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Die jüdische Frau · 1926-05-15 · 7/8 (15.5.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
7/8 (15.5.1926)
Date
1926-05-15
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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I > e i n < j o i t i s I m e i ji ti u ( l. Nur tlincr ist der oberste Herr dieM s Volkes. nur einer sein Dott. Lr darf nicht verwechselt noch"^ erlauscht werden mit irgendeiner .mdereii göttlich verehrten tiesl.ill. er hi I iner—Je-»—rtiiniuluT lind ewige >chopfcr von lliinniel und I rde, der Israel seinen Wen sein I'.leihen, sein wahres Volkssein am Sinai hat vorgesehrtelnii. W illst du. spricht Noomi. deine Maiis- -:«*11er mitiieltincii und sie insgeheim noch verehren. ' illsi du deine < mtter überhaupt < »>>u nennen? I nd l> utli anlM.itet mit Bestimmtheit. nur dein Dott soll auch me in < mit sein. W o d ii s t i r I» s t . d a vv i 11 a u c h ich steril e II u n ei e h e n et o r t h e g r a l> e » sei II. I »er I <*1 kann seihst als de i >traier und Radler emtr« teil. einstens halte auch der indische Deriehtshof diee Macht. sogar mit ihm /u strafen. I.• hliVv. he I leimte drohen hei Nichterfüllung den lod .-n Willst du dies, warnt Noomi, aui dich nehmen. . o du unee hundeii und frei als Meidjii lehen kannst. Keine \ e-r.mivvortttng voralem einen Herrn der Welt heimst'' her U»d hangt wie eui hamoklesscliwer» nhet ein sein \ olke. lind seine grobe tieschichte s^ht, ,hl mit liluti;er Hand, wie die I remdcit ihm lod IMiel \enli rhen /»gedacht Ulld /»getilgt hallen, hoch auch hier will Ruth nicht weichen*denselben Tod der (ilaubcnskampferin will auch sie erdulden, an derselben Stritte ruhen, die vielleicht geschändet wird. vielleicht die Unkel niclit mehr aui gleicher Erde sieht, lod und Drab sollen seihst die liebergetretene und die ludin vereinigen. ~ Nur der lud soll t r e n n tt e n zwischc u m i r 11 n d d i r. Wie eine Selbstbestimmung klingen diese Worte. Die Moubitcrin wird von der Hebräerin nicht weichen, sie wird ihr folgen, sie nicht verlassen. in die Heimat nicht mehr zurückkehrcii. es sei denn, dab der Tod ihre V erbindung zerschneidet. Ruths Worte waren deutlich genug, sie glichen einem Dekenntiiis. dessen sich die treueste Jüdin nicht zu schämen brauchte. Sie .ist verstanden, schweigend gingen die beiden Krauen weiter, kamen nach Hcthlchcm und erlebten dort, dall sie sielt geborgen fühlen durften unter dem Schutz der göttlichen Majestät, der Scltcchiiia. So ist Rütli ein Vorbild für gesinnungstüchtige, indische Krauen, für die Mütter von Davidssöimen. nach denen das Judentum der Degen wart lechzt. Indische Krauen, bekennet euer Judentum, wie Ruth es getan bat. und wir werden mit neuer Hoffnung in die Zukunft blicken! Die Juden von Venedig. Von M a r g a r e t e Marass c. I '..gibt ihm eine schone. stille Stadt auf diesem I rilenrimd. mul diese nennt sn.li Venedig. Weiche Wavset In. gen sie ein. lerne blaue Berge schützen mi W r du Willkommen sagen will, schwimmt haltlos, daher, im schmalen Schiffchen, dessen kiel der I lüt.nicht weh tut Diese'Killt hat ihre Karben l iebt dem klebenden Himmel Italiens entlehnt, sie miseht Meli den schwermütigen Opalglan/, das dunkle l.ii.i .ms eigener verborgener kraft. Ihr fehlt dir li hi rinnt, h ise. und geheimnisvoll erhebt sie. /tonal, wenn sieb das giobi >ebvveigen