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Die jüdische Frau · 1925-09-22 · 10 (22.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
10 (22.9.1925)
Date
1925-09-22
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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ha! und aus Aron Aronhold. dein millnclnctcu W aiidcriudciispmUliii^ ciifpnpptc sich ..Arno ArnuldV" Der Medizin.ilrat nickte v ei si.indinsimi'.: .Ja. ia. Aron .Aronhold!' inid lächelte still tur sielt liiu im (iedanken an das ..I' tu seinem ekernn Namen. das als blitzblankes ..t" aus der laute liervor- Nur wie m, »I \ aliT das lilrV’ii. könnt. ' dir ia t«. milchen. iteoidm teil \ er ItaItniss«. n ..uicv vv ach sen. das scIiicm mit tu klueeteii l.dtr.a >»I tuier Mailich. I 11d doch, trotz alledem und alledem es war m diesem Manne etwas von lenem alttestamcntaric'ecMiieen. ..Im I’rn 111i11 vr ward ich gehören, und als die L.Ilern die calizische lleunat der Muller ei reichten, war es Winter geworden. Sie hatten sich mellt sonderlich beeilt, wühlen ja. dal! niemand doit sie erwartete. filtern lebten ihnen lauest nicht mehr. Dt »der. Schwestern waren selbst blutarme Leute: das ein-;:r,,re. woran sie l eberllnH hatten Kinder! I nd da Kam diese iremdeew ordene Schwester und brachte noch zwei winziekleine Schreihälse mit. ehe ecsattiet sein wollten, und einen Mann, der zwar \ ieles gelernt hatte in seiner .lugend, nur eins nicht: die Ilande zu rühren und zu arbeiten. . Nein. nein, das eine nicht. Die c'-uize Sippschatt wehrte sich verzweifelt. Noch mehr Hungerleider truvr das Städtchen nicht. Wer wollt's der am eigenen Lebenskampf zermürbten LumpenbacMC'e ver- "deiiken!—Sie liehen den Ankömmlingen kaum ein paar Taire. sich zu erholen, ihre Kleidung zureclitzuiiieken — w eiter muliteti sie. zurück in W intersturm und Kalte mit dem wimmernden Samrlim:. Aermer innerlich, als sie gekommen, denn nun war auch der Schatten eines Zieles cescliwlinden. Kreuz und quer durch (ializicn. durch die I5nlkanländer weiter! weiter! lallte — meine K i ii d h e i t s j a li r e! Zart, htilishedtirük. — wie die jtntuui Dfla.tzlein andcrwaits umliutet und umsorgt werden! in Wind and Weiter vv i r hemmte zerrt, das Scliwe- >lerlein and ich. Schlaft, unken mitten m der Nacht lierausvrerissen. wenn die i'nhrposi. und das v ar nur in ernten Zeiten mucrncli an ihrem Ziel arcelanert. das ttir uns keins sein durfte, weil zufällig am Drt keine Juden geduldet wurden. Nun. vir wareti's Ja auf dieser Lade nie anders gewohnt gcw-escti und weinten uns aut dem Lumpeiilager irgend eines gastlichen Zigeunerwagons bald wieder in Schlaf. -dien Zutrauen m die I ursorge und!.e!'ev olle | uliiiing seines > iottes. das auch in den el.mdsteii Momenten mit last abeiclaubischer SicIuiIkii von der unmittelbar bevorstehenden dacsheben Wendung seines Schicksals überzeugt blieb. (iauz. unglaublich auch dünkt auch-abinimucev Wellkmd heute, dal! dieser Mann, dein seine and -einer I umilie ganze bürgerliche I vistei.z lauest zu .dien leufelu. dem ledes stolze IYrsoalichkeitsge- :ul11 von tausend I 'cmutigimgcn in ."cherbeii geschlagen. mit einer unv e rruekbareii I reue de n V >>, - Schriften seiner alten Lehre aiilimg. die unseren Innig ’igen Magen nicht gestattete. das Stiiek Wurst oder Schinken auzimelmieii, mit dem irgendwann eine gutherzige Dauersfrati miseie Kinde 1 li.mde füllen wollte - Zogen wir durch ein Städtchen, schaute die Mutter wohl mit neidischem Dl ick auf ehe Pisit/.-rin eines stattlichen < ieschaftsii.uises am Mm kt. ehe mit v loldsclnnuck heli.meeii, wohlgenährt and sorglos vor ihrer l adeiitm sali: ..Wer's doch anJi so haben konnte im Leben!" Der \ ater aber klopite mit siegessichi rer Miene am" sein hebräisches < lebetbuchlein. das tr lag und Nacht in der zerschlissenen K’ocktusciic trug: Lai,!! rau unser < intt ist noch reich genug So er v> dl. sitzt du ui zwei, drei Kthicn auch so da!" 111 war er selbst leider nicht der Mann, seinem (mit das Wunder vollbringen zu heilen. Lml der Mutter lahmte die Last der kleinen Kinder die Hände, die anders vielleicht geschickt genug ec wesen v^areii. So gab es reichlich \orvvurte und Hader zwischen den beiden, denen wir Kinder als durchaus nicht störend empfundene Zeugen beivv iihnen durften. Die eilte Kinderstube, meine Herren' Degr’eiin Sv mm w.imich znvr anfhn In n .'. macht Meine Kinderstube' war die weile Welt, lud doch bei Hott, sie war schön' (Loris lolgt I SOLLEN WAS (Zur bcvor-tclicudcii Derufsw alil.l UNSERE TOCHTER WERDEN? \ Oll Dnrtiiercibesitzerin llemiv I. i u. (Dessow i. Mark». Der bevorstehende Sclmlabsclilnh stellt zahlreiche iudi-che Litern vor die' schwerwiegende Trage: Was sollen unsere Tochter wcrdefi? Lml der Kreis derer, die auf diese lr.ee eine positive Antwort zu gehen gezwungen sind, hat in jüngster Zeit eine erhebliche Lrvvcitcruug gclunden. Das altväterliche Ideal, die -heranreiienden Mädchen als ..Haustochter" im Llternliaiise zu behalten, bis sie von den auserkorenen Lebensgefährten lieimgeli.lirt w urdeii. Kann heutzutage mir von v erlialtnisin.illig Wenigen verwirklicht werden. Die soziale und wirtschaftliche Umwicklung hat dazu geiulirt. da 15 die schulentlassenen jüdischen Mädchen sich einem bestimmten Demi zuwenden müssen, der ihnen günstige Aussichten auf eine I rw crbsniogliclikeit eröffnet und det auch ihren Neigungen entspricht Im Vordergrund des Inteiesses stehen wohl die k a u i ui II II I s c h e n D e i u f e . die Deutle kaufmännischen Hilfspersonals, das sich o ii r o ui a 15 i g mit K’e gisiratur. Duchiuhruug. K or ie spunden/ etp befallt Die Aussichten" diese r Denife sind ledoji gegenwärtig nicht gerade günstig Die ökonomische Ktisis hat bekanntlich iiaineiuhcli auf diesen t ie bieten zu umtasseiidem ..Abbau des Der Wir bitten «1.4 beim Linkaul unterer Interule tu bedienen und »leb aut »Ie tu bekleben.

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