Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 3 (15.3.1926)
- Date
- 1926-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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in.ilniK.li mehl so <eii.ni: und die Bürgersleute wollten ’ gerade /ur *'>nnnlagsfeilfr .im meisten Kuchen iWCII _ Sun ).i. wäre t \ sein eigen ('losch und llliH ge-— wi'stn. da In,Ile es ihn vielleicht gewurmt. dah er nein sn reeht tnmini und kirchciigchcnsch war. wie es Min je m der Stadt hei den wnhler/ogencii Zimftkindern Brauch w.ir Aber diesen d.i den hat inan doch schliehlicli nur mm des lieschaits halber angenommen! W arum sollte er da mehl heim I le Schaft bleiben '* I t.i aber kam ihm eines I ages der Helle l'iarrer mit grober I eierhehkeit und l'insierein l.rnst ins II.me Wie wäre das elftes Meisters der vornclmisieji /m it am Mrte w urdig. sieh sein bisher gottesfurchtiges Haus verunreinigen /u lassen von solch zugeflogeiu m lleideiikmd. um des elenden Mammonsv' willen' I r halle selmn darüber bericlilel. imu die Somii ii winden an ihrem neiien'W olmort mhii Herrn I r/bisehof m Hamberg drunten mein gerade s.mtt uiipi.nigen wirdeii. das sie dies amerlr.mle Kind in höllischen'I uglauheii \ersmkeii hellen. 11.1 s ,\ai dem braven Muster ganz I rst.iunticb veim I lau Mi isu rin halle doch dem I’flegcsolm. wu es sich gi huliri. ein schönes, buntfarbiges IU ilicetilnld unter i das mul mit einem ganz neuen /u rr.tlmn n versehen, nlu r m iii He ll gebangt und ein tclil vergoldetes kru/ifiv noch evlra I »e i l‘l.irret hell auch ehe Meisterin Imieiiiruieii. I »n rm le le ve rle gen unter seinem 7nrSehenden Blich mul ei siaiul bald la. die Hinge Magd hatte es ihr .null schon ce stecht. Als ehe neulich fruh morgens iliirehs lu imilche kleine Sclnebl iensii f oben III der Wand halle nachschen wollen, ob der nein lunchcri muh sc hhele. da halle ei das heilige Bild über seinem Bell ee ce n du Wand ce kehl! gehabt. dal! nichts davon zu sehen .;i vesen. als die il.iilinier geklebte I .«t’l'i I i.is m.ii iiiiii eine böse. böse I leschichte. Wer wollte es da den K alt i sin s v erdenken, dal. sie gar kenn II . hie Iteiide an dein durch den Hellen .1 le schuttshi tin-b Ce e inte lei liolelsecen hallen Und an dem m du Haus i u komme neu msh weniger I tief was sollten die h amiiikes denken? I he hallen ihuh. iel/i auch ein w Olle hell drem/iireden. Wie winde denn du c.m/ besonders Stil ngglanb,.^. I rau kai'iinke ihre \i Ile sie solch einem Moulsket/cr /ur I In ce lu n' Aber da kam de i klugen I rau ein < le Pauke la i.i. das wollte sn de in I re vier selber sacen. mul ihm cuiiz cruiulluh eien levl dabei lesen Pas muhte ihuh nutzen l m du allerliebste, blonde t ls,. ela tat ein uiiice s Mannsbild eh uh vor mehr als t»iiu m Billigen das knie beugen Pas wal am;'onntnc nach I »Sil I n Hell lockte du 'sonne, dall auch du piohtgier igsten l iescliattsh nie e ni I iiisi he n hallen und ihre laden Schlossen tun ir de ii vv midi i voll milden I rnlilmgst.ig hinaus zuzieben Be V Ol aber all diese sich in ihren Ausce In Staat ce wollen hallen, lief schon Natlianael um Jen alle rscr.uu ii. muh von de n I »entschritten! er bauten li'mcwull herum weil dr.mben hinter der St.iJt sine I fuindin Sarah zu treffen \tis ihres \ aK i s I .ulen sie zu holen, dm Ile er je zt mehl mehr v* aci n \ul dt s I Malters heimlich I leheilt I'allle