Die jüdische Frau
- Journal
- Die jüdische Frau
- Volume
- 1 (1925)
- Issue
- 13 (7.11.1925)
- Date
- 1925-11-07
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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man nicht viel anfaneen kaiin. Wird für Stammtafel» der Anspruch erhöhen, unserem Archiv einverleiht zu werden, so müssen sie mindestens ein Jahrhundert umfassen. I>as lieiht. wenn es Almen- oder AszeudenztafeJn sind, so sollen sie zuriiekcehen bis zu den \ier Lrcroheltuiipaniclii lind für diese, lur die zwei Groheltcnipaare und natürlich die I'jtvrii des Linreicliers weinesteils (ielnirtsort. Gchnrtstac sowie Sterbeort und Sterbetae enthalten. Handelt es sich itm Nrtehfahrcn- oder Pesz.eudeiiztufelu; so muLi der Stammvater ecboreii sein \or Imk» (Hechln der •rblieatorischen Amialuue von Lamilieimamen im Anschlüsse an das von Napoleon I. berufene Sy nliedrium zu Paris). Pa eine (ieneration rund du Jahre umfaht. so wird der Urenkel eines solchen Stammvaters durchschnittlich nach |sö<> ceboren sein. Auch hier bilden also die Urgroßeltern der heute lebenden lucend den Ausgangspunkt. Nochmals sei darauf hiiieew iesen. wie wichtig is ist. auf einer Peszedeuztafel alle Nachkommen lückenlos aufzuführen, auch die Trichter und d e r e » N a c h k o in m e n. Nur der Laie nennt eine f'amilie auscestorben, wenn keine männlichen Tracer des Namens mehr da sind. In Wahrheit vererbt sich in vien weiblichen Linien, soweit unsere heutiec Kenntnis der Yererbunc echt. ebenso wie in der männlichen alles, was an körperlichen und ceisti.ce» Liecuschaiten das Wesen einer Persönlichkeit ausmacht. -Paitvr fuhr das^ Mut berühmter (ilaiibciiscenossen. •Hielt wenn ihre S ö h n e kinderlos cestorben oder aus dem Judentum ausceschieden sind, vielfach auf dem Wece über ihre Tbc hier unter uns fort. Nur muH solcher Zusammeiihane erst »acheewiese» werden. Aber es lohnt die Mühe, denn das Mew ulitsein. Tracer solchen Mutes zu sein, erweckt nicht nur becreiflichen und berechticten Stojz. sondern auch \ erantworiuncscefühl und die Pflicht, solcher Abstammung wiirdic zu leben. ..Noblesse oblice“ eilt nicht bloh für den Schwertadel. PemcemäM erwächst als Aufeabe für die \ ereinicunc der ,.b r e u n d e i u d i - s c h e r f a m i I i e n f o r s c h u u c". anher der schon erwähnten Linsendunc des vorhandenen Materials an das bannlienarchiv. auch neues Material zu sammeln und sachcelnäh zu verarbeiten. Aus der Institution des ..Schutzjudentunis' ercab sich die K’ecistrierunc vieler familienceschichtliclier und anderer I taten in den socenannteii .Indenakten der Keeierunge». die vielfach heute noch vorhanden sind. Liner mm ji ivkv \’on jeher haben die Juden in der 1 aitw icklimg der Völker eine kolle cespielt. Mit Hilfe der Araber und unter deren weisem und toleranten kecmient haben sie in Spanien, vor allem in Andalusien. Wohlstand und Wissenschaft erworben und verbreitet Mit der \erinchtunc der mohammedanischen Welt eine der blühende Handel zncrunde. brach das kleine keicli Israels auf der iberischen Halbinsel zusammen. Pein recht kraflicen /.ncreife» der keyes v_atnlicos. Lerdinauds und Isabellas. dem Kardinal liuieiies und der Liiiiühruiic der Inipüsition ist die Aiisrottunc nur zu ent celunc.cn. Trotz dieser mir bekannten historischen latsachen bin ich bei meinem