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Die jüdische Frau · 1925-09-22 · 10 (22.9.1925) · p. [Seite]

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Journal
Die jüdische Frau
Volume
1 (1925)
Issue
10 (22.9.1925)
Date
1925-09-22
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Stolz muß djs deutsche \olk luf einen l.udwiu Frtink blicken. Wenn jeder ein >o uuicr Dcutv.licr uewes'-n w.ire. C.um '■linde es hc'-er um J.is dcul'i.lte \ .iterl.inü. k.ipit.in l’usiu>. Mellt». zuu.ielist die fr.iu": . W.is ist der .ludenlußi" und er .iiiiwortct: ..Die urofie Setlunde für uns Deutsche!" Wie isi es nun cekiunuieti. traute er weiter, daß der Judenhaß eine so uroßc Rolle spielen konnte? I »le Antwort darauf ist nicht sehwer. „Wan suchte nach dein Kricuc inicli eitlem Pruueljuuucn. »ul Jen man die Schuld ,iiiw.tl/».n konnte. Nachdem das Auumncut des lioldistoßcs uhuenutzt w..r und -auch die Droliuiiu des Itolschew Ismus und Kommunismus ihren Schrecken \erloren hatte, blieb nur nodi nhnu. den luden \or/uschiebcn. Aber auch diese l.uue wird ebenso wie die anderen eher /usummciibreehen. als man denkt nicht /um Schaden des deutschen \ olkes. Die Khcinlandfcier der jüdischen I rontsoldaten. Das Kaddisch-tiebet für die IJlhH) (jefallenen. Worms. I»er Reichsbund jüdischer l'rontsoldaten veranstaltete seine diesjährige llatiptversammlumt vom 5. 7. September lu.’s in Worms und Köln, um im Jahre der Jahrtausendleier auch seinerseits die Verbundenheit der jüdischen (ictneinschatt mit dem deütsclien Volke feierlich /u bekunden. Am Sonnabend, den 5. September, an dem bereits mehrere Hunderte von Dulcuierlen aus allen teilen des deutschen Reiches m Worms eimtetrotfeit waren, wurde die T.tuunu mit entern feierlichen und ergreifenden l'est-( iottesdienst in der nltehrwurdiuen Svnauoue in Worms erminet. die. im Jahre loh, erbaut. c!w steinernes Moinililent ftir die Bercchtiuunu der judi- ' dien < letneinschaft darstellt, mit dem deutschen \olke die TntisendiahricicT des deutschen Rheinlandes /u beuchen I las > lotteshaus. das von dem uleichen li.iuitu.iMcr erbaut ist. wie di i Dom vom Worms. Konnte kaum die vielen Hunderte von! estteilnelimern fassen. In von der Weihe des Auuenblieks. ditreh/itterten Worten beurußte der Rabbiner der (iciucmdc. I »r. Ilol/er. die Dcleuierten des Reichsbundes jüdischer Kröntsijldatcn. Kr »ab einen kurzen l'ehcrbhck über die leidensreiche (leschichle der luden atu Rhein und pries die iJfickeit ücs ItumJes ui ihrer seuciispcitdeiiden und seelenauirichTClldril Att. Das uemeuisain ucsprodiene kaddisdi-i lebet die lotenklaue lur die I.’ nun judisdten (lelallenen. beschloß den er.- hcbciiden <iottesdienst. Jom Kippur ->>» ».-«»».ß-e «fl!■ T ■■■a.l—- I ums 11. I. AI Die Irati/osische Drotekti'iratsieuieruiiu hat .aut l.rsucheu der Juilcnheit I unesieiis ein Dekret erlassen, laut welchem der jüdische \ crsohnunu'tau t b»n Kipiiurl als ein ueset/hdier leierlau zu uelten habe. >umllidie Danken und andere llundelsuistitutc. ebenso die D»>rse. werden an uiesein laue ueschlossen sein. Handelsueschalte dürfen an eoesein laue nicht abuesdilossen werden. lau ähnliches tiesetz ist bereits m Svrieii m tieltunc Wie ein Unkenkreuzler Judcnurldcr crschwindclt. Merlin (.1. I. A I \ or der Streik onn er des I andce runts I halte sich der erst J.’j.ihrice Kail Malle weueii sdiwercn Meliuues zu verantworten. Der Anueklaute plante die tir-inehmu einer /eitunu m völkischem Nnne und borutc '‘di das < leid hierfür von einen; indischen k.iiilmami. dem er \ch>Mverständlich den /weck verheimlichte. Als Sicherheit uah er > >r das Darlehen M.mkdepolsiheme und Wechsel. Als der < ieldueber eines laues hei Habe erschien, tiel dieser aber ihn her und drohte noch dazu mit klaue weueii Hausfriedensbrüche, wenn ..der Jude ec noch einmal wauen wurde, die kVdaklmus. r. iiniieiner n.itmn.ilim /1IIumbetreten'S—I>k‘ eaiize Reuaklion bestand aber nur aus dem I urschilJ mit der Aulschritt Neuer Völkischer kurier". Als sich herausctellte. daß die Sieherheitspapicre tur das Darlehen uetalsdil waren, erstattete dei Hetrouene An'/eiue. Habe wurde numnelo zu zetm Monaten (icf.muuis verurteilt, wollet besonders aut die uei> cme <icsmmmu des Anueklauleii limucwlesen wurde, der auf iiruud seiner völkischen (lesmnuiiu eitlen jüdischen Withuruer im sein t ield brachte. 