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Die jüdische Frau · 1926-03-15 · 3 (15.3.1926) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
3 (15.3.1926)
Date
1926-03-15
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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Moscliko dachte nach. „Also ihr kommt in den Himmel, weil wir ihn cckrcuzict haben? I nd wenn wir ihn nicht cckrciiznM hatten, so wäret ihr noch mit der I rbsmide beladen?" 'I rciheli!" ..Nim. dann sollt ihr uns mir <1 mlli nr «<>m - doll war ihn cckreii/ict haben Sonst kämet ihr in die Holle. \\ nrntii \ erfolgt ihr-uns deswegen?" Harald wußte der verblüffte llawrilo nichts /u erwidern. ..Ich Klaube aber", fuhr .Moschkn iort. ..wenn ein MensJi in den Himmel kommt, so geschieht es. weil er es verdient Aber m. I.t w<-il mm .nJ—sor so ■ Saucen I.ihren cekrcii/ict worden ist. | s sind ja sein», \ icllcicht .zehntausend lahre I ebricens, ich hatte ihn nicht kreii/icen lassen. Wenn erscholl den I od verdient hat. so hatten ihn unsere Leute mit einem heu ehr totschießen sollen. Wozu einen Menschen quälen * \ber man sact. dal! er ein Irrlehrer war Sace mir. was hat er denn eicentlich ..eiehrtv" l nd das weiht I hi nicht? Also, er hat gelehrt, dal! man m der hirelie beten soll und nicht in der Suincocc. I nd dann, dal! mau alles essen darf ui.d nicht so nur emices. wie die dummen Juden. I r hat ecsaet, d.dl man oft Schweinebraten essen soll, Lud dann hat er noch manches anbefohlen. /um Mfispiel-4-hIh* deinen NachsTeTc wie dich selbst'- l>as ist nicht wahr", rief Moscliko. „das kann er nicht ües.iiH haben. I >as stellt iabei uns ceschrieben! h’abbi Hillel hat es cesact. Wir beten es tacheb!" .Aber bei uns steht es - im Katechismus!" 1 nd handelt ihr danach?" , .Nein' l nd ihr .1 s ist wahr". Siete Moscliko. „wir beten es. aber wir tun es auch nicht' Sonderbar! Also bei euch ist es auch so? Jeder säet es und keiner richtet sich danach w arum Slhwcieend chicen sie weiter I •.um blieb llawrho |>lot/lich stehen. ..Moscliko. mir fallt etwas ein ls eibt einen alten lacer in korowla. Milian Hrns/ko. der hat einmal in der Schenke cesact: Wenn Christus ein lacer cevveseu wäre, so hatte er nicht cesact I lebe deinen Nächsten wie dich selbst' I i.iim hatte er cevvullt. dal! dies unnioclicli ist hie I lete bekämpfen einander und der Starke mordet den Schwachen, und dasselbe t leset/ ist für [ H E I RA TSdie Menschen. Aber, hat der Jäcer cesact. Christus war ein belehrter, war ein Jude, und die kommen selten in den Wald hinaus. Wer im Walde lebt, hat der Milian cesact. der lernt die Welt verstehen und weil], wie töricht jenes Wort ist'-----——— „Wer weilt", erwiderte Moscliko. „vielleicht hat der lacer recht. Ls wäre schwer, nach dem Worte zu handeln. Aber schon wäre es! Und wenn es uumoclich ist. warum steht es ceschrieben?" Nun wißt ihr. wie der Wurm beschaffen war. Aber schwereren .Kampf, den schwersten, hat die Liebe über unseren .Moscliko >'<-t,^..