Mannheim
Compact Memory

Die jüdische Frau · 1926-03-15 · 3 (15.3.1926) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die jüdische Frau
Volume
2 (1926)
Issue
3 (15.3.1926)
Date
1926-03-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/4899998-4932217-4932306--336-4900316
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

von diaubeii uiilil limciti k«»miti;. Mt hallt ja'sehr oft mini;' von ihnen zu leide» tcliubt und wuhtc wie IA tat ___:- "" Mil irohtm Aufatmen sali der Knabe mc an lind iahte d.mkhai nach ihrer Hand, Zutraulich wie eine -Schwester minie sie ihn hinein in die haihdimklc Stube hinter dein Laden und /einte ihm ihr kleines Welch, von dein heute ein unnekannter Sabhatfriede den I re inde n iunlinn I he Ihippe /einte sie ihm. die Mt siili an» ■ ». , 1.1 ..—■\bialll» Voll“ \ateis Werkstatt /ure ehtnew lekelt und mit der me /.vvoltialuue sh nein noch spielte. trotzdem der . VateJ ube i die \.u ie lei schalt: sie hafte ia keine Mutte i mein und sollte der polnischen Mund das Halis besorgen neben Nathanael sah dem Mädchen unduthtin e i st.uniT in die Annen, die-dunkel waren >»it sine uni neu Wie war doch diese hier so Nuii/ autle is als die kleinen Blondinen, die er von l.leinanl von, dej Klustersvliule her kannte: und die doch minier nur kichcttcii und sich in die t Ihren liisehelun sobald sie ihn sahen Ibis wurde Sarah sicher nie tun Wie seltsam Heimisch wurde ihm ui der ennen Milbe in de, dis.li die wefiinen Möbel ncilickt und ccitiiiiL iuwt Wie nebornctr triau sich doch unter solcher an di km Hecke lulilcii konnte! In den liimuieUiolien weiten klosternannen. in denen jeder vchrit! nachhallte. w ar er ein kindisches Hanne» nie his eewonlell I tankbar st.huikti ei seiuei neuen I rcimdm aus dem I’fe-ffe thiicheup.iek. das ei tiir seinen eigenen Appetit verzehre» diirlte I ml er wollte vviedtrsoimneii. recht, recht bald Heute w nudelten siji alle im Kloster, w >e frisch und liistm der hiuce .mcesprunci» kam. \ier/elui luliie w,,r der l'ilenliun nun schon alt und durfte nach der < »rdensrecel nicht langer bei - den Klosterlr.men bleibt n < lerade als die Stadl- .«te r In ril len wohin sie ihn rinn tun sollten, begab es sit.li. tlali du holte I cste I horn und mit ihr das i and rings' 1 ilas tmt/ seiner vielen deutschen He - woluei l.ince /.eit zur iroinm katholischen Krone I ’oleus cihoit hatte, tliirdi einen Hesclihilt der < irolfiii.h htr tfem pTt utirscIlerrX.iäTezufpl. der. strem; pr>-tt st.iniist.!> keine Kloster elulden mochte \iieli die atmen Nonnen von Minkt i >e rithurel c sti i zu nsis sollte n ilas I and verlassen. Vergebens ilihtui sie in Hittsc In men au ehe eestreit.’.e > >brig keit. i ic noiie und liebsam ihre von Nlters '.tetible i.ut-kkiius, t|v | culeu M.ult I liorn und der can/e» < t-.'end wan. und dal! sie doch nichts anderes von -t ct tan als si>.li el.mnt eiirhch und redlich ern.ihrl u d hit'ih i tieu iiml liebevoll Unterrichtet hatten I s halt nichts tort muhten sie und durften not h itoli st in. da» ihnen eeshittet w iirele. ihre reiche KlostetTabe uni aut den Wie zu nehmen. Was sie . Iw r '/imit klasst ii muhte n um! ihrem Herren am ■cl'w ersten tie'l das wai der bin 'e ' Ihr K loste rki, d. ilas sit mit so \ n I mutte rilltet l ie be und s a .'lall aut Ce z- Kt n > ml was sit mit schwtier >otse' um ihn erfüllte .o h aus was tut In untikkisch beninischem Hinte > doch sta. nitu unnble keim 'straft und keine ' mit l allt ll bis aut die se n I ,1; iellllocJil. deinutn; T. V'tViZ zu küsst i .itler ,n Aihlaehl vor den Hei* M ZU kill, i Nullecht bin Ii i. stillet, beim tiefet und sc blue du Ne > n ct ti Huimit l als suche er len Nater tlro-!>< M »< Ibst Kitieii ihm ja lauest \ er/ief,, n um st i1 e i oiis11ce m Htavheil ve iljen Nf»e r die andern ach. wenn er erst drauUen stand im Leben urfB ohne ihren Schutz. Das könntc-ihm-danu. bbs kfelieir ' Nun aber, bevor sie von ihm fort ins ferne Hayerland zoceu. wollten sie ihm ein (jeschenk mitcebeii. das sein Lchcnsjdück begründen sollte. Zu dem reichen aber kinderlosen Häckermeister Kamsins am Markt batte der Rat Nathanael zu cebeti beschlossen. Ha eine die treue Nrbwnstep Katharina mütterlich, wie sie vom ersten Taue an iur das verlassene Kind gesorgt hatte, hin zum Meister Kamsins und sprach lamte und eindringlich mit ihm und setzte ihm auseinander, wenn er ihren l'flegling. den Nathanael. nicht nur als Lehrbuben, hindern vor (iesetz und Recht als sei» eigen Kind annelmie. so wollten sie ihm das streng behütete (jeheimnis ihrer IMctfcrkiiclienhäckcrci zu Nutz und l'rommc» der ganzen Stadt und zu seinem eigenen Heil als Hatengesclietik geben und der Knabe, der kunstvoll und geschickt längst ihnen abgelernt, sollte mm auch in das letzte und wichtigste etngeweiht. selbst de» Meister darin unterrichten. Das gefiel dem Meister gar nicht übel, und er überredete auch seine f rau Meisterim durch Dar- Tegttiig des reichen (iew inncs. den die weit und breit berühmte Herstellung des Hackwerks der Nonnen ihnen verspräche. Hie Meisterin aber freute sich am meisten, sich auszumalen, wie neidisch Häcker Kaminkes f rau von drüben, jenseits des Marktes, mm das (leid in ihres Konkurrenten Haus strömen selten würde Hislicr hatte sie selbst mir die anderen beneide*; denn erstens war Kaminke Ubermeister der ehr sauten Hackerzuuft allltier und daun hatte das I aclie» ttttd I ollen von Kaminkes lustiger Kinder schar immer wie Holm in ihr selbst so einsames Haus geklungen. Zwar fröhlicher und lebendiger würde das von dem fremden .hinge», den sie von seinen > lesdiaflsw ege» kannte, auch nicht werden. Dazu Kilt er zu still und fremdartig aus. Das war ein feierlicher Abscltiedstag. als aus dem Klo'tcr;ill die Hackvtcrätc und Homgbülte» zu „Meister Katusms uhere'cfubrt wurden. Auf tannenbekränzten Leiter wage» standen all e!ie verschiedenen lahrgattge des Honigteigs. tim deren sclitiecwciU gescheuerte (iefälfe die Schulkinder Blumenkränze gewunden hatten. Vorne auf dem ersten NVagen. auf dem stolz wie eine Königin die* bunte, goldgeränderte Lüiifzigjähri,e rosem»nkra»/t thronte, sali Nathanael in schmucken, peilen Kleidern und hatte stolz und gltieklicli heute als Held des Tages sich fühlen können, hätte nicht der Abschied von seinen IMieterinnen ihm bevorgestandeti. Nus allen Leitstern wellten Lahnen, und buntf.obige l'apierketten waren einer über die Stralie gespannt. Hinter den Waten marschierte» in langem /ute. nach der Ordensretel zu LtilL die Nonnen. Dunkel hohe »‘sielt ihre ernsten schwarzen (iewänder iiuel grell ihre leuchtend weihen Hauben von de» heute so farbenfrohen Straffen ab. Von ihrer Brust . her blitzten die goldenen Kreuze in der Sonne auf. Hie Schulkinder sangen vor dem Zuge und das N olk schw enkte' ilmen ehrerbietite < irtiüe zu: da kte eloclt ihm» tfiil ihrer Baekkunst die Stadt ihren Ruhm eltaullen in der Welt. Die ganze H.tcker/tmft ritt hoch zu Rolf timen e Itgege» lind geleitete den Zug durch die von Schauciinteii erfüllte breite < tassc hin um den ganzen Marktt l.it/ herum Nn eh r kopcrnikussaiile machten

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.