Mannheim
Compact Memory

Die jüdische Frau · 1925-09-22 · 10 (22.9.1925) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
10 (22.9.1925)
Date
1925-09-22
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
79% known words query
IRI
…/4899998-4932193-4932287--216-4900203
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

smii.iIs geführt. unJ das Angebot «tu Bürokräften uhervtei^t die N.idi!r.u;v um das \ icliache. In höhere kaufmännische Mcllim^cn rucken Brauen überhaupt selten empor. AN iss e.n s >.!>., k I I i c I> e . k u n s t I e r 1 s c li e hzw. Kunstgewerblich e Hernie komme» mir für einzelne jüdische Mädchen in I riic'e für xerlialtnismalüg wenige: sie erfordern teilweise ein l.uic'juhrices, kostspieliges Studium. teilweise besondere Midi\ idHelle I u.leiiticrtliciL I ine Heriiisc'.ittnnc. hei der sowohl itunstic'e I rw erhsmocdidikeiten. wie mich persönliche Beil udi-.mii;; \ereint sein können, hat bisher in der jüdischen NN eit noeli nicht die gebührende Beaclitunc' ^eiundeii: die < i a r t n e r e i. NVolil sind üew isse Ansätze nach dieser Bichlum: hin gemacht, worden: haben berufene indische. Organisationen, w ie der Bodenkultiir\erein und andere Körperschaften. Atierkeiineiisweites hierbei geleistet. — docli sind es Insweilen nur Ania iure. Nur wenige indische Mädchen haben sich bisher den gärtnerischen Berufen Ubstkultur. t leimisebaii. Blumenzucht usw . -zu^ewandt. I lulydoch sind die imrtneftMÜicn Berufe, für die sich ihrem tiefsten Wesen nach gerade Mädchen und I rauen besonders eignen, in mehrfacher Hinsicht \ ieh erspreclieiid. Lilie srut atis^etnldete jüdische tiartnerin kann unbedingt auf eine gesicherte I \isteiiz rechnen, her Bedari an brauchbaren hruiten ist auf diesem* iebiete ein andauernder, hie praktischen Aussichten des Berufes sind sehr \ielseitic Im eigenen Betrieb, in Ilandelseartnereieii. aS leitende Binderin in Blunieiieeschaiteii. in privats'artneiischen Betrieben der Unter und N illen. in Er- /lehunes- und Meilanstalteii. in Sanatorien und sozialer Ililfsarbeit. in wissenschaftlichen und kommunalen. Instituten linden < iartnerinneii ein fruchtbares Arbeitsfeld. Mannigfach sind die Aufgaben, die der tiartnerin harren: in privatwirtschaftlicheii Betrieben gewissenhafte Kontrolle, organisatorische Arbeitsverteilumr. I eberblick über das Kauze und Ij-keimtnis der jeweiligen Erfordernisse; in Schulnnd Kindergarten — i'.rschliellunv' des Lebens in "rier Natur—vor der zarten Kinderseele: in wissuischaftlichen Instituten ernstes Eindringen in die Liceiiarl der Bilanzen, her gärtnerische Beruf wendet sich an den ganzen Menschen gewahrt ilim abej; dafür eine harmonische, geschlossene Entwickiuni:. körperliche I rische und seelische Elastizität. Auch entfremdet er die Brauen nicht ihrem Heime und «ibt ihnen die Möglichkeit. sich im Sinne des Salomonischen Spruches zu betätigen: ..Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen NN einber-c von den Brächten ihrer Hände“. I nd dann die B r e u d e a m B e ruf! (übt es ■für einen seeleiu ollen .Menschen eine berückendere Beschäiticuint als die gärtnerische Arbeit in der reinen, freien, erlösenden NaturV (übt es etwas Schöneres, als die W under des NVerdens und Bliilthens ans dem Schotte der Mutter Erde mitzuerleben -an diesem Werden und Blühen tätig mitzuw irken? hie gärtnerische Ausbildung erfordert im allgemeinen eine zweijährige Lehrzeit, für die -es manche(ieleis'enheiten und Möglichkeiten in Deutschland gibt. Schreiberin dieses ist gerne bereit, nähere Auskünfte hierüber im Interesse der Sache zu erteilen. hie Bestrebungen, die auf Verbreitung der Bodenkultur in unserer (iemeinschait hinzielen, dienen dem Wolile des gesamten Judentums. Aus der Verknüpfung mit der Natur vermag unsere weibliche Jugend körperliche und seelische Kräfte zu schöpfen, die für die Zukunft des Judentums von größtem Werte sind. HALK!