ä>,- Viertes Kapitel. Ls war eine sonderbare Liebesceschichte, die /.wischen dun Moscliko Veilchenduft und der Schwester seines Mitlehrlincs. Kasia Dumkowicz. Anscheinend handelte es sich in dieser (ieschichte sar nicht um zwei Herzen, sonden?um Priicd. eine Wurst, zwei hartccsottene Lier und einen Hönisch voll Wasser. Schließlich aber wieder um Priicel. hie Kasia war die leibliche Schwester des llawrilo. aber sie war lance nicht im Hause der Mutter cevveseu. Sie muhte dienen und kam dann mehrere Jahre’ nicht heim, denn sie war sehr weit w ec. cunze fünf Meilen, has ist bei diesen Leuten. die so sebf-tm-tJer~Scfiolle haften. eine canz cehörice l.ntiermmc. Lines laces aber sie war damals achtzehn Jahre alt und Moscliko neunzehn — kam sic zurück nach Korow la. weil ihr die Mutter einen enteil I heust verschafft hatte, bei dem reichen Jacek llliua. Zwar hatte dieser horfkönic einen berücliticten Solm. der auch Jacek hieß, und wecen dieses ebenso hübschen, als liederlichen Lrbsolmes cimc kein anstandices Mädchen cern in dies Haus, aber die Kasia fürchtete sich nicht, „her Alte cibt cuteu Lohn", erwiderte sie den Leuten auf ihre Warnunceii. „und wenn der Junee mehr von mir verhütet, als ich ihm zu leisten sclmldie bin. so habe ich cottlob meine beiden Arme und Hände, und diese Arme können alnvehren und diese Hände können ohrfeicen!" Sie sahen auch canz danach aus. diese Ilande. Piesic waren sie. und rot und derb und scliwielic. Am nächsten Morcen erzählte llawrilo in der schmiede seinen Kameraden die Neuickeit: seine Schwester Katharina sei zurück, .um Macd zu werden bei Jacek llliua und fürchte sich car nicht vor dem iuncvn lacek. (Lortsetzune folct.) ANZEIGEN 1 sind direkt an die Krdikl Ion unserer Zeitschrift ru richten. Witwer, Si l.ilm ult ihm mui »is* .i . Ii -i m i ii siilnun IiiImIhi eins s »utcit'i'uUii t vimii Ui ». Ii.i11n wiiii». In W i»!i i\i itu if u'um: uv 11 »ih und w ii I \. Ii.iU ii.lu' I'.imu .iu» c..Hin tt.iU'i llwu .Voiii Muk It.n »i turnten er wun». Iit ' >11 un’ti I > I III uti .In kid.ikli.'ti .Ihm » IC.HU » 11 In Ii .. Junge Witwe hi» tvlic I umili» Wau Ui mn »'jhiikiin W.hKIkii wuii». In W u d» r \ 111.» n atunc mn n»l null». In in Mion in k( »n In tti i l><>»;tn<ii. ua.h W|lw»r > Zummr und »tw.i» lljfiii itncrn unh.itidcn Zu», tirUli n (ib» >( ■in dn I >K )dii I I4ii. uni» > I > | I l>>? heilerer Witwe» mit iiw.i ko»»i M uhilt.bim t nik.inimiS' nun».hi »i.h ihm 14 mir tiiii»ik.ili»»hcr I i.nn» /nwrhmutm \ul Nirnmciii wird Kein Weil gelegt > illdlin iiinnnt I>n mdi».h( trau enie»'een .unter I j I I>"> Junger kr/l mm (in dur.li I1t ir.il dns l'iuti» de» >.hwicgcrvater» erwerben. Iiiiikc I r.inn . in»hi ni'er k> I.,hre. kniilinl in I r.ici 'idl. Zu».hriltcn »nid ru rieh len .in I>i» in.! t rau linier I). i. t tun. hindert«»« Witwe, v ereiii».imi nnn.1,1» dur.li hi>rr»»i»-iiideii/ alt gcbild Herrn .wc. k» »|Mtcr»r t1m.il kennen Irr neu Hm 4» lullte und chcnt.ilt» gebildet. He- »iiri eitlen»» Henri, (liierten unter I r | t IH* ull dl» hVd.ikll«n die»»» Itlallc« erhelen Zwei l'reundlnnnen. Auf. Zu. »elh»i.md. Charaktere grolle f'lr»»hcmimgcn. »liehen •ml nur intelligenten Herren p.i»». Aller» Hrielweeli»el /week» Verheiratung. (>11 linier I». i. t\ III mininl die I.x|). die»er /»■it»»hriti entgegen. Direktrice für li.imeukiinlektnm. I'.nde ln. nmehtc t he cmgclicn mit Kaufmann, hei dem »ie ihre gc»»haftl. lahlgkcHcn verwerten kann, .'-/minier wnhnnng vorhanden. über kein Vermögen. Zu»»hrifien an Ihe iud I ran unter I>. >.b II.' Kecke Ittr «eine Sekwesler. 27 Jahre all. b»»ebeiden und hau»lieh. mit .Viui W. Mit teilt. »oliden Wann in se»iehcrter l'o- »nmn litlrrten unter l> >. I IM an die f/edakimn die»r» lllattc». Judbchc Frauen, werbt Hir „Die Kidikche Frau**!

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