1)1 K DIS 14 LSSIOA" ..DAS Kl Al) l)KK lA YKH11KIJ1ATKTKN FH AL". Das Recht auf Mutterschaft und auf deren lkseiticun« eine h'raueniratfe nur? nein, eine Menseli- .lieitsfrajieJ. iilr die auchdie deutsche Lranenhcvve cum: seit dem Lrwaclien der l ran zum Hewulitsein ihrer Persönlichkeit unablassit: gekämpft hat. ohne bisher irgendwelche nennenswerten krfolxe erzielt zu haben: selbst damals nicht, als der aus dem 1 -imde der Karin Michaelis ertönende ..Schrei nach dem Kinde" auch die deutsche Literatur durchhailte. Schon damals saute Hermann Sudermami, der »voltl im Leben < ieleneuheit .tenm: gehabt haben mochte, seinen Zeititenossiiiue» ins Merz zu blicken: ..Lin Kind? sie wollen den Mann! daU sie dann ein Kind bekommen, ist ihr persönliches Rech." Lud nun die brauen der Nachkriegszeit! die mit Hubikopf und Zigarette im Munde in Diele und Kabarett ihr nur verstandesmäHii: auf änderen LrioU eitmestelltes Leben j^eiiieUen wollen, leb glaube. wohl, dali diese die Mutterschaitsirace. — wie Doris \\ inner saut. bereits anchroiiistisch amnutet und dali für sie nur die in dem betreffenden Roman ..Martha Herder" behandelte l'raue \on deren Heseitikium: ein Interesse bat. f'ür die Abseliaffuiu: des ominösen ü „Ms ist bereits vor einem \ ierteljahrlmndert. \ or l marheitumr des deütsclien Strafgesetzbuches heilt gestritten worden. Line mutijc'e I ran. die (irafitt (iisela von S t r e i t b e r n . hat damals in einer kleinen Schrift für das Recht der I ran zur Meseitiirumr keimenden Lebens sich mit hohem sittlichem Pathos eingesetzt. Sie stellt darin den (iruuds.it/ aui: ..Da die I rau allein die Lasten und Schmerzen der (ieburt traut und ohne Verccltum: der Nation. ihre Kinder unter tausendfachen Muhen und Sorten für dieselben auf zielit. so ist sie allein zuständig zu entscheiden, wie oft sie diese Auiuabe erfüllen will." Lud in der ..Zeitschrift des Hundes lur Mutterschutz" trat 1‘JM.S ein damals noch juneer Ikrliner Jurist au ihre Seite mit der geistvolle», wissenschaftlich begründeten Hebanpttmg: ..Nach dem \ qii Lrnst Hackel gefniidetieii' bTouemetischen < irtindueset/ sei die \ oruehurtliche I ntw icklunu auch des menschlichen Individuums eine kurze und schnelle \\ icder- Iiolnng der zucelioruo» tierischen Almeiikette; in den erstem Monaten befinde sieh der I tnbrvo noch in einem fisclialmlichen oder amplubienartnten Zustande. pi den spateren höchstens in dem eines niederen Saugetieres; also dab der durch den $t „Mn zu schützende l.ebenskeim noch gar kein menschliches Wesen bedeute. AulJerdem knüpfe das deutsche Huruerliclie (iesetzliuch schon m seinem I Para crapheii die Rechtsiahigkeit eines Metisuheii und dessen Schutz an die \ orausset/imu der vollendeten (jeburt." Sollte man nicht unbesorgt um das Wuhl der Nal oti diesen $ Jls fallen lassen / denn wie muU es um das Mutteruefulil einer I ran ausselieti. die etwa mir aus I urclit vor den tu ilim enthaltenen Strafandrohnnge» ihr Kmd sehhelihch d<*Ji zur Welt bringt' Kami das tausendmal verwünschte, unwillkommene I eben eines solchen Kindes, von einer s,, nninutterliclien I rau erzöge», seiner \ ulkseemeiiiscli.ilt ihh.Ii zum Segen gereichen? lener Andelen aber, die ihr Kind w ill, die es hebt und er/iclit auch o li n e den Hcist.md seines I r- /ettgers. trotz Allem und Allem; ihr wollen wir in I lirfurclit die Hand drucken. I bekla > k o r r a IS

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