der Nacht iiIh r .dl die Ihm leben gebreitet. In solch i mein Milieu muhte sich das Volk der luden, dir i mgi w änderten, ein trostreich Dasein /immun, muhte das Volk der Veneter, der angcsi 'Mia ti das \ot ihr H.illhclikeit der Welt da di Julien / ii i ui k se lir ee k ti. damals wie beute, den minim rmiidi ii k.wnptiru ohne l eindsi bgkeit begegnen. Vuf eine t irahstätt.e m christlichen Kirche» haben is du ludi n niemals -abgesehen. ScImui da /ahlii ii In u Hebräer li’oins hl s.,i!i» ihre Kirchhofe an der appisJieii SM alte, dnlit bei den christlichen katakninhui Die verschiedenen tmnimdcn im eisten l.dirhimdiil muh vJmsto pflegten Hegrahnisplat/e. vmi di in ii funt Inkaimt sind Obgleich Kosmopoliten pat i viilleim. legten mi siits Wert darauf, den ''Jil.il .ms ihm es im Vnlriitteln nicht gibt, an Itgellil Stelle /li begehen In I’.idu.i erlaubte man uu Iahte I der starken und vi rmogi-udiH tudisclnn l lemeiude die Vnlage ums Iriedhofis mit der Motivierung: .. I rot/Jeili du luden du christliche» < u memde mehl angeliorcn und denn lehren nicht anerkennen, sind sie doch Mi,,MInn wie wo In Vundig belli len du bide» ihre loten auf dein I >d > Nuht dort wo mm mimet mehr aufhluhcudeu Itadioft nur eint < lotlheit. Ju MigeiiJe Mode, w allet. >» o | eute. du da*- | ibiii aubvten sich in der 'sonne l'raimeii und herausclicn. sondern in einem stillen VV inkel. den der Kirchturm von St. Nicolo beherrscht. Hier spricht aus den welligen Dünen stachlig grünes (iras. dem Kuli Neugieriger, die ein wenig vom schmalen Pfade uhw eichcn. wird es oft ein Hindernis. Auch die Mauern, die'den guten Ort einhegen, sind unfreundlich, nur die Zypressen ragen darüber hinaus, diese schwarzen Scliildwaeheu im Reiche Seiner Majestät des Todes. Ls gibt aui dem Lido zwei jüdische Kriedhöfc. einen alten und eilten netten. Natürlich erregt der alte das gröbere Interesse. ..Autico Cimitcro Israelitico dall'. anno IMV* steht über derJMorte. Der Raum ist nicht groll und gänzlich verödet, aber in der I »ämmcrstuudc. da ich mir den Hintritt erzwungen, lag etwas Sänftlich-Heschwlchtigendes über den uralten Steinen. Hier und da leuchten grolle, stralileudroie Illumen ans dem wilden (iras, sic führten ein eigenwillig Lehen, denn niemand pflegte ihre Schönheit. Die Urabsteiue. deren Inschriften wie auf fast allen indischen Kriedhofeu Italiens in griechischer Sprache verfallt sind, Zeichneten sich durch sv mholischc Skulpturen aus. I »je sich häufig wiederholende Kigur einer Art von Pulcinella, beladen mit dem W einstock, wulitc ich mir nicht zu deuten. Viele Steine hatten richtige VVapiien mit dem ritterlichen Visier, l in Stein mit vier Dahygestalten in den I cken aus dem Jahre I7n5 soll auf dem Dralle einer Krau mit ihren Kindern, zwei Knaben und zwei Mädchen. lagern. So wenigstens erklärte der Kustode. dessen Dehirn niclit sonderlich mit historischer Wissenschaft beschwert schien. I»er neue Kricdhof ist ei» grobes Dcbict mit Drüber» jeder Art. schön dekorierte Statten wechseln mit gänzlich verwahrlosten: ..K'orgotteu stones. wept by no mourner hut tlie moaning vvave!“ legliclic figürliche Darstellung fehlt, ein Ile weis der strengeren Befolgung mosaischer Deset/e im aufgeklärten Zeitalter. Im römische» Ci.neterium findet man Kragmente ornantenl Jüdische Frauen, werbt für »Die Udbck Frau**!

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