Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 5/6 (26.4.1926)
- Date
- 1926-04-26
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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V i* weilst, und wenn du auf dem Wene wunderst, wenn du dich njcderletfsl und wenn du aufstelisf". war unseren Ahnen Wegweiser durch Jahrtausende der Wanderungen und uVerfnkuinten: seine l'lrfiillum; hat JudenheiLund Judentum immer wieder eerettei: sie hat „der filtern Merz den Kindern und der Kinder Merz den filtern zmtew endet“. Miesen Wci: .muH •die Judenhrit-wieder tfrh«‘iir soll nielit d.-is liitlennmf dem b'nteniirflK eewertit sein. Mutter und Lehrer sind berufen, 'kommende (ienerationen auf dieser. Wevr zu führen. So komme*’ ich zürn zweiten Male mit meiner Mitte, diesmal mit begründeter Aussicht auf Lrfitlluim: helfen Sie dazu, daü in recht vielen jüdischen Mausern Sabbat und beste mit ihren sinnigen Sxmbolen wieder fiinziu: halten! Sie haben mir mit Stolz die Milder aus dem jüdischen Familienleben des Meisters Oppenheim «czeiut. das Maiisneschenk Ihrer frommen (iroümutter. Sie zeigten mir die kostbaren jüdischen Lrbstiicke: Sabbat- und Chaunkkahncliter. Kiddusa-hh«-«-fn-r—Scdcrpl.iffe—vmd—Iora- ' schmuck. Ihnen Meilictumer. ceweiht durch die Oujdition Ihrer Annen. Helfen Sie mit. diese Leber- Üeferniic' fort/upflan/en in Ihrem Mause! helfen Ne mit. dall auch in anderen Mausern indisches I eben das der Sturm mitleidlos entblättert hat. neu erblühe* , Worte sind Ncliall. Mild, r sind l.irH“»- I ehrvn Mrt— Heil tot ohne l.rieben und Miterleben. Aus diesem (ic*lankeu heraus sind die I e st bilde r entstanden, die ich Ihnen hiermit ubercebe. ein <ieschenk für die Mutter. Non diesem t leiste sollen indische I Iternabende cetr.icen und erfüllt sein Ich bin Ihrer Mitarbeit nun sicher und schheUe mit dein Tora wort, das wir am \ ersohnunestac’e horten: ..So wahret meine ticsetze und Rechte, durch die der Mensch, wenn er sie ausubt. elucklich lebet." I lii'sfN Werk t m Huch Itir unsere Müller", s < *n s Müller Heidelberg. warm zu einplelikii, Ii.iinn t:i lur unser« Pllicht Phtlo-Xerl ic I litdenstraB«- H Die M. Ir iltfeitung Die Diskussion. Wie soll die jüdische Frau sich /um Antisemitismus stellen, was zu seiner Bekämpfung tun? Mil der heutigen Antwort verlassen wir dieses Thema. Die N.hriftle:itung. Nachdem wir einigen unserer Leser das Wort zur Antwort aut die aufgeworfene f rage gegeben haben. itestJtte man auch der Stellerin des I hernas einige Hctnerkungen. Die Art des (iegnertunis der Juden hat sich mit den Jahrhunderten geändert. Khemals machte man der ..Religion" ..den tiesflzen“ des (jottesvolkvs den Kriegman zwang die armen Märivrer. ihren tilauhen zu verleugnen, .tiebote öffentlich zu verhöhnen und zu übertreten. Man w olltc sie zwingen, uud wo sie sich . weigerten, bereitete man ihnen qualvollen lod. Auch die Religionskriege im tiroßen waren weniger gegen die MeiiscItZh. als gegen die tieseize und Mtte-i gerichtet. In heutiger Zcit-Sritl die Nationalität die Kasse in den Vordergrund des Liters, t'm „Jude", ob et sieh dazu bekennt oder nicht mehr ob die laufe sogar sein Haupt berührte, bleibt eine hassenswerte Kreatur .die Juden" sind Lremdlinge. sind 1'nredliche-. Heutiger. Heuchler. Prunker, (irofituer u. a. m. Ich suche und forsche nach dem iiuHcrcn Anlaß dieser.'Adndenirrtl l nJ mente Antwort lautet „Was die ^enge wahrnimmt, was sie stellt, das hckampll sie! Wahrlich, der Neid hat wohl immer eine Kölle gespielt Als alle Judeil noch öffentlich ihre (iesetze vor den Augen der .Andersgläubigen hielten, als Opfer gebracht wurden, als Tempel gebaut—wurden. welche in ihrer Pracht die Kirchen überstrahlten und die heidnischen llebelslälten. da lurchtete man. das l.ieblingsvolk tioiu-s konnte m seinen Augen immer hoher steigen und man neidete auch die innige liefe frommheit des Judenvolkes, das so charakterfest m \etsuchung und Anfechtung blieb. Mit den Jahren traten die religiösen Handlungen. auch schon nach Auflösung des Kelches Juda m den Hintergrund. Aehnlicli wie der Katholizismus nach Aullosen des Herrscherlutns der Papste an äußerer Wahrnehmung verlor, haben die Juden ihre Keligion in die Mille der Itehausungen und in den verborgenen frieden der l loiu-sli.iuset gerettet. Was aber zuriickhhch was letzt nackt lag vor den Neidern und ängstlich nach f ehlem und Mangel suchenden (iegnern. das war das auUere Leben der Juden ihre liest a I l . die Anlall gab zu >pott und Hohn, ihre I t a - h t ihr Handel und W andel Wie sitrlich hoch wir m unserem T a m i I i e n I c b e n standen, das wußten m( alle wohl, und auch dahin reichte nicht ihr Arm. denn weder Hall noch Verfolgung, nach Ausweisung konnte das Hand zerteilten das die Angehörigen untereinander herrlich festigte, und schmückte, liariz anders die genannten Itcohuchtungen von Tehlcrn und Mangeln1 Wer frei davon ist sagte wohl eine christliche 1 Itcorie. der werte den ersten Mein* Ih« Praxis sprach anders. Man hob Meine und schleuderte »,« nach etwas, das wohl auch existierte' Nicht Inno« t schlimm. «I«fch zu /erten sich starker bemerkbar machend Wir wollen Jetzt nicht den Anlaß hierzu dartun. der manchmal wohl vorhanden war sondern b«kennen, daß reue uns vorgeworfen««' Mängel und fehler da waren, da sind fern sei es von mir, nun besonderes den Juden solche vorzuwerten ■ aber man weill ia. all« s alles wird von liegnern ausgebeutet hervorgezerrt und vergrößert, was auch nur in Ansätzen existiert Was können Diskussionen leder Art. was M finiten was Aulklnruugcli dagegen machen-' Man w rd um so mehr zu antworten haben zu liehen Mhr richtig sagten einige unserer I c'cr. daß das .1 eben" der luden mit der /eit den Antisemitismus bekämpfen hellen wird und ‘daß daran vor allem die trauen ihr v Mnid« I« gen mögen' Nicht daß wir „nicht reden, nicht schreiben nicht theoretisch eifern * konnten vlie die Manier o nein, auch s i « -sollten wenigst gegen die Antisemiten als gegen irm die et« n AntiseimUc. mus durch ihr I *ben hervorrulen und v >>r allen; h « t * •■ r tiefen, sich wenden. I lebe I rauen. Ihr Xotbildir von «lern was s.hi. kh.h nicht nur von dem was nützlich " i»t Dir I dien die Ihr das wahre ludentum durch \ orbihllic hk« t (ut«r A rtatir«; schätzen lerntet, heit Ihr zunächst I ik h w«nd«n gegen MtrWesi. rn mul ft'-i t« ' .li«--lto a«*- anderen Wrgi" I ' d. 1 MTfflVt erzieherisch, nicht nur bei luten kmd«r! da* ts^jüjp, so schwer nicht, siesind k ein und tun und zart Cc.nde i rVw bei I rwacliseuiti nicht indem Ihr h«rns.h zur«- htw, ist ' sondern in Liebe" Sc flauet litufet und w.rkit' V.ht d« r blmd du I el'ler des Nächsten I ebers« h« nde I eht wahrtiatl ' sondern der mit den I r h I e r n »,««-, Hm.Irr lobend« der sanft, santt' seine Hand zur Hess, i mg reicht' Was man den Deuts, heu zum c. hr ec k!>. ton X rwurl« un Auslände* machte daß sic die *i«bre.h«n d«r X Ikei mir «r v-eMIgt und ihr« eigenen dal’«1 ob« rsah« n das soll mall d< •< Juden me und nimmer zus. h:« ud« rn «buten’ \ n schon ist getan w td, n Ol nirigsr«o lahter, da* groß« Werk, der W lederv«redelurig der L.d« c zu v otltutir.n VI« I« s Vieles afr« r tdeibl uns 11'g.h Z.I tun Ihr Tr-Oir'- sehr um Lu. fl h, f't di« Mutl«rha" .1« tat d't kut.Ur ler ,«I* d « e-roßen Kinder die ihr« Ptad« virloim t et u r v *' , ß> r, und inerr Anlässe man. hesmat* t-< k., pti so den A o>s« n.iiismus' f 11 « v e r Mie denken die iudiwhen M*u<1rauen aber die f insfelluns judKcher Miuxaniextellter? XeiilUriindcn unserer escli.it/leii. I e svritinen sind .Ulf diesedtirdt die- Sclivvetin /eitve rlt.iltiitssc t nd den M'l'citt m den v« rselttedt *n tt irvxerf*s-a /weitc’eii liretitieiid di'xxnrdenett l rade iitslit ttu» er -/ tuiseht. s.»nde-rn erbeten INe Ss'iuJftleftiMK Jttdbetee Frauen, werbt Hir „(He jlkflwcbe Frap“! ■'r,