Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 2 (1926)
- Issue
- 3 (15.3.1926)
- Date
- 1926-03-15
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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^Wit? dfirsli n ilm (Wi»n..ührn n.n li ili-m I 1,'hP fTÜV W'intersehnsueh, «eilt dahin: ist üocli das l.iclit ilrtc Lrfiillun«. ist es doch zu«lcich auch ein Sinnhjfej des Soniiendaseins dcsJVIcnsclicndascins sokm«e er lebt der Seligkeit .in reinster Freude, wenn er nicht mehr ist! > Der Mutier £ießi. UKJe brennen bleibt dir liebes, trem^ Iler/ ist darin ihr Auce schaut ,iuf mich, so la»«c ich lebe l'nd er las. den Kopf in beide Hände «cstul/t. aus seinem Notizbuche so als läse er aus seinem ticisteit Innern: Da preisen denn /.ur Sonnenwende die verschiedenen (iläubi«en ihre Licluer - die einen den W eilmatditsbamn im (ilanzc strahlender Melle, die aiiufcr» ciM^kleinen feierlichen Oumnukahsternchen di«fi*lrittcfi heuer der hreiheit und Hoff»»»«! Alle diilse l ichter «cliorcn dem Leben an und \oll von l.rz;ihluu«cn der Be«cistcrun« darüber schritt .in einem Schneeabend ein ziemlich I »parteiischer des W t^'cs. Plot/lich blieb er vor einem Bekannten stehen, den er lan«c. /eil nicht «eschen hatte. Der Herr war so still vor sich hinsehend dahin«e«an«en. daIJ er erst auf den Anruf still stand und autschaute. „Nanu mein lieber Karl . haben Sie kein l.iclit- Icin weil Sie «ar so trübe blicken? .letzt miiH doch ein jeder eine «Vwisse Melle um sich haben «leicli ob W ciliuachtsbaum. Lhannukahkerzen oder I reudenieuer der Licht wende und ich bin noch l icht /.um Lude «ekonunen. welches das be«ehrcnswerteste aller Lichter sein konnte." Karl seufzte, sah einen Au«ciihliek sehr erriet und trauri« vor sich hin und sa«te dann: „Wollen Sie wirklich mein Lichtchen sehen?" Der'andere nickte, nahm das (iaitytc für einen Scher/, lieh sich aber «utmuti« am Arme nehmen und von der Hauptstralk* ab durch ein Dctulppicl von Seitens,sahen nach der Vorstad? fuhren ohne vieles mehr, denn einiue kurze Worte mit dein Freunde- /» reden. Aufseiif/end blieb dieser endlich vorhinein niederen. Iaiidhaiisarti«en < iebaude steli^n *7das /wischen zwei (iarten still und bescheiden lierv orlu«te. Auf sein Lauten tonte ein feiner'Ton durch die I ta«c». und eine allere, dunkel- «el leide,WDicticriu öffnete. Der Fremde fühlte -'s traulich und doch ein weiii« schmerzlich aut sich zuweilen. als er dem \ orniischrcrtcudcn die I reppe empor, nach einer Anzahl nebeneinander sich oiinender Iv’aume fol«te. Mail le«te auf dem niuMc- «cdaHipften Vorplatz ab und schritt dann in ein beha«liches Mcsuclis/iniincr mit dunklen, schweren Samtv orlian«eii vv eichein. «esatti«tem Lichte, am holländischen Meisterwerken sich verlierend. Miei war (iediecenheit und \erino«en W'isAen und Kenntnis «ahen sich ein Stelldichein in dem «esclunackvtillen /immer Karl aber «in« auf weichem Teppiche nach einem kleinen Tische auf dem nichts als ein einfaches kleines (ilas stand, in dem in Oel ein Nachtlichtlein schw ainiii. das dein Pauiiic ein «espe»sti«es blanunlein nach allen Seiten hin Zufuhr,c. Karl sah in tiefer K’ulirun« eine Weile darauf nieder, zo« vom nahen Kamine zwei Muhle herzu imd setzte sich dann den Bekannte» zu «lei«.hem auffordernd vor das I ichllcm Merkwurdi« wahrend der Ankomnihn« sinnend und deutend in die kleine zuckende T'lummcschaute schien sie sich zu recken und wie ein iriildes. klares Au«e zu ihnen beiden hin/iischcti ..Das ist'mein Lichtlein." beeunn Karl schnell die recliU Hand über die Stirne «IciteiT^sscnd v s ist das Andenken an meine Mutter eine Mutter I reund. die mir vor Woclien starb’ Aber ihr Licht wird in meinem Hause nicht aus- «eilen, so wie es dieses «an/e erste lahr »ach ihrem tut Lichtlein in meinem /immer \ erbreitet hellen Schein l s brennt, seit, trauri« für immer. Die Mutter deckt hölzerner Sshrem' I s ist w ic ein liebes Alice- So mild und warm, voll I ro.st. Aus ihrem \ erstellen ich sau«e. Wenn bitter der Schmerz m mir tobt l.s ist wie ein warnend Mahnen. Auf einsamem l.ebeiiswe«. I iri licfeiupfiiiidem^ JUuu-m - AS ie eil« min kunfti« der sie« l >h Lichtlein, ich will dich tra«en \ oii mm m wehet Brus,. Dich still erhaben zu lra«cii Wenn Schmerzen, nur winken wenn I ust So nehme ich mjmic I rauer l in dich für alle /.eit Mit fort in scli«ein Schauen Mit he unlieben «/.ihre n «eweilit' I r sclivv ic«! Nichts sprach im Paunie. aber dem Fremden hatte sich eine Stimme m seinem Innern erhoben die fühlte das I iditlein im >cle. wie einen hellen tastenden I i»«e, dal! auch er eine Mutter «ehabt hatte die er mit sich tru« durch I uistcr ms des W miers durch I rubtiis m IleIle und er reichte Karl seine Mahd, wahrend er sich nicht schämte dci warmen, dicken Impte». die utiaiii halts.uii seinen \u«cn entepiollen I icht Sinnbild der I lebe und welche wäre «roller. denn die der Mutier ' I icht. Mnn bild der I rdcimiutter Soijiie. durch dich erhallen wir I c he ii du «ibst uns (ilauhe u au ein ui.ic hti«e \ Da sein der \erwesuii« trotzend' Was'sind die iiacli«ealunteii I tclilet. ehe die Menschen sich au W e«ebie «un«e n stellen, um nicht zu v«r/w«i(el» «e«en dich, du emzi«^. . w .ehre s. . unv e rste «bares I icht eie-r Mutterliebe ' I B f ♦ ♦ ♦ j •<mi» -Hie». JudenauQen. '. f.'ß ii\ -l-ti-fl * .-ni? <iU- Jd runden x: mi-: rnn. f >-a ji, -r.„ ‘Tan kdrin <iu-. ifnrn -.j. Und -dillr-t *• fuM.,',n ' fo... hf ’at’Cr v fijur /iir.nr*.' i ’lnn »,’i;rn Sri/. J.jt-fi . f aCnr } odrn frti? a ’e a *•: «*.*. JaC’flun :rr! lanj -n.; .?«*rim. f. ,'n." $ I ♦ JtMU»clw Franca, werbt Nr „Dt« IMIkIm Frau“! J