inehrmonatlicheii Autentlialt in Spanien von der Sclivvierickeit. jüdische Kulturen aufzuspuren, ehrlich überrascht. der Gründer unserer Ycreiiiicnnc. Herr Otto N e u - in;i n ii ji Herlin hat aus dem Mecklenburcischen ''laatsaf»uv eine erohe Zahl von Angabe» über Mecklenburc’er Juden der letzten Jahrhunderte koliieren lass- » »,»t >.,th.t .Im . .notu >» >> >>>< et>^ \ i. tt.ensamiahme lsld bezüglichen Akte», so dal! eine lückenlose Liste aller t >rte. m denen PI ' luden lebten und deren Namen mul Personalien m unserem Archiv bereits vorhanden sind. Ihese vorbildliche* Arbeit kann und muh für alle Provinzen re sp I ande' riolceu. l'Tir das I i a n k l u r t e r M.ult.n Jnv. das bei vier sozialen lind kulliiielleli Hedeiiinnc der I rankiurter Gemeinde für die deutsche Judenlnit von auljerordeutlicher W iclitickeit Nt. sowie .tur die Staatsarchiv e W urzlmrc und Marburc ist uns he reits wertvolle Mitarbeit in Aussicht gestellt l ur Schlesien mul die dortige» Archive haben wir in Hreslau einen interessierten und cenealocisch beänderten Vertreter, ebenso in (iiehen lur hessische l a nülien. ‘ \ on de in siai Ken Interesst. das für diese! lagen gerade in I r.mklurl am Main vorhanden ist. /ciiei ander dem Itekannteii l'ms erschienenen Maininbuch von Justizrat Pr. Pietz eine keilte von Zuschritten, die der Schreiber dieser Zeilen von dort beieits er halten hat. So ei scheint es nahelieceiul. sich zii-am lueiiznschlielien mit den »her ca»/ Peiilschi.md v > r- I leiteten Interessen durch Peitritt zu eler\e ie imgung von ..Lrcuudcir• jüdischer I aimheutorscjuing ' > Met dune an den Schriftführer. I len n I rnsi \\ «>1 Ti in |!er- Im. N. O. 4,t. Neue homgstr.iüe 7o. oder an mich. W. Potsdamer Stralle Wir wollen. ge sinlzi ael elas ui (irimdimc beliudliehe Tamilu u.iiehiv. |>l m uiahice Auskunft erteilen an alle tiuseie Mitclu.lei. v. ir wollen durch Wort mul Nchrift ejaran a, i>. ,'en. den Sinn für die Hesehaiticunc »nt der eigenen I.« iililieiiceschichte und duTreinle an solcher l lese.).atti ernte zu verbreiten und zu v Crtn ien. Isi sie elocli ce eicuel. nelieu den oben schon erwähnten W irt uiige n auf Jen Zusammenhalt der T.innlieii, sowie .on en cefestictes mul stolzes Jiideiitum .nie h m. allcemeiu menschlicher Heziehmic uns zu fordern, indem-su \ erstünduis lehrt für eeschichtliches W erde n mul im 'lande ist. ..durch l.iuoidmmc der eigenen Pers tulichkeit in den /.»sammeiihanc des W cllcescheheus auf die Hohe aller croheii Probleme der MensJiln its t ieschicbte zu tuliren". VOH TOLEDO Nirgends ein Iriedliot eine kleine Gemeinde, selbst der l.egrill des Judentums scheint be im V - Jke aiiscestorben. Per Name luderia. Imle nv u i te I ist au wenicen ciicen tiahclten in >evilla. e. nt ehe. a usw kleben geblieben. auch nennt m.m einige. langst dem Christentum uberlieterte Kochen noch heute >vna goge» So in Sevilla, wo der Hurockhau -*.011.1 M.: ria la Hlattca bis I t'»l uuliscliem Kult gehorte Pet Preinde betrachtet hier ein Abendmahl von Mmilh* lud wandert weiter, um dein in dieser Gegeiul In gendeii W ohnhaus des beliebten Maie is einen kurzen Hevic'h uhzustalteii. I.msiclit in elas Walten einet lauest unterdrückten kelieumsee■nn-mschalt . ertrag er nieht mehr in 'idi .iiiiziiiu liiuu. I (was demin hei von den! rletmisseii des Judentums spiieht ein Madt wordov.i J