\ DAHIUW -’s ptm.bcr l'H '-.tr.ili Mcri.hard. ir.nl/iiMot.iic I ravintlin. /ii l’.ms cclmrin. '<• Si Hcnl'ct |oör. I t>> < n at/ (N.lin de« Historikers Meurich < ir.it/k I rlmdci dto (irat/in-Lichts. cel'cueii.” .’<• scp\, mlur |o;n I.koI» M. >Ji,tl, bekannter amerikanischer I *ti11.1 ntr<>p. ceoli.rtivii.?‘k beptember |sii7: Waller kathenau Kclmrcii. \ Oktober Ist’: Proi. .luliiio b.ichs, Hotanikcr. zu Merlin zohuren. .!. Oktober 1 s;s: Arm> Nadel zu Wilna Kcboren. AIS ALLER WELT Mao I rauen srimmrech« in der lierliner judiochen (iemeinde. lief I io Wie die ludis«.he I clccr.iphcll-Acetltur tur Mo. na'eii bcOctitctv. hat die k’e,ir..cei,l.uiten-\eroatmnlutiK der Meriuie r ...indischen > I, inernde mit den Stimmen der liberalen und « o.kcpurlcihclieII k’e l't .ioent.il.teil teilen die konservativen da« ktoe und i'acctte I r .men-W .ihlredit atitcnommcn. I he < te- '!> hniigung der V.iIm« hiebe tmrdc /u die-er Statutenänderung ioI bei det indischen tietucinde eitivetoUlell. I o tcerde» deshalb clie lat diesen Herbe! III Vucciclit tctmmmcnen keprasentanten- W.ihleti um einige Mmi.tti t er s«. hoben Werden miissen. da nun eene Wählerliste» aul/ijctcllc» sind, die aU«.h den tc'.im'c» teihlichen teil «let Me time r »tdis.hcn Ucmcmdc umtasse» » el eie II - * Jüdische (taten aul dem kontreU lur kinderhlrsurtc. > ie ul fl I \ t Aul dem Intel nalmnaieit kontieU tur kmeie llmsiUm eiet v u kur/ein III I teilt .il’ce Ii il'e t. worden l't. «eutde .Hielt ..bet iielisehe t t uiit deb.ittiett und entsprechende I ‘.e s. htiicse ett.ili’ 1 >ie mdi'clicti t •elecierteti Mellten Anträge üie die I lagt det t nt «"tge Int auslaitdise he kmder und die I r- >e tief C der Kinder im S.ime der Demokratie l'etralen. trau l.'nc.i kbets.iii Ineil ein kele tat über - knU»e.'ttplisinus utile r der L g,nd und 'eine Oct.ihrcn lur den frieden" Her KontreÜ i.ulmt eine \un der kednenn vorgeschiageix üntcchllrliunt an. me-besam: In Anbetracht dessen, daü die in einigen Ländern mui Ost- und Mitteleuropa die miii der Schul- und lni\ersitatsmgend. ins/emerien antisemitischen Exzesse den Charakter einer chrnnisjien sii/.ialen Krankheit annehmen, welche den Mat! gegen die Juden in I atnilic. Schule und aul der Slralle erlegt. \Mielurdi die Kmder im allgemeine» demoralisiert und fnr das jüdische Kind eine emerlragliche Athmosphare geschallen wird. In Anbetracht ferner, daü der Antisemitismus alle so/ia en bchichfen demoralisiert und ein Hindernis fnr die nmrali- ■che Abtusiung bildet, spricht der Kongreü int Interesse des indischen Kindes wie auch un Interesse des Lricdcns den W unsdi aus. daü ui allen Landern eine energische Propaganda gegen den Lmlluü der antisemitischen Internationale erhoben »erde." I he MesJilusce wurden dein Völkerbund unterbreilei. IVli/eiohert I fn*e und Kapitän Persitis über den Judenhaft In Deutschland. — ..Die *roBe Schande für uns Deutsch#“. Merlm l > I . At In einer dies, r l äge in den S'pl.icn- Salett ab, ehaltenen Me/irk«\ei s itmnlune des kei Jisbundes i.idischer Lronlsoldate» machten Poli/eioberst Lange und Kaiman /. S. I. Persius betnokenswerte Aeuüerungen über d< n liidenhaü in Deutschland. I’ob/ciobcrst lallte stellte den i’.id. I teiitsulJäten das denkitar beste Zeugnis aus. IS sei kein l all M»r ge kommen, wo ein ludtsther Soldat desertiert ist. Mit

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.