du ii'.iui M ied dun ul/t alle r vv I een auf und hatte Sc holl uinc't der Meisten" allerlei liinlerbr.iclit von des IMIectsolnis l nie.in. mit dem buleuvolk Ms duiuilu s inttalsch zwar hatte ehe e' der K1.it vlisinhtUcu . . r vv u se n > au ernsthafte \er " ,i* c af'e r if.uti .fein Bi Sc l.inl-hcten Zille il Wirdtm lasseti. Pud ja da hatte sic ihm auch das andere verraten, das ihm jetzt so wild durchs die Adern pochte und den stillen Menschen so rebellisch iiiucnte. dah er wie Ih kvilder Flucht drauheii hei, Sarah ankam. .Mütterlich besorgt lecte ihm die nun auch schon I uni/elmj.ilirice die Hand :>u,f die Stirn: ..WiTk hast nur lungcV Bist ja ganz fiebrig.“ „Del k nur. was die I*rau — die die Meisterin Cesaic't hat „ls doch deine Mutter jetzt. Natha-. iiael!" „Hie nein, das ist die nicht. Die gute schwester Katharina, ja. die wa-rUt^inc Mutter" — v in heihselmsuchtigcs Schluchzen-stieg in ihm auf ..so himmcKgut und treu war die. Und die anderen auch. alle, wie lieh, wie " ..Wie lauten!" half;iliuj Sarah ein. „Ja. ja und viel, viel frommer als die dahier im Haus alle mitsammen: und car als die muckri'ce I rine. die Magd. die mich immer angcbeii tut." Pille Weile sahen sie still aut der kahlen Steiubriistunc und schauten auf die Stadt hinunter und in den kristallhlauen Himmel hinauf. Plötzlich fuhr der Junge mit groben Alicen w ie aus einem Traume .ml und iahte nach seiner (iefährtiu Hand. „Du. Sarah. weiht, was die Trau noch gesagt hat die I Ne. die boshafte Bise Kaminke. d>e mir immer die Zunge rausstreckte und hinter mir dreinspnttel mit ciem Hottclierkarl die soll ich heiraten, wenn ich mal-grob hin. sagt sie. Aber ich tu es nicht.? Niemals tu ich das Lieber lieber cell ich auf und davon, zu Luh nach Hävern hin: weiht, nach Bamberg. zur ..ulen Müller Katharina." Nun konnte auch Sarah vor I rauen car nicht ■sprechen. Nein. nein, das durfte er nicht. Niemals mrtcehen! War ja ihr ciii/i'cer Lrcund auf der Well, ilu Bruder! Aber das wuhte sie auch: /.unftkiiider dürfen nur untereinander heiraten, und frühzeitic sein Mi wird eins dem anderen versprochen. Nur c»t. dal’* Ins zum Heiraten noch lanee Zeit war: vor allem muhte er letzt wieder froh werden. ..Ti sieh. Nathunucl. da sind noch \eilcheit!" Liner an des anderen Hand sich stutzend, kletterten sie den schracsteii l irasli.mc des alten W alles hinunter, den kleinen Hlumen nach, die da wie holde Tröster ihre blauen Köpfchen aus dem Lrühliiigsgriin hoben. I »ah aber eine can/.e W eile schon die verräterische Macd. in einer Mauernische droben versteckt, sie mit bösem Blick umlauerte, ahnten die Kinder . nicht Wenn Wachtmeister Mulmikc seine Augenbrauen überhaupt noch finsterer /usummen/.ieheu und noch drohender mit seinen schweren Stiefeln nuftretcii konnte als sonst, so tat er es beule I >urcli das ganze Haus schrillte der blanke Messiiigklopfer an Meister Kunisius l ur. mit dem er seinen Liiitritt in den Laden verkündete * tiauz erschreckt kam der Bäcker ancelaufen. und sein Schrecken wuchs, als er in des (iestrengen Hand den dicken Brief mit dem groben, roten Ratssiegel sah . Was brmet der Herr Wachtmeister uns denn da .ms H.uisV" ...Niel Mutes sicher nicht, seht nur selber nach'" lautete die Nut wort Nein, das war nichts i uites. war sogar etwas sehr, sehr Böses so dall der Meister sich entsetzt an ilc.r» kopl Iahte ff Prlsetzimg folgt >