder still um Mutiintjah. — Sie schaute auf den einsamen Weif au ihrem Finuer. .AN irklich. du hast mich behütet." saute sie leise. Aber als der / weite I re und kam. eines laues, da sie uerade den Wehen I uttcr streute. - wurde ihr doch wieder warm ums Mer/, und sie uinu ihm rasch eiiteeuen. ..kommst du einmal nach mir sehen?" „la. ja." antwortete er. doch so liastiu. dalt man ule ich melkte, er hatte etwas anderes im Sinn. 1 luetilhch wollte ich dich um etwas bitten." „Ich höre." saute Matnatjuh. „Hilf mir doch." sprudelte er imuediildiu heraus, „wir stehen u »o miteinander. dnU du mich einfach nicht im Nich lassen kannst!“ .Was soll es denn sein?"/ ■ . <- „Alter du weißt doch, um was es sich handelt — > immer für mich handelt: Ich muß weiter in meiner Kunst, mau muß mir Zeit lassen zum Arbeiten!“ Als er keine Antwort bekam, fuhr er fort: ■ „Schau doch, mein Herr duträgst da am ArilT diese köstlichen Weifen. Ich weiß, sie sind eine Erimierunusuabe deiner Mutter. Aber könntest du nicht einen behalten und die anderen mir ueben?“ „Hist du deshalb hfreekomtnyn?“ frairtp sIp- -.Ja. iu. und veistehsi du auch, was'das heißt. wenn ich dir erlaube, mir zu helfen?“ Jiewiß." saute Matnatjah. Sic nestelte an den Armreifen und streifte alle bis auf einen herunter. „(>. du meine Seele, willst du sie mir wirklich uchen?“ Und er küßte ihretj Arm da. wo bisher die Weifen ucleucn hatten. Nun sprach Matnatjah auch manchmal zu dem einsamen Armreif. „Wirklich, auch du hast mich behütet.“ Indessen war w ieder der Frühlinu uekomtnen. I»ie Wehe suchten nun selbst ihr Futter: Matnatjah brauchte keines mehr zu streuen. Aber doch waren auch jetzt die Tiere des Waldes um sie, als wäre sie f noch immer ihre Hcschützeriu, wie zur Zeit, da der ' Schnee hoch lau und der Hunucr alle vor das Waldliäuscheu trieb. Matnatjah saß auf der Schwelle ihres Hauses und horchte: Irucndwo rief der Kuckuck, iruendwo klopfte der Specht und der Pirol lockte. — Sie sah auf die einsamen Weifen am Finuer und am Handuelenk. „N ater. Mutter, habt ihr das Ikhüteu so ucnieint?" I >a raschelte es über den Waldboden, ein Schritt näherte sich, und aufschauend^sah sie ihren jüngsten Freund. „Willst auch du mich um etwas bitten?“ Mit ein paar raschen Schritten war er bei ihr. „Aber ich habe nichts mehr:“ — sie hielt ihm beide Hände hin. „was soll ich dir denn nur ueben?“ Sauft nahm er ihre Hände in seine: „I »ich selbst. Matnatjah.“ saute er, und iu ihr Ohr fiel ein Klanu. warm, wie damals, da Vater und Mutter noch zu ihr sprachen, „dich selbst, mein Herz.“ und .er küßte sie auf den Mund. Kalendarium. Ui Vi'iil |*»»*» I uil»»ig ll.i.iv kiulisl..gs.ibge<iiJilcter.;7ii f reihing i U ccl'i'ioi j-> |S \i>ol 1 iii.ium 1 keiclier lieJeulender Schauspieler/., iil IIikIiiii.i lliili/unl gclciren , |S April 1 ngen Mnro hnn.iinjlcr <n ttiesl.rn geboren |S Apr il | C'M1 AlixanJer Ulan.oh Sehauspiclei. in tioro- Juik.i Ui.ili/ivnl gct-'len Apiil U»'a. Haton Mottl/ Hirs.li. Jei gioltie Philanthrop seiet /eit. m All-t|\ali.i ll iigjinl gcslofhcn^ «i. Atu il |sv. Hugo 1 ul'linv i Dramatik /» Hteslau geboren h Am n IM..* ku.loli Svliiijki.ini, iHJeuleiiJei Schauspieler, nt k otislaiidiiomT geboten l.t. .'V \mil ,M1 l’aulnic 1 ucca cclcietu l »rH insangenn In Wien »cholen 1* .'V Amil •sng»»all t iieJni.iim. her\orragcnJcr Dar. sic!let liagis.hu kollcn /u ItuJ.ipesl geboren 1» I Mal IM* AJoll Htilini i lujis.hci t ivtrlirr» r tu Ober* siirkfi geboren IV Mai IKMi: Ihenjor Her/I, geboren. M.ii |sM: (iiacnmo Meverbecr, zu Paris gestorben. Kom- IhimIsI vieler Opern, u. u.: „Die Hugenotten“, ..f*ie Airlk.incrin“. ..Der Prophet“. M.ii |s</*: Prot Hermann Schapira. der Initiator des Jüdischen Naiionallonds. gestorben. M.ii iss«, siegmuud h'reud. der berühmte Wiener Psscho- (.in.ilitiker. /u breiberg in Mähren geboren. Mai IM* kudolt Müsse. Oründer des bekannten Verlags. Iuiises in Iterlin. in Orütz tPosen! geboren. Mal tw*i Hermann l.cvl. (icncralmusikdirektnr an der Münchener Hofoper, zu München gestorben. Mai P*72 Moritz Hartinann. I Hehler, in Wien gestorben. Mal P*»>*> Magnus Hirschlcld. Sizlalhyglcnikcr, zu Kotberg geboren. Mai l*t>Z Arthur Schnitzler. Schriftsteller, tu Wien gcb. h Jüdhckc Frauen, werbt Nr „Die Ndhcfce Frau“!

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