Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 13 (7.11.1925)
- Date
- 1925-11-07
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Amanda Sonnenfcls kennt. diesen iuniircu Kontakt mit dein Publikum. wie inan ihn selten findet. I in literarischer t leiml! \ o» ^rolkr Mchcnheit vi.-ln n.iiji1 In Mir 1 i i *i i’it it iii i i t'i ii ■ * i * l ~ I) o v. s k \ und < lertrtul < i r a h o \\ skV -1eIIsch . das s^lion mehrere Jahre alte und neae I.Ile raten in ' ortrelilielier Veise seinem 1 'iiblisum naher ivrnivtt. Iievtmnt mit einer; X ortr.ics/eklns ..Mrindhcrus l-utmtsduimcu--; iii der nächsten Nun,liier mehr drr^ \on! /um MJiiub ci.ivpaar Wurte nhe r einen /war ' lir/en und d<>üi ma^ idheh schon \ crlauteiieii Aheiid; i\’ .i h e I h a n i m aWn miu; in der I.essiiig'log'e . Indische l.ieder art&dcin i Uten’;. I ur den. eL m der l.indhcii-einiaehe iibkTdahei s,, sinmit-sehoiic Inhal: dieser Lieder etwas bietet. war der Ahend an sich schon ein Urlebnis; zu einer jener nn\erheblichen IVrleyi. die^jjian ziemlich selten findet, wurde i_r u.ircii -dies l\yiseli-empimdsame Stimme der Xortracendei^ Mie'wubte in jedem Lied den empimdunhs- -eichsteii. hciulilscelilcsten Ion /u treffen, der itraele die-seln os(.judischen \ olkslied anhaftet. I >ie drei XX ienlieder werden jedem Zuhörer noch lange im (Ihr kümteli: doch auch dem launischen Sehuclltakt eines t anzlicdchcns wurde sie ohne Schw ierigkeit gerecht. I»a sie in I TI. < iiittmann-Platnu eine im allgemeinen uiskret die Minime untermalende Pianistin heiundeti hatte, wurde der Ahend durch keinen Mibton gestört und brachte der Künstlerin einen schier endlosen. I Icitullssturm. YltlKKI\ T;YI) .1 i l)l:\ i:\ DK« TIODKR.YKAi LJTKRATIR \ oi: I »r. Karl Pin u. Mas tief schürfende W erk über obiges I lieina soll noch das l.iJit der Welt erblicken. Selbstverständlich ist es aiieh nicht die Absicht des Schreibers dieser /.eilen, den ( iccciiMaiiil eI sein >j>ieiiel ZU behandeln. abgesehen ilaion. daUdies j,,, K’alimeii einer noeh so laiiitc f) Xbli.indhimt nicht geboten werden kann Nur einige Mrcillicliter sollen aut das intclessaute I heina ceworieii werden, dessen ^rundliche IrorUrunc wohl des MeHiweil.es der l.dleii wert wäre. Inhannes I' a h I in a n n m seinem eiltenarticen. ' or etwa .'o Iahten erschienenen h'onian ..Priele eines innceii HeutsJuii all eine Jüdin" streiite die in l-'ede sti llenden < icsishtspuiikte. hei X ei lasser, ein \iier, mniiiii sich /iim>ehlul! aus umthicklrebcr Liebe zu einet I lercaiteii- Jüdin. der Adressatin der Priele, das I eben, und soll nach einem Nachwort des Xerlecers mit dein li'oii'anhelelen identisch sein, ln seiner stellenweise recht poetisclKn. durchaus nicht antisemitisch cehalteiien Mchopium; zieht er \ erbleiche /wisjien den beiden I rum nt \ peil der arischen und de i indischen I tau. I rot/dein er der Jüdin den Yor- /ue cil’t. können wir \on unserem Muiidpunk t aus dem l iteil durchaus nicht bciplIichteiiP Her ..bluimceu". \ erschaiiiten. blondhaarigen. blau..+!ciceti. mit e inem W otte cretchenhaiteii tiermaiihi^ wo nibt es ihese noch t stellt er ehe ..russree" 'Jüdin, die ..echte i »rientaliir <' > cecenuber. ..Pei euch ist wahre < ihn und Muulichkcii. /lickendes Leben in ithrtr < ihe-eh i ir. I »le ses Scheinbare, aber durc'iialis an/utie tt'ende Lob w nkt peinlicher als der schrotteste laelcl. ha/u kommt noch, dali die Heldin, eine sogenannte Pe ihm i lud»; aus der fe insten > ie Seilschaft die amte lumme hi I'.aimie > sc.,it,n sid, schheLihcii als ii'ciite in i Ile be iide. cenulisuchtice. herzlose i .initiierte Kokette ei weist, die den harmlosen Mcliriftslellet. den bbtitele-f t lermanrnri’Cke II in den I od •leibt. Molche. Wie tllall letzt /II s.reell plle et. Klirtur sieiidainmjudin. wie Sil lleinricli Manu in seinem ebenfalls e or beinah eine in .Mensche Halte r viel ee- 'e seien h'onian ..Im Mslilatuttenlaiid" mit einer eewissen Me istethaiticke it schilderte, mae es sercin- . eit wohl cebeii. Abu m der \ e rallee ineincrune trifft der l\p durchaus nicht zu Immer noch nher- \ieet glücklicherweise bei reichen wie bei armen Jüdinnen die sittenreine Tochter Israels, die echte!Iuterin des häuslichen Herdes, die treue (iattin und fürsorgliche .Mutter, auch hierfür ebnete Peispiele aiis christlichen l^oinanschriftstellern. t.hse t) r s / e s k o . die kurz \ or dein W eltkrieet duhiiietcseliicdeiic polnische Ldeldame und Roman- chriitstellcrin (,..M\rtliala". ..Mimson") mit ihrer Lihrzehiite lamteii sorcialtkcn Peobachlumr der rassisch-pornischeii Juden und Jüdinnen. SP.indler ..I »ie Jüdin". (»eorees Lliot in dem Metisterroiiian ..Hamei I »eroiida" nebst anderen christlichen Autoren duriteit bei Peiirteilumt dieser l'raeje mehr ■ die XX aetschale lalleil als sensations-lüsterne I >arsteller aus einem uns wenih freundlich gesinnten Veinden oder dein eigenen Laiter. X eNasser unseres '■ liaiibens können übrigens als unbewul.lt bccihilul.lt. «acht als unbestechliche Richter creJteil. Nun hat /war ein itcistreicher l*Tiblizist und Kritiker erklärt, es nabe eigentlich har.keine .luden sondern nur veine .liidinnein'raite: deih.t der jüdische .Mann sei au und für sich bescheiden, anspruchslos mit allem zufrieden. Wenn man ihm also nicht mit i nrecht „skrupellosen Haine zum Lrwerb" vorwerfe, so ertolite dieses /usatniiienrafieii des schnöden .Mammons, dieser Tanz tun das goldene Kalb Icdihhch um der (ieiiullsucht seiner Lheirattin. die als echtef Irieiitulin nur am Aeulleren hiiinte. put/süchtiit sei und sich am liebsten mit Juwelen behamte. item Palle und öffentliche X eritnüitumteii. Modebader usw. besuche, überhaupt mit Xorliebe nach aulieii lebe. < ieimite zu tun. XX ie in mancher it edle rischen Pehauptiunt. so steckt auch in dieser ein Körnchen XX ahrheil, aber 'auf das (iros unserer < ilaiibensitenosseii - trifit sie auch jetzt in unserer itenubsuehtiiten /eit. wo trotz der wirtschaftlichen Hcprcssion ein wahrer lautnel les Xercmuens herrscht, nicht zu, Nachdem eben < lesacteii uberwieitt noch immer, zwar in moderner Xutiiiacliiinc. die keusche altpatriarchalische Lscltes s-haiil. die ..XXonhecattin". als welche sie am liiucaHü de> Sabbath der vom (iottesdieiist heii.rfkehrende Lheiuann beim häuslichen Ker/enclanz beer tili t und iiu einem ebenso sinnreichen w ie stimmuiiiisi ollen Sam